Lauf- und Wandertag

„Rund um Ennepetal“ so weit die Füße tragen

An den Verpflegungsständen herrschte zweitweise Hochbetrieb.

An den Verpflegungsständen herrschte zweitweise Hochbetrieb.

Foto: Angelika Trapp

Ennepetal.   Mehr als 340 Läufer, Wanderer und Walker waren gut gelaunt beim 11. EN Bürgermeister Lauf- und Wandertag unterwegs.

Auch ein langer Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Wie viele Schritte das „Wanderherz Störring“ bisher auf dem Bürgermeister-Lauf- und Wandertag zurückgelegt hat, weiß er natürlich nicht. Aber er weiß, dass jedes Mal auf der 56-Kilometer-Tour rund drei Kilo „weggeschmolzen“ seien. „Wandern ist gut geeignet, um Gewicht zu verlieren.“ Es war der 11. EN Bürgermeister-Lauf- und Wandertag, der am Sonntag stattfand – und seit der ersten Veranstaltung begleitet Jost Störring mit Heinz Ehmann die lange Strecke.

Sie mussten früh aus den Federn. „Der Wecker klingelte bei mir um 3.30 Uhr“, so Störring, dessen rund 90-köpfige Wandergruppe um 6.15 Uhr an der Heilenbecke startete. Frisch und munter kamen sie an der Verpflegungsstation, dem Bahnhof Ennepetal/Gevelsberg, an. Die, die komplette Strecke bewältigen wollten, sprühten vor Optimismus, wie Frank Wittig, Claudia Steinemann sowie Gerson Wieberneit, dessen Frau Petra ab Bahnhof zur Gruppe stieß. „Wir laufen, so weit uns die Füße tragen“, sagte Claudia Steinemann.

Tolle Eindrücke und Gemeinsamkeit

Jost Störring und Alt-Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen „spielten“, wie schon im letzten Jahr, die Besenmänner, gaben Acht, dass keiner „vom Wege abkam“ oder zurückblieb. Man werde sich nun als internationale Besenmänner bewerben, lachten die beiden vergnügt. Bürgermeisterin Imke Heymann wanderte eine Teilstrecke mit. Jost Störring freute sich über die Teilnehmerzahl von etwa 340 Personen. Die Teilnehmer haben tolle Eindrücke gewonnen, sportliche Gemeinsamkeit erleben dürfen. Und zahlreiche Vierbeiner haben den Tag wohl ebenso genossen.

Ein Kind der Wandergruppe „Rund um Ennepetal“ um Jost Störring ist der Bürgermeister Lauf- und Wandertag. Der Rundweg, immerhin 56 Kilometer, wurde erlaufen, „erwalkt“, erwandert. Alle, ob jung oder alt, waren angesprochen, sich an diesem Tag gemeinsam zu messen. Diejenigen, die sich morgens früh kurz nach 6 Uhr an der Heilenbecker Talsperre trafen, konnten den Weg komplett bestreiten. Die insgesamt fünf Teil-Strecken waren allerdings frei wählbar und zwischen zehn und 13 Kilometer lang.

Zentraler Veranstaltungsort war das Bremenstadion. Von dort konnte man in die Natur ausschwirren. Die Aktiven wurden zum jeweiligen Startpunkt einer Teilstrecke befördert und auch wieder zurück zum Stadion gebracht. Zu den Stationen neben Heilenbecke und Bahnhof Ennepetal, wo auch Rast eingelegt wurde, gehörten noch Hasperbach am Ahlberg und Peddenöde sowie Meier am Külchen, wo Hans-Gerd Bangert und Ehefrau Renate seit zehn Jahren die Sportlichen mit Energie spendender Nahrung versorgen. „Wir machen das gern, wir kriechen dann eben frühzeitig aus dem Bett“, so Bangert.

Viele Helfer im Einsatz

Am Bahnhof Ennepetal wurden die Wanderer von Mitgliedern der Skigemeinschaft betreut. Obst, Müsli und Getränke lagen griffbereit. Und im Vereinsheim am Bremenplatz hatte beispielsweise Linde Sichelschmidt für leckeren Kokos-Kuchen gesorgt.

Einsatz brachte auch das DRK. Mit 16 Helfern begleiteten die Rettungskräfte das Teilnehmerfeld, sagte Dietmar Höpfner vom DRK.

„Wir versprechen jedem, der sich an einer derartigen Wanderung noch nicht beteiligt hat, wunderbare Eindrücke, weil er so sein Ennepetal durch die Gesamtumrundung durch beeindruckende Aussichten kennenlernt“, betonte Jost Störring. „Ja, es war toll, klasse! Ich habe das erste Mal teilgenommen und bin begeistert“, schwärmte Läuferin Isabella Kruzycki. Wanderer Manfred Cramer hatte sich extra neue Socken gekauft, verriet er lachend.

Der Läufertruppe, die Spätnachmittag an der Heilenbecke mit Schweißperlen auf der Stirn eintraf, dann im Bus Platz genommen hatte, sprang fröhlich noch einmal von den Sitzen, als es hieß: Bitte ein Foto...

Die Veranstaltung hatten die Stadt Ennepetal, die Sportfreunde, die Wandergruppe „Rund um Ennepetal“, die Skigemeinschaft und der TuS auf die Beine gestellt.

Insgesamt legten die 341 Aktiven am Sonntag 8551 Kilometer laufend, walkend oder wandernd zurück. 59 besonders Ausdauernde (18 laufend, 8 walkend und 33 wandernd) schafften sogar die gesamte Strecke von 56 Kilometern.

INFO:

Die Idee zu dem Lauf- und Wandertag Jost Störring vor einigen Jahren: Bin ich in der Lage, den Rundweg „Rund um Ennepetal“ mit einer Gesamtlänge von 56 Kilometern an einem Tag zu bewältigen? Er wollte diese Erfahrung nicht alleine machen, hat Wanderfreudige geworben. Im Januar 2004 fand die erste Trainingswanderung über zehn Kilometer statt; diese Distanz wurde jeden Monat um zehn Kilometer erhöht.

„Beim ersten Wandern hatten sich 66 Personen beteiligt, als es im Mai 2004 erstmals für uns ,Rund um Ennepetal’ hieß, waren noch 33 Aktive am Start“, erzählt Störring. Davon bewältigen 15 Leute die gesamte Strecke in 13 Stunden.“ Das sei die Geburt der Wandergruppe „Rund um Ennepetal“ gewesen. Seither habe man viele Wanderungen unternommen mit dem klaren Schwerpunkt: Wandern in unserer Region.

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