Aktion

Selbsthilfe: Aktionswoche seelische Gesundheit

Gemeinsam für eine gute Sache: (von links) Gesine Queckenstedt (KuK), Daniela Alze (Seniorenbeauftragte), Carmen Lenz (Evang. Beratungszentrum), Agata Kalemba, Thomas Wanke (beide AWo-Werkstatt), Sabine Sowa (Evangl. Beratungszentrum), Daniela Schaub (Psychologische Psychotherapeutin), Marlies Grasmann (Burnout- Präventionstherapeutin) und Susanne Auferkorte (Kiss).

Gemeinsam für eine gute Sache: (von links) Gesine Queckenstedt (KuK), Daniela Alze (Seniorenbeauftragte), Carmen Lenz (Evang. Beratungszentrum), Agata Kalemba, Thomas Wanke (beide AWo-Werkstatt), Sabine Sowa (Evangl. Beratungszentrum), Daniela Schaub (Psychologische Psychotherapeutin), Marlies Grasmann (Burnout- Präventionstherapeutin) und Susanne Auferkorte (Kiss).

Foto: Carmen Thomaschewski / WP

Gevelsberg.  Gevelsberg: Wie man die Symptome eines Burn Outs erkennt und was man dagegen tun kann, das erfährt man in der Woche der seelischen Gesundheit.

Ist das ein Burnout oder schon eine Depression? Oder einfach nur Stress? Eine psychische Erkrankung hat viele Gesichter – und fast jeder Dritte leidet im Laufe seines Lebens daran. Und dennoch fehle es an Akzeptanz in der Gesellschaft, herrsche Unverständnis, würden erkrankte Menschen immer noch ausgegrenzt, weiß Susanne Auferkorte von der Kiss. Gemeinsam mit vielen Akteuren aus Gevelsberg, Schwelm, Ennepetal und Sprockhövel lädt sie von Montag, 7. Oktober, bis Freitag, 11. Oktober, zur „Woche der seelischen Gesundheit“ ein. Nicht nur, um für mehr Verständnis zu sorgen, sondern vor allem um Betroffenen und Angehörigen zu helfen.

Gesellschaftliches Problem

Veranstalter ist der „Runde Tisch Psychische Gesundheit EN“. „Wir haben uns 2014 gegründet, um ein Netzwerk zu schaffen und die vielen verschiedenen Angebote in der Region bekannter zu machen“, erklärt Susanne Auferkorte und freut sich, dass es gelungen ist, 15 verschiedene Angebote innerhalb von fünf Tagen anzubieten. Mit dabei sind Beratungsstellen, Psychotherapeuten, Ärzte, Therapieeinrichtungen, Selbsthilfe-Angebote, Betroffene und Angehörige. In diesem Aktionskreis sei auch die Idee geboren, anlässlich des Internationalen Tages der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.

Themenabende, Workshops, Vorträge, Einrichtungen öffnen ihre Türen, eine Lesung und ein Kabarettabend zum Auftakt: Das Angebot ist vielfältig, so wie auch die Krankheit. „Tobi Katze geht das Thema Depressionen einmal ganz anders an – mit einer guten Portion Humor und Selbstironie: Lachen ist erlaubt“, sagt Auferkorte, „auch wenn es um ernste Themen geht.“ Die Leiterin der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe erklärt, dass es Ziel dieser Woche sei, Kontakte zu knüpfen, niederschwellig die Möglichkeit zu bekommen, Einrichtungen und Angebote kennen zu lernen. Es gehe aber auch darum, sensibilisiert zu werden, und Informationen zu erhalten, wo man sich Hilfe holen kann. Susanne Auferkorte erklärt: Ziel der Aktion sei, dazu beizutragen, dass Menschen jeden Alters in psychischen Krisen sich trauen, ihre Probleme offenen anzusprechen, rechtzeitig Hilfe erhalten und Akzeptanz in der Gesellschaft erfahren.

Seelische Erschöpfung, ungünstige Arbeitsbedingungen, ein schlechter Umgang mit der Situation: Was ein Burnout begünstigt, sei klar umrissen, erklärt die Dipl. Psychologin Dr. Daniela Schaub, doch die Auswirkungen seien es nicht. Sie wird einen Vortrag halten, der viele Fragen beantworten soll. Das Evangelische Beratungszentrum rückt die Situation von Kindern, deren Eltern psychisch erkrankt sind, in den Blickpunkt einer Podiumsdiskussion.

Zum Abschluss gibt es eine Lesung, die einen tiefen Einblick in das seelische Erleben von Angehörigen zulässt. Die „Psychische Gesundheit ist ein gesellschaftliches Problem, das uns alle angeht“, sagt Susanne Auferkorte, deshalb sei solch ein Angebot auch so wichtig.

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