Wandern

SGV Voerde zeichnet Wanderwege nicht mehr

Der Vorsitzende Jürgen Koke mit der fleißigsten Wanderin und Schatzmeisterin Ingrid Refflinghaus sowie den wiedergewählten Beisitzern Gottfried Peschel (auch fleißigster Wanderer) und Günter Bioly (von links).

Foto: Hans-Jochem Schulte

Der Vorsitzende Jürgen Koke mit der fleißigsten Wanderin und Schatzmeisterin Ingrid Refflinghaus sowie den wiedergewählten Beisitzern Gottfried Peschel (auch fleißigster Wanderer) und Günter Bioly (von links). Foto: Hans-Jochem Schulte

Ennepetal.   Ehrenamtliche Arbeit wird aus Altersgründen eingestellt. Stadt fordert Angebot beim Hauptverein an.

Seit Jahrzehnten zeichnen Frauen und Männer der Abteilung Voerde des Sauerländischen Gebirgsvereins die vielen Wanderwege in Ennepetal. Diese ehrenamtliche Arbeit kann die noch einzige SGV-Abteilung in der Klutertstadt in Zukunft nicht mehr durchführen. „Wir sind fast alle alt“, begründete Vorsitzender Jürgen Koke in der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte „Bürgerstübchen“.

„Wir haben den SGV in Arnsberg bereits gebeten, uns ein Angebot für die Auszeichnung der Wege zukommen zu lassen“, erklärte Stadt-Pressesprecher Hans-Günther Adrian auf Nachfrage dieser Zeitung. Da man mit den Wandermöglichkeiten in Ennepetal werbe, habe man natürlich ein großes Interesse, dass die Wege ausgezeichnet sind. Wibke Kopper, Wegemanagerin beim SGV, der in Arnsberg ansässig ist, erklärte, dass man bei einer entsprechenden Vereinbarung zur Kostenübernahme durch die Stadt auf einen Pool externer Wegemarkierer zurückgreifen könne, die die Arbeit dann ausführten. Sie ergänzte, dass man zuvor das Wegenetz anschauen könnte, um es gegebenenfalls zu optimieren – zum Beispiel nicht mehr gelaufene Strecken herauszunehmen. Allein der SGV Voerde zeichnete bislang in Ennepetal mehr als 100 Kilometer Wege.

Gottfried Peschel 28-mal dabei

In der Versammlung der Abteilung Voerde wurde mitgeteilt, dass Mitgliederzahl der Abteilung Voerde auf 61 gesunken sei, neue Mitglieder nicht verzeichnet worden wären. Dabei hat der SGV eine Menge zu bieten, wie der umfangreiche Jahresbericht ausweist. Jürgen Koke berichtete von fünf ganztägigen Wanderungen: in Beyenburg, am Hengsteysee, im Kalksteinland, im Gebiet zwischen Dahlhausen und Wilhelmsthal und durch das malerische Eifgenbachtal. Zusätzlich gab es im vergangenen Jahr 14 sogenannte Seniorenwanderungen, zum Beispiel am Bergerhof, im Botanischen Garten auf der Hardt in Wuppertal, im Quellgebiet von Agger und Volme und durch die Schälker Heide. Und es ging auch um die Hasper- und um die Glörtalsperre. Besichtigt wurde das Stadtmuseum in Iserlohn und das Museums- und Künstlerdorf Barendorf.

In Zahlen ausgedrückt: Die Abteilung Voerde wanderte 162 Kilometer. Die fleißigsten Wanderer waren Ingrid Refflinghaus (18-mal dabei) und Gottfried Peschel, der an 28 Wanderungen teilnahm. Beide wurden von Jürgen Koke geehrt, es gab einen Bildband des Luftbildfotografen Hans Blossey über das Sauerland für Gottfried Peschel und Gutscheine für Ingrid Refflinghaus. Zusätzlich zu den Wanderungen lud die Abteilung zu neun Treffabenden mit Bildvorträgen ein. Zu allen Wanderungen und Veranstaltungen sind beim SGV auch immer Nichtmitglieder willkommen.

Ingrid Refflinghaus legte in der SGV-Versammlung den Kassenbericht vor, der einstimmig Zustimmung fand.

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