Polizei

Tatverdächtige in Niederlanden festgenommen

Glasscherben liegen nach der Sprengung der Geldautomaten vor der Commerzbank Schwelm. Jetzt hat die Polizei eine Bande geschnappt, die in Zusammenhang mit der Sprengung von 15 Geldautomaten in NRW bringt.

Glasscherben liegen nach der Sprengung der Geldautomaten vor der Commerzbank Schwelm. Jetzt hat die Polizei eine Bande geschnappt, die in Zusammenhang mit der Sprengung von 15 Geldautomaten in NRW bringt.

Foto: Stefan Scherer / Stefan Scherer / WP

Schwelm.  Im Frühjahr haben Gangster die Geldautomaten der Commerzbank und der Deutschen Bank in Schwelm gesprengt. Nun hat das LKA eine Bande festgenommen.

Sind den Ermittlungsbehörden die Geldautomaten-Sprenger ins Netz gegangen, die im Frühjahr in Schwelm in der Commerzbank am Neumarkt (3. Mai) und der Deutschen Bank (24. April) am Märkischen Platz tätig geworden sind? Diese Möglichkeit ist nicht ganz von der Hand zu weisen. In einer gemeinsamen Presseerklärung verkündeten am Mittwoch jedenfalls das Landeskriminalamt NRW und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf die Festnahme von drei Tatverdächtigen in den Niederlanden, die in Zusammenhang von insgesamt 15 Geldautomatensprengungen allein in Nordrhein-Westfalen gebracht werden.

Mit europäischem Haftbefehle gesucht

Bereits im April 2019 hatten Spezialeinheiten vier professionelle Geldautomaten-Sprenger einer Bande auf frischer Tat bei einer versuchten Geldautomatensprengung in Heiligenhaus festnehmen können. Nach intensiver Ermittlungsarbeit ist den Kriminalbeamten der Ermittlungskommission „Heat“ (EK Heat) des LKA NRW in enger Zusammenarbeit mit den niederländischen Polizei- und Justizbehörden ein nochmaliger Erfolg beschieden worden.

Weitere drei mutmaßliche Mittäter dieser Bande im Alter von 20 bis 23 Jahren hat eine niederländische Spezialeinheiten unter Beteiligung der „EK Heat“ am Dienstag festsetzen können, gegen die die Staatsanwaltschaft Düsseldorf zuvor europäische Haftbefehle erwirkt hatte. Es ist beabsichtigt, die Bandenmitglieder nach Deutschland zu überstellen, wo ihnen dann der Prozess gemacht werden soll.

70 Automaten in diesem Jahr

Ob nun den sieben Bandenmitgliedern auch die Taten in Schwelm zu Last gelegt werden, konnte Heidi Conzen, Kriminalhauptkommissarin, aus taktischen Gründen nicht sagen. „Wir ermitteln noch, deshalb kann ich auch keine weiteren Auskünfte geben“, so die Pressesprecherin des Landeskriminalamts NRW gegenüber unserer Zeitung. Die beiden Schwelmer Taten finden sich in einer Liste wieder, in der das LKA insgesamt 70 Fälle von Geldautomatensprengungen aufgelistet hat, die sich in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen zugetragen haben. Die erste Sprengung erfolgte am 18. Januar bei der Commerzbank in Ratingen, der jüngste Vorfall ereignete sich am 14. Oktober bei der Volksbank Heinsberg-Karken.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben