Umbau von Teich und Wehr

Sportfischerei-Verein Ennepetal sieht Veränderungen entgegen

Peter Doering, Vorsitzender des Sportfischerei-Vereins Ennepetal, vor dem Teich an der Peddenöde, der Heimat des Vereins.

Peter Doering, Vorsitzender des Sportfischerei-Vereins Ennepetal, vor dem Teich an der Peddenöde, der Heimat des Vereins.

Foto: Hans-Jochem Schulte

Ennepetal.  Der vom Sportfischerei-Verein Ennepetal als Angelgewässer genutzte Weiher an der Peddenöde wird umgestaltet. Nun werden Bodenproben entnommen.

Idylle pur am Stauweiher Peddenöde, etwas abseits der L 699 im Tal der Ennepe. Erstmals hat ein Schwanenpaar sechs Junge bekommen. Sichtlich wohl scheinen sie sich zu fühlen auf dem Angelgewässer des Sportfischerei-Vereins Ennepetal. Peter Doering, seit 2007 der 1. Vorsitzende des Vereins, steht auf dem Damm, schaut auf Teich und Wehr und sagt dann: „Hier wird sich einiges verändern!“

Die schon vor einigen Jahren in Kraft getretenen europäischen Wasserrahmenrichtlinien, die Nachhaltigkeit in der Wasserwirtschaft einfordert, müssen umgesetzt werden. Zusätzlich geht es um den Schutz vor Hochwasser, denn die Ennepe kann reißend werden. Doering erläutert den Umbauplan. „Am Ennepe-Wehr auf dem Vereinsgelände werden zwei Felder geöffnet, damit die Wanderfische ihren Weg in die obere Ennepe finden können.“ Der erfahrene Sportfischer erklärt: „Die Bachforelle ist hier unser Wanderfisch. Vielleicht werden auch mal Lachse den Weg hierhin finden“. Man muss wissen, in Beyenburg sind die Lachse schon in der Wupper unterwegs.

Varianten werden geprüft

Der Vereinsvorsitzende geht davon aus, dass die durch den Angelteich fließende Ennepe mit einem Damm abgegrenzt und der Weiher erheblich verkleinert wird. So soll laut Doering im jetzigen oberen Bereich eine Fläche für den Hochwasserschutz entstehen. Das dann bestehende Angelgewässer würde tiefer und nicht so oft versanden. Einen Zufluss von Ennepe-Wasser sei gewährt bei dem Vorhaben. Peter Doering glaubt, dass die alte Planung, die Ennepe um den Angelteich zu führen, aus Kostengründen eingestellt wurde. Schon in Kürze würden auf dem Vereinsgelände Bodenproben entnommen.

Wann die Umbauarbeiten beginnen, ist laut Stadtverwaltung noch nicht sicher. Pressesprecher Hans-Günther Adrian sagte auf Anfrage dieser Zeitung: „Die Politik muss noch beraten, auch weitere Varianten prüfen.“ Wie berichtet, soll aber der Sportfischerei-Verein Zukunft an der Peddenöde haben. Der Verein müsse sich bei der Umgestaltung mit etwa 30 000 bis 40 000 Euro beteiligen, sagt Peter Doering. Geld gebe auch die Stadt und die größte Summe seien Fördermittel, bestätigte Hans-Günter Adrian.

Derzeit kämpfen die Vereinsmitglieder gegen die im Weiher vorhandene Wasserpest. Diese Pflanzengattung werde regelmäßig von Mitgliedern mit einem kleinen Traktor aus dem Wasser gezogen.

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