Anwohner üben Kritik

Stadt Ennepetal stellt Waldstück für Kindergarten bereit

Derzeit wird am unteren Rottenberg, gegenüber dem Kindergartengrundstück, ein Stückchen Wald eingezäunt. Hier sollen Kindergartenkinder Erfahrungen in der Natur sammeln können.

Derzeit wird am unteren Rottenberg, gegenüber dem Kindergartengrundstück, ein Stückchen Wald eingezäunt. Hier sollen Kindergartenkinder Erfahrungen in der Natur sammeln können.

Foto: Hartmut Breyer

Ennepetal.  Am Rottenberg wird ein Zaun errichtet. Die Stadt stellt dem Kindergarten ein kleines Waldstück zur Verfügung. Einzelne Anwohner kritisieren dies.

Die Stadt stellt dem Evangelischen Naturkindergarten Oberlinhaus ein kleines Waldgrundstück am unteren Rottenberg, gegenüber der rückwärtigen Seite der Einrichtung zur Verfügung. Derzeit lassen die Stadtbetriebe Ennepetal (SBE) einen Metallgitterzaun errichten, um den Bereich für die geplanten Exkursionen der Kinder zu sichern. Einzelne Anwohner äußerten nun Kritik an der Maßnahme.

Der Kindergarten sei mit dem Wunsch an die Verwaltung herangetreten, die städtische Brachfläche als Naturgrundstück zu nutzen, erklärte Stadt-Pressesprecher Hans-Günther Adrian auf Nachfrage dieser Zeitung. Die Stadt habe diesen Wunsch prinzipiell gerne erfüllen wollen. Daraufhin habe der Kindergarten mit einem Flyer die Anwohner über das Vorhaben informiert und darum gebeten, sich mit etwaigen Einwänden zu melden. Solche habe es nicht gegeben, so Adrian.

In dem Flyer sei allerdings vom Grundstück gegenüber dem Kindergartengelände die Rede gewesen. Anwohner kritisierten nach Beginn der Arbeiten, dass die Einzäunung einige Meter weiter reiche als nur um den Bereich gegenüber dem Kindergartengelände. Er befürchtet nun eine Lärmbelästigung und teilte der Stadt mit, dass er nicht zugestimmt hätte, wenn er gewusst hätte, wie weit das Grundstück tatsächlich gehe. Die Verwaltung entschied, an der geplanten Fläche festzuhalten. Der Trampelpfad zur Rüggeberger Straße bleibt übrigens begehbar.

Schöneberg begrüßt Maßnahme

Anita Schöneberg (SPD), die den Bezirk Homberge als direkt gewählte Kandidatin im Rat vertritt, ließ sich nun im Verwaltungsrat der SBE über das Vorhaben informieren. Sie begrüße die neue Spielmöglichkeit der Kita-Kinder des Naturkindergartens Oberlinhaus sehr, teilte Schöneberg anschließend mit. „In Zeiten, in denen immer wieder beklagt wird, dass sich selbst Kinder im Kindergartenalter zu oft mit Handys und anderen digitalen Medien beschäftigen, ist das Spielen ohne Spielmaterial im Zusammenspiel von Mensch und Natur wichtiger denn je.“ Sich mit der „Schöpfung Gottes“ dabei zu beschäftigen, finde sie nicht nur für einen konfessionellen Kindergarten wichtig, sie begrüße das auch als bekennende Christin. „Außerdem wird das Grundstück der Stadt aufgewertet, wenn es nicht hauptsächlich als Hundeklo genutzt wird“, so die Ratsfrau. Eine Einzäunung für die Verkehrssicherungspflicht sei selbstverständlich. „Die großartige Natur auf Homberge wird geschützt und unseren nachfolgenden Generationen zur Erfahrung dargebracht. Ehrlich gesagt: Was will man mehr?“

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