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Tiere oft einziger sozialer Bezugspunkt für arme Schwelmer

Möchten die Tiere der Klienten der Wohnungslosenhilfe unterstützen: Marion Itjeshorst (links) und Heike Orth. 

Foto: privat

Möchten die Tiere der Klienten der Wohnungslosenhilfe unterstützen: Marion Itjeshorst (links) und Heike Orth.  Foto: privat

Schwelm.   Tierschutzverein Animal Shelter in Ennepetal unterstützt Tiere der Klienten der Wohnungslosenhilfe Schwelm. Dafür braucht der Verein Spenden.

Gerade für Menschen am Rande der Gesellschaft sind Tiere der oftmals einzige soziale Bezugspunkt. Oft fehlt es dann aber am not-wendigen Kleingeld, für zum Teil dringend erforderliche Tierarztbesuche. Hier hat der Tierschutzverein Animal Shelter aus Ennepetal Handlungsbedarf erkannt und Besuchern der Wohnungslosenhilfe Schwelm der Diakonie Mark-Ruhr in der Vergangenheit weitergeholfen. „Das würden wir auch gerne in Zukunft tun, allerdings benötigen wir dafür Unterstützung“, wirbt Marion Itjeshorst vom Tierschutzverein um zweckgebundene Spenden.

Abwägen, wo man hilft

„Wir haben in den zurückliegenden Wochen eine sehr umfangreiche Tumorbehandlung einer Hündin finanziert“, berichtet sie. Die Kosten von weit mehr als 1000 Euro hätte die Hundehalterin, eine Besucherin der Wohnungslosenhilfe niemals tragen können. „Wir wägen ab, wo wir helfen können und schauen uns auch genau an, wer sich mit der Bitte um Hilfe für sein Tier an uns wendet“, betont der Tierschutzverein Animal Shelter. Heike Orth, Leiterin der Wohnungslosenhilfe in Schwelm, weiß das Engagement des Tierschutzvereins sehr zu schätzen. „Natürlich kann man darüber diskutieren, dass man sich das Halten eines Haustieres auch leisten können muss.

Tiere sind wertvolle Stütze

Hinter dem Tier steht aber immer auch ein Mensch: Tiere sind häufig für sozial Schwache eine ungemein wertvolle Stütze. Sie sind oftmals der letzte Sozialpartner in ihrem Leben und geben Halt. Deshalb wissen wir das Engagement des Tierschutzvereins sehr zu schätzen.“

In der Vergangenheit hat das Team des Tierschutzvereins Animal Shelter unter anderem auch Futterspenden geleistet. Marion Itjeshorst: „Durch die jüngste, aufwändige Behandlung ist unsere Kasse leer“, hofft sie auf Unterstützung der Tierfreunde in der Region.

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