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Schwelmer Brauereibrache steht kurz vor dem Verkauf

Der Verkauf der Brache ist in Schwelm mit der Hoffnung auf eine baldige Entwicklung des Grundstückes und den Bau des neuen Schwelmer Rathauses dort verbunden.

Foto: Bernd Richter

Der Verkauf der Brache ist in Schwelm mit der Hoffnung auf eine baldige Entwicklung des Grundstückes und den Bau des neuen Schwelmer Rathauses dort verbunden. Foto: Bernd Richter

Schwelm.   Die Stadt Schwelm wurde von der Eigentümerin Euroconcept GmbH informiert, dass es nächste Woche einen Notartermin zum Grundstücksverkauf gibt.

Ist das endlich der langersehnte Durchbruch bei der Entwicklung der Brauereibrache und der von vielen Bürgerinnen und Bürgern in der Kreisstadt erhoffte Knotenschlag für ein neues Rathaus mitten in der Innenstadt? Nächste Woche soll der Verkauf des Areals über die Bühne gehen.

Schwelms Beigeordneter Ralf Schweinsberg informierte am Donnerstagabend im Finanzausschuss öffentlich darüber, dass es einen Beurkundungstermin für den Verkauf der Brauereibrache gebe. Der Notartermin sei für Mittwoch, den 29. März, angesetzt. Die Stadt sei darüber kurz zuvor von der bisherigen Eigentümerin des Areals, von der Euroconcept GmbH, in Kenntnis gesetzt worden.

Hoffnung auf verlässlichen Partner

Wer Käufer des Grundstückes ist, wird öffentlich nicht gesagt. In der Vergangenheit war immer von einem Investor aus Norddeutschland die Rede. Mit der Übertragung der Eigentumsverhältnisse ist in Schwelm jedenfalls die starke Hoffnung verbunden, es bei der Entwicklung der Innenstadt-Brache endlich mit einem verlässlichen Partner zu tun zu bekommen. Das Verhältnis zu Euroconcept kann nach dem Hin und Her der vergangenen Monate als grundsätzlich zerrüttet bezeichnet werden.

Ein verlässlicher Investor würde aus Schwelmer Sicht auch den Weg frei machen für einen Rathausneubau auf dem hinteren Teil der Brache, der mittlerweile von einer Mehrheit der Politik mitgetragen würde. Die Verwaltung wurde bekanntlich per überfraktionellen Antrag beauftragt, genau diese Möglichkeit auszuloten.

Doch nach den Erfahrungen mit Euroconcept gibt man sich in der Politik derweil vorsichtig. Er sei „nur verhalten optimistisch“, erklärte beispielsweise Marcel Gießwein (Grüne) im Gespräch mit der Redaktion, ob es was wird mit dem Verkauf in der kommenden Woche. Schließlich sei ein erster Notartermin bereits geplatzt. Das passt zu der Aussage von Beigeordneten Ralf Schweinsberg, der im Finanzausschuss auf Nachfrage von Heinz-Jürgen Lenz (CDU) erklärte, dass der Notartermin einmal verschoben wurde, „aufgrund eines Personalwechsels in einem der Unternehmen“.

Sollte der Verkauf am Mittwoch aber tatsächlich über die Bühne gehen, sähe das weitere Vorgehen für ein neues Rathaus auf der Brauereibrache so aus: Die Stadt müsste bei einem Projekt dieser Größenordnung zwingend ein europaweites Vergabeverfahren einleiten. Denkbar wäre, dass ein Investor baut und dann an die Stadt verkauft oder dass er das Objekt später vermietet. Angesichts der Zinslage ist man bei CDU und SPD derzeit mehr für einen Erwerb.

Verlockend klingt vor diesem Hintergrund eine Anfrage des Ennepe-Ruhr- Kreises, mit der sich die Stadt gerade befasst. Der Kreis sucht ein Ausweichquartier für die Oberstufe der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule in Sprockhövel, die ab Herbst/Winter 2017 saniert wird. Konkret geht es um die Anmietung der kompletten ehemaligen Gustav-Heinemann-Hauptschule für mehrere, mindestens drei Jahre. Der Komplex an der Holthausstraße steht seit dem Auslaufen der Schule im vergangenen Sommer leer, verursacht aber weiter Kosten. Nach geltendem Ratsbeschluss soll dort eigentlich die zentralisierte Verwaltung einziehen. Das Gebäude würde dafür aber nicht mehr benötigt, wenn es tatsächlich was mit dem neuen Rathaus auf der Brauereibrache wird.

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