Rekord

Rekordbeteiligung beim Ennepetaler Bürgermeisterlauf

Die letzten Meter legen die Läufer und Wanderer über die Staumauer der Heilenbecker Talsperre zurück.

Die letzten Meter legen die Läufer und Wanderer über die Staumauer der Heilenbecker Talsperre zurück.

Foto: Angelika Trapp

Ennepetal.   Mehr als 500 Teilnehmer machten sich auf den Weg rund um Ennepetal bei der zwölften Auflage des Bürgermeister Lauf- und Wandertags.

„Diesen Weg auf den Höhn bin ich oft gegangen…“ – das Lied hätte Mitorganisator Jost Störring gut anstimmen können, denn er sei bisher bereits mehr als 20 Mal rund um Ennepetal gewandert. Nun wanderte er erneut die 56 Kilometer rund um seine Heimatstadt.

Der 12. Bürgermeister Lauf- und Wandertag fand am Sonntag statt und ab 6 Uhr standen so viele Mitwanderer wie noch nie an der Heilenbecker Talsperre in den Startlöchern. Dort gab Ehrenbürgermeister Friedrich Döpp den Startschuss und machte sich dann mit den Wanderern und Bürgermeisterin Imke Heymann auf die Socken, um die erste Teilstrecke, bis Meier am Külchen, zu bewältigen. Mit von der Partie war auch Ehrenbürgermeister Michael Eckhardt sowie Heinz Ehmann, Altbürgermeister Wilhelm Wiggenhagen und der ehemalige Marathonläufer Joachim Deglerk von den Sportfreunden Ennepetal.

Start erfolgt um 6 Uhr morgens

Die Teilnehmer, die ab 6 Uhr an der Heilenbecke starteten, mussten früh aus den Federn kriechen. Frohen Mutes kamen sie dennoch am Bahnhof Ennepetal/Gevelsberg an. Pfarrer Armin Kunze war mit der Walking-Gruppe unterwegs, wollte die komplette Strecke bewältigen. „Wenn es klappt“, rief der Pfarrer strammen Schrittes, „bin ich um 17 Uhr damit fertig – ich dann aber auch.“ Jost Störring und Wilhelm Wiggenhagen gingen als Besenmänner-Team am Ende der Wandertruppe. Die beiden passten auf, dass niemand zurückblieb.

Schon wenige Tage nach Anmelde-Aufruf hatten sich 163 Aktive angemeldet – und schließlich kamen mehr als 500 Teilnehmer zusammen. „Rekordbeteiligung!“, bilanziert das Organisations-Team.

Der Rundweg von 56 Kilometern wurde erlaufen, erwalkt, erwandert. Alle Bürger waren angesprochen, sich an diesem Tag gemeinsam zu messen. Diejenigen, die sich frühmorgens an der Heilenbecker Talsperre trafen, konnten den Weg komplett bestreiten beziehungsweise eine oder mehrere der fünf Teil-Strecken zwischen zehn und 13 Kilometern.

Frikadellen am Wegesrand

Der zentrale Veranstaltungsort war das Bremenstadion. Von dort konnte man in die Natur starten. Die Teilnehmer wurden zum jeweiligen Startpunkt einer Teilstrecke gefahren und auch wieder zurück zum Stadion gebracht. Zu den Stationen neben Heilenbecke und Bahnhof Ennepetal gehörten noch Hasperbach am Arlberg und Peddenöde sowie Meier am Külchen. Waren es dort Elke Vering sowie Hans-Gerd Bangert und Ehefrau Renate, die seit elf Jahren die Aktiven versorgen, war es an der Peddenöde Marion Ehmann, die seit zwölf Jahren selbstgemachte Frikadellen anbietet. Am Bahnhof Ennepetal wurden die Teilnehmer von Mitgliedern der Skigemeinschaft betreut. Die Rettungskräfte des DRK begleiteten das Teilnehmerfeld und trafen Absicherungsmaßnahmen an bestimmten Streckenabschnitten, erklärte Lehrrettungsassistent Carsten Meyer.

„Mit meiner Frauengruppe von My City werde ich“, so Barbara Mittag, „vom Ahlberg bis zur Peddenöde wandern.“ Intira Friedrich, die im vergangenen Jahr 46 Kilometer geschafft hatte und gar nicht sportlich sei, war erneut dabei. „Wenn ich keine Blasen bekomme, wandere ich die gesamte Strecke mit“, sagte die Schwelmerin. Die jüngsten angemeldeten Teilnehmerinnen waren Lina (acht Monate) mit Mama Jana Kubera und Nica (sechs Monate) mit Mama Julia Stoerring.

Viele Partner arbeiten zusammen

Die Läufergruppe, die am Spätnachmittag an der Heilenbecke eintraf, nachdem sie 56 Kilometer zurückgelegt hatte, sprühte immer noch vor Energie und Humor, als diese die letzten Meter über die Sperrmauer sauste.

„Die Veranstaltung funktioniert nur durch Mitwirkung der Sportfreunde, der Skigemeinschaft, des TuS Ennepetal, der Stadt Ennepetal und der Wandergruppe ,Rund um Ennepetal’, betonte Störring. „Das Organisationsteam hat auf unsere Erfahrung zurückgegriffen. Jahr für Jahr wurden die Pläne und Abstimmungen verfeinert. Nun, nach zwölf Veranstaltungen, können wir sagen, dass sich unsere Organisationsform bestätigt hat“, bilanziert Jost Störring.

INFOBOX

Besonderheit in diesem Jahr sei gewesen, dass sowohl die amtierende Bürgermeisterin Imke Heymann, Altbürgermeister W ilhelm Wiggenhagen (zum dritten Mal als Besenmann), Ehrenbürgermeister Michael Eckhardt, unter dessen Führung der Tag mit ins Leben gerufen wurde, und Ehrenbürgermeister Friedrich Döpp frühmorgens am Start, der Heilenbecke, waren.

Viele weitere Informationen und andere Wanderungen auf www.rund-um-ennepetal.com.

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