Schwelm-Center

Neuer Anlauf für das Schwelm-Center

Das Schwelm Center soll für 10 Millionen Euro modernisiert werden. Der ehemalige Kaufhof gehört nun der Firma Kintyre in Frankfurt.

Foto: Bernd Richter

Das Schwelm Center soll für 10 Millionen Euro modernisiert werden. Der ehemalige Kaufhof gehört nun der Firma Kintyre in Frankfurt. Foto: Bernd Richter

Schwelm.   Die Zukunft des Schwelmer Einkaufscenters steht noch in den Sternen. Bürgermeisterin und Beigeordneter äußern sich zu den Plänen.

Pleiten, Pech und Pannen haben die Schwelmer mit den Besitzern der Filetgrundstücke in der Innenstadt während der vergangenen Jahre mehr als genug erlebt.

Nachdem die wunderschönen Pläne, wie die Firma Kintyre das Schwelm-Center für zehn Millionen Euro in ein Vorzeigeobjekt verwandeln wollte, geplatzt sind, gibt sich die Stadtspitze nun zurückhaltend, was die Pläne des neuen Besitzers (wir berichteten) anbelangt.

Zukunftsplanung der Innenstadt

Die neuen Eigentümer – ein familiengeführtes deutsches Unternehmen – waren nun zu Besuch im Rathaus, um erste Gespräche über die Pläne für das Gebäude zu führen und mit Beigeordnetem Ralf Schweinsberg sowie Bürgermeisterin Gabriele Grollmann die städtischen Pläne für die zukünftige Entwicklung der Innenstadt abzusprechen.

„Es war angenehm, nicht sofort mit Powerpoint-Präsentationen überhäuft zu werden. Der neue Besitzer macht einen sehr bodenständigen Eindruck“, sagt Schweinsberg auf Nachfrage.

Sanierungsstau im Parkhaus

Dass an dem alten Gebäude und dem maroden Parkhaus ein enormer Sanierungsstau herrscht, steht außer Frage, doch fertig ausgearbeitete Pläne, was mit der Immobilie, in der neben Rewe aktuell auch Deichmann, C&A, Tedi sowie Kik beheimatet sind, passieren soll, existieren noch nicht.

Planungen für das Schwelm-Center hat es während der vergangenen Jahre zahlreiche gegeben, die auch zukünftig interessant sein könnten. Eine Komplettvermietung an Geschäfte stehe dabei ebenso zur Debatte wie die Vermietung der oberen Etage beispielsweise an Ärzte.

Abriss und Neubau sind ausgeschlossen

Nur eines – so viel verrät Ralf Schweinsberg – könne zu einhundert Prozent ausgeschlossen werden: ein Abriss und ein Neubau. „Wir haben klare Signale, dass im Bestand gearbeitet werden soll“, sagt der Beigeordnete.

Er ist im Anschluss an das Gespräch in der Chefetage des Rathauses noch gemeinsam mit den neuen Besitzern sowie dem städtischen Fachbereichsleiter Planen und Bauen, Wilfried Guthier, zur Besichtigung vor Ort gewesen.

Keine Insellösung

Im Laufe der Gespräche soll der Unternehmer klar geäußert haben, keine Insellösung entstehen lassen zu wollen.

„Er hat gesagt, dass er mit uns gemeinsam arbeiten will, um das Zusammenspiel von seinem eigenen Projekt, der Neubebauung auf dem Brauereigelände und der Neugestaltung der Fußgängerzone so gut wie möglich zu gewährleisten“, sagt Ralf Schweinberg und betont, dass das Unternehmen Erfahrungen auf diesem Bereich habe und erst an die Öffentlichkeit treten werde, wenn tatsächlich alles in trockenen Tüchern ist.

Gespräche mit der Bürgerschaft

Dann sollen auch Gespräche mit der Bürgerschaft anstehen, um zu erörtern, was die Schwelmer sich für ihre Innenstadt zukünftig wünschen.

Das Immobilien-Management der Stadt Schwelm beschäftige sich seit Langem im Rahmen seiner Möglichkeiten intensiv mit dem Schwelm-Center und auch beim neuen Besitzer laufen die Planungen im Hintergrund auf Hochtouren.

Objekt für US-Unternehmen entwickelt

Dies war bereits bei den Leuten von Kintyre der Fall, die zunächst das Objekt für ein US-Unternehmen entwickelten, und auch als es mehrfach weiterverkauft wurde – zum Schluss an eine Firma aus Luxemburg – noch für die Planungen zuständig waren.

Es lagen schon Grafiken vor, eine Zehn-Millionen-Euro-Investition war versprochen. Daraus wurde bekanntlich nichts. Auch ein Grund für die optimistische Zurückhaltung, die derzeit in der Stadtspitze herrscht.

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