Stadt

Schwelm plant Ausstellung und ein Projekt mit Judith Kuckart

Die Eingangstür des Stadtarchiv: Archivar Jens Möllenbeck plant für November eine Ausstellung zum Thema „100 Jahre Ende Erster Weltkrieg“.

Die Eingangstür des Stadtarchiv: Archivar Jens Möllenbeck plant für November eine Ausstellung zum Thema „100 Jahre Ende Erster Weltkrieg“.

Foto: Bernd Richter

Schwelm.   Die Bronzeplastik „Mädchen auf der Schildkröte“, die einst im Park vor dem Bahnhof stand, wird wieder aufgestellt und zwar im Haus Martfeld.

Ein Ausblick auf das kulturelle Leben in der Kreisstadt stand im Mittelpunkt der Zusammenkunft des städtischen Kulturausschusses. Die Schwelmer dürfen sich für dieses Jahr schon einmal Hoffnung machen auf eine Ausstellung aus Anlass „100 Jahre Ende Erster Weltkrieg“ und auf ein Erzähltheater-Projekt mit der aus Schwelm stammenden Autorin Judith Kuckart im kommenden Jahr machen.

Fördermittel für Projekt beantragt

„Judith Kuckart hat sich bei der Stadt mit dem Projekt Heimat beworben. Die Schriftstellerin möchte mit einem Erzähltheater die Besucher an verschiedene Orte in Schwelm führen“, berichtete Evalena Greif vom städtischen Fachbereich Schule, Kultur, Sport dem Ausschuss. Die Realisierung der Veranstaltung sei nur mit Fördergeldern möglich, die Stadt sei zurzeit dabei, den Förderantrag beim LWL in Münster zu stellen. Geplanter Termin für die Veranstaltung wäre der 12. bis 14. Juli 2019. Bürgermeisterin Gabriele Grollmann sprach von einer guten Werbung für die Stadt. „Judith Kuckart hat über ihren Vater mit mir Kontakt aufgenommen.“ Für das Projekt, das unter dem Oberbegriff Heimat steht, würde Judith Kuckart eine Erzählung extra für Schwelm schreiben, mit Interessenten Orte in der Stadt besuchen. Denkbar sei ein Rundgang mit Start in der Kölner Straße und Endziel Rathaus. „Dazu wird es Eintrittskarten geben. Wir finden das Projekt spannend“, so die Verwaltungschefin.

Das zweite mögliche Projekt stellte Archivar Jens Möllenbeck vor. Die 100. Wiederkehr zum Tag des Kriegsendes 1918 nimmt er zum Anlass, einen Teil des Fundus vom Stadtarchivs rund um das Thema Erster Weltkrieg und Kaiserzeit der Öffentlichkeit zu präsentieren. Unter dem Stichwort „Zeitzeugen“ hofft der Archivar auch auf die Unterstützung der Bürger.

Ehrenamtler und Archiv-Benutzer sollen ab April auf die Möglichkeit angesprochen werden, Schriftgut, Dokumente und dreidimensionale Exponate für eine Ausstellung dem Archiv zur Verfügung zu stellen, vorbehaltlich einer Prüfung des historischen Werts der Materialien.

Bereits im März will er erneut Kontakt mit der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule und dem Märkischen Gymnasium aufnehmen, um weitere Anknüpfungspunkte der Schulen zwischen Geschichtsunterricht und Stadtarchiv auszuloten. Im Juli soll das Ausstellungskonzept entwickelt und die Ausstellung in den Terminkalender von Haus Martfeld eingebettet werden. Ein möglicher Ausstellungstermin sollte zeitnah zum 9. November gewählt werden.

Eine weitere Mitteilung betraf die Bronzeplastik das „Mädchen auf der Schildkröte“, die 2012 aus Sicherheitsgründen ihren Standort im Bahnhofspark verlassen musste und bis heute im Haus Martfeld eingelagert ist (wir berichteten). „Die Skulptur wird nun, dank einer großzügigen Spende, zeitnah einen neuen Standort im Haus Martfeld finden“, teilte Evalena Greif den Mitgliedern des Kulturausschusses mit.

Darüber hinaus gibt es Änderungen im Veranstaltungskalender für das laufende Jahr: Der Kunstmarkt am Haus Martfeld findet am 10. Juni zwischen 11 und 17 Uhr statt; „Umsonst & Draußen“ heißt es am 6. Juli am Haus Martfeld; das Folklorefest findet nun am 7. Juli auf dem Märkischen Platz statt; ein Open-Air-Kino gibt es am 20. Juli am Haus Martfeld. Eine Komplettabsage gab es allerdings auch: „Der Weihnachtszauber am Haus Martfeld kann aus finanziellen Gründen dieses Jahr leider noch nicht realisiert werden“, so Evalena Greif .

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