Reifenberger-Stiftung

Schwelm: Stiftung gibt 135.000 Euro für Jugend und Senioren

Eine Tafel am Haus Wilhelmstraße 21 in Schwelm, direkt neben dem Kino, weist auf Emil Reifenberger hin. Seine Stiftung verfügt über Immobilienbesitz.

Eine Tafel am Haus Wilhelmstraße 21 in Schwelm, direkt neben dem Kino, weist auf Emil Reifenberger hin. Seine Stiftung verfügt über Immobilienbesitz.

Foto: Max Kölsch

Schwelm.  Die Reifenberger-Stiftung hat erstmalig Geld für Projekte in Schwelm ausgeschüttet. Freuen können sich die Stadt, die Diakonie und die Caritas.

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Rechtzeitig vor Weihnachten hat die noch junge Reifenberger-Stiftung in Schwelm Geld für Projekte der Jugend- und Seniorenarbeit in der Stadt ausgeschüttet. Über insgesamt 135.113 Euro können sich die Stadt Schwelm, die Diakonie Mark-Ruhr und die Caritas Ennepe-Ruhr freuen. Alle drei haben sich mit mehreren Projekten beworben. Es handelt sich hierbei um die erste Ausschüttung der Stiftung.

Die Stadt

Umgestaltung im Jugendzentrum: Ein Teil des Geldes wird für Änderungen im Innenhof des Jugendzentrums genutzt. „Sinnvoll wäre unter anderem ein Sonnenschutz. Der sorgt für Nutzbarkeit sowohl bei heißen Temperaturen als auch bei leichtem Regen“, heißt es im Antrag dazu. In den Folgejahren solle das Atrium noch weiter umgestaltet werden, um das Jugendzentrum attraktiver zu machen.

Projekt „Lieblingsorte“: Ebenfalls bedacht wird das Projekt „Lieblingsorte“ des Deutschen Kinderschutzbunds Schwelm. Durch das Projekt sollen Kinder und Jugendliche sich aktiv mit ihrer Heimatstadt Schwelm auseinandersetzen. Dabei dokumentieren sie ihre Lieblingsorte mit Hilfe verschiedener Medien wie Fotos oder Videos. Ziel ist vor allem die Förderung von Interesse an der eigenen Heimatstadt. Zum Weltkindertag am 20. September 2020 sollen die Ergebnisse vorgestellt werden.
Jugendarbeit im Fußball: Auch der Förderverein Spielvereinigung Linderhausen kann sich über die Unterstützung seiner Jugendarbeit für die Fußballabteilung freuen. Konkret geht es dabei um Trainingsmaterialien, Fahrtkosten, Mannschaftsabende und dergleichen.
Senioren- und Pflegeberatung: Die Senioren- und Pflegeberatung der Stadt Schwelm ist ein Schwerpunkt der „Altenhilfe“ und bietet kostenlos Informationen zu allen Fragen rund um das Alter und Pflegebedürftigkeit. Die Reifenberger-Stiftung unterstützt das Angebot mit Geld, um Materialien für die Senioren- und Pflegemesse anzuschaffen.

Die Diakonie

Café der Generationen: Im Erdgeschoss der Diakonie an der Kaiserstraße soll auf 90 Quadratmetern ein ansprechendes Café als Begegnungs- und Gestaltungsraum der Generationen entstehen. Das Projekt soll auch einen interkulturellen Anstrich haben. Die Spende der Reifenberger-Stiftung hilft bei der Umsetzung.
Konfirmandenfreizeit: Nachträglich fließt auch Geld für eine Konfirmandenfreizeit der evangelischen Kirchengemeinde in Schwelm. Mit 90 Jugendlichen ging es zum Segelturn auf dem Ijsselmeer in den Niederlanden. Durch die Unterstützung konnten auch Kinder aus benachteiligten Familien teilnehmen.

Die Caritas

Hilfe für suchtbelastete Familien: Das Suchthilfezentrum (SHZ) plant eine Freizeit für suchtbelastete Familien, deren Eltern durch die Beratungsstelle unterstützt werden. Das Geld der Reifenberger-Stiftung hilft hier künftig, Eltern in ihrer Elternrolle zu unterstützen.
Elternkurse: „Weniger Stress – mehr Freude“, unter diesem Titel bietet die Caritas die Elternkurse „Kess-erziehen“ an. Das Angebot soll die Erziehungs- und Handlungskompetenz von Eltern fördern. Auch hier gibt es finanzielle Hilfe.
Schul- und Sporthilfe: Die Caritas kümmert sich unter anderem um die Ausstattung von Kindern mit Schulmaterialien. So können auch Schüler aus benachteiligten Familien normal am Unterricht teilnehmen, ohne, dass andere sie ausgrenzen. Auch hier ist die Unterstützung gern gesehen.

Die Reifenberger-Stiftung kann jedem Berechtigten bei Bedürftigkeit bis zu 45.000 Euro für Projekte zur Verfügung stellen. Die 135.113 Euro teilen sich zu je einem Drittel auf die Stadt Schwelm, die Diakonie und die Caritas auf. Ausgeschüttet werden die Erträge, nicht das Stiftungsvermögen. „Das Stiftungsvermögen besteht in erster Linie aus Immobilien, dazu kommen Aktien“, sagt Peter Erne, Vorsitzender der Stiftung. Bei der jetzigen Ausschüttung handelt es sich um Erträge aus den Jahren 2017 und 2018. Der Reifenberger-Stiftung gehört in Schwelm der Häuserzug an der Ecke Wilhelmstraße/Moltkestraße einschließlich der Räumlichkeiten, in denen sich das heutige Kino befindet.

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