Verdienstorden für Alfred Preußner

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Gevelsberg. (mj) Ab Montag haben Henry Maske, Günter Netzer, Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert und der Gevelsberger Alfred Preußner etwas gemeinsam: Sie erhalten den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.

Alfred Preußner, Ehrenpräsident des Zentralvernbandes des Deutschen Friseurhandwerks und Ehrenvorsitzender des Friseurverbandes Westfalen-Lippe, habe sich vor allem um die "Förderung der regionalen Mittelstandspolitik und die Ausbildung junger Menschen" verdient gemacht, wie es in einer Mitteilung der Landesregierung heißt.

"Ich bin der erste Gevelsberger, der das Große Bundesverdienstkreuz bekam. Ich freue mich sehr, dass Ministerpräsident Jürgen Rüttgers nun auch an mich denkt. Ich habe lange in Westfalen gewirkt", erklärte der 78-Jährige im WR-Gespräch.

Vor allem die berufliche Bildung war Preußners Steckenpferd. "Ich habe mich immer für benachteiligte Jugendliche eingesetzt." Als Präsident des Deutschen Friseurhandwerks vertrat er von 1987 bis 2002 die Interessen des deutschen Friseurhandwerks auf nationaler und internationaler Ebene. Seine Reisen führten ihn durch alle Kontinente, u.a. nach Tokio, Moskau, Washington.

"Kein Erfolg ist ohne Schatten"

Die Reformierung der Berufsbildung im Friseurhandwerk zählt zu den größten Erfolgen seiner verbandspolitischen Arbeit.

Aber kein "Erfolg ist ohne Schatten", weiß Preußner: "Ich hatte auch meine Schwierigkeiten. Die Gewerkschaften warfen mir vor ,Arbeiter zweiter Klasse' zu befürworten, weil ich mich für ein Berufsbild unterhalb des Facharbeiters eingesetzt habe." Seine Intention: In Zeiten, in denen die beruflichen Anforderungen immer höher geschraubt wurden, Jugendlichen, denen "theoretische Intelligenz" fehlte, eine Chance zu geben, indem sie praktisch arbeiten können - entsprechend aber schlechter bezahlt werden als Facharbeiter.

Bereits in den 70er Jahren verfasste Preußner zahlreiche Artikel über benachteiligte Jugendliche. So war dann auch Dr. Rainer Kathe, seinerzeit Leiter der Wirtschaftsschule Burgsteinfurt, auf ihn aufmerksam geworden - jener langjährige Weggefährte, der Preußner für den Landesverdienstorden, den er am Montag im Arnsberger Jagdschloss Herdringen verliehen bekommt, vorgeschlagen hatte.

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