Sieben Touren durch die Stadt

Positive Resonanz auf Führungen zu Ennepetals Geburtstag

Pfarrer Armin Kunze vermittelt den Teilnehmern unter dem Motto „Dorfbarock“ in der Johanneskirche in Voerde Wissenswertes über das Gotteshaus und seine lange Geschichte. Die Führung ist eine von sieben verschiedenen, die in diesem Jahr zum Stadtgeburtstag angeboten werden.

Pfarrer Armin Kunze vermittelt den Teilnehmern unter dem Motto „Dorfbarock“ in der Johanneskirche in Voerde Wissenswertes über das Gotteshaus und seine lange Geschichte. Die Führung ist eine von sieben verschiedenen, die in diesem Jahr zum Stadtgeburtstag angeboten werden.

Foto: Roman Kruzycki

Ennepetal.  Die bisherigen Stadtteilführungen zum 70. Geburtstag Ennepetals sind auf positive Resonanz gestoßen. Initiator Roman Kruzycki ist sehr zufrieden.

230 Teilnehmer haben bislang an den so genannten „Dr.-Fuchs-Wanderungen“ teilgenommen, die der Voerder Chirurg und Heimatfreund Roman Kruzycki zum 70. Stadtgeburtstag ins Leben gerufen hat. Das sind etwa 18 im Schnitt. „Insgesamt bin ich damit sehr zufrieden“, lautet die Zwischenbilanz des Initiators nach 13 von 21 geplanten Terminen. Nicht zuletzt hatte er die Teilnehmer gebeten, Fragebögen auszufüllen, um zu erfahren, wie die Angebote angekommen sind. Die Rücklaufquote lag bei immerhin 30 Prozent, die meisten äußerten sich positiv.

Mit Aktiven aus den Heimatvereinen und der Initiative „Pro Rad EN“ gestaltete Roman Kruzycki sieben Führungen zu Fuß und mit dem Rad, bei denen die Teilnehmer unter fachkundiger Begleitung die Schönheiten der Stadt wahrnehmen und Wissenswertes zur Geschichte und den besuchten Orten erfahren können. Motto: „Willst Du mit mir gehen – Ennepetal gemeinsam entdecken“. Je zwei Wanderungen führen durch Milspe und Voerde, je eine Tour nimmt Rüggeberg und Altenvoerde in den Blick. Zudem bietet „Pro Rad EN“ eine Talsperrenfahrt an. Unterstützung gibt es von der Kluterthöhle und Freizeit GmbH & Co. KG, der Stadt sowie der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld.

„Die meisten Teilnehmer sind 60 Jahre und älter“, berichtet Roman Kruzycki. Fast ausschließlich wurden die Veranstaltungen mit den Noten „Sehr gut“ oder „gut“ bewertet, fast alle würden noch einmal teilnehmen. Die Älteren seien etwas kritischer, so Kruzycki. Viele Teilnehmer stellten ein Akustik-Problem fest: Die fachkundigen Begleiter würden zu leise sprechen oder der Verkehr sei zu laut. Es sollte besser abseits der Hauptstraßen gesprochen werden. Er versuche, eine Anlage mit Mikrofon für den Führer und Kopfhörer für die Teilnehmer, wie es Stadtführer vielerorts einsetzen, zu bekommen, erklärt Roman Kruzycki, der darauf hinweist, dass die meisten Teilnehmer durch die Tageszeitung oder Gespräche im Familien-, Bekannten- und Kollegenkreis von der Aktion zum Stadtgeburtstag erfahren hätten.

Schöne Begebenheiten

Kritische Anmerkungen gab es vereinzelt auch. So wurde einmal der Ausfall des vorgesehenen Kaffeetrinkens beklagt. „Es hat auch jemand auf den schlechten Zustand des Voerder Zönchens hingewiesen“, meint Roman Kruzycki. „Dafür können wir aber nichts.“

Bei den bisherigen Veranstaltungen habe sich schon manche schöne Begebenheit zugetragen, erzählt der Chirurg. So habe man beim Spaziergang durch Altenvoerde einen Schlenker in die Querstraße gemacht, wo er seine alte Praxis gezeigt habe. „Anwohner haben uns dort mit Getränken und Kuchen bewirtet“, so Kruzycki.

In Voerde, bei der das „zweitschönste Dorf Westfalens“ in den Blick genommen wird, habe besonders der alte Brunnen, der bei Abrissarbeiten an der Kinderarztpraxis von Dr. Tillmann Rümenapf entdeckt und den der Arzt zugänglich gemacht hat, die Teilnehmer begeistert. Beim nächsten Termin entfällt diese Station urlaubsbedingt leider.

Bei der jüngsten Führung unter dem Titel „Dorfbarock“ habe Pfarrer Armin Kunze Geburtstag gehabt. Die Gruppe habe ihm ein Ständchen gebracht, so Kruzycki. Der Pfarrer gibt bei der Veranstaltung in der Voerder Johanneskirche viele Informationen über die Geschichte des Gotteshauses.

„Gourmet-Führung“ geplant

Die Stadtführer hatten alle einen Ordner dabei, der Ausführungen zum entsprechenden Thema enthielt. Vor Ort wurden diese durch weitere Informationen oder auch „Dönekes“ ergänzt. Und jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde sowie dank der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld auch eine kleines Geschenk, das mit Ennepetal zu tun hat, wie etwa Bücher oder Grafiken. „Wer an fünf Führungen teilgenommen hat, bekommt übrigens auch noch ein besonderes Geschenk“, erklärt Roman Kruzycki.

In dieser Form werde es die Führungen in Zukunft nicht geben, sagt „Dr. Fuchs“. Doch die eine oder andere Tour solle schon stattfinden. Gedacht sei an längere Touren mit neuen Anlaufstationen am dritten Sonntag eines Monats. Und möglichst noch in diesem Jahr möchte Roman Kruzycki eine „Gourmet-Führung“ anbieten, zu Fuß und mit etwa fünf Stationen in Ennepetal.

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