Feuerwehr

Polizei: Verdacht auf schwere Brandstiftung in Schwelm

Einsatz in Schwelms Innenstadt. Mit leichten Verletzungen muss eine 35-Jährige anschließend im Krankenhaus behandelt werden.

Einsatz in Schwelms Innenstadt. Mit leichten Verletzungen muss eine 35-Jährige anschließend im Krankenhaus behandelt werden.

Foto: Bernd Henkel / WP

Schwelm.  Nach dem Wohnungsbrand am Mittwochabend in Schwelm ermittelt die Polizei wegen des Verdachts auf schwere Brandstiftung.

Sirenenalarm in Schwelm. Mit einen Großaufgebot eilten Feuerwehr und Polizei am Mittwochabend zu einem Wohnungsbrand in die Römerstraße. Beim Eintreffen der Helfer schlugen bereits die Flammen aus einer durch die Hitze geborstenen Fensterscheibe in den Nachthimmel. Mit dem Verdacht auf Rauchvergiftung wurde die 35-jährige Besitzerin der Wohnung in ein Krankenhaus gebracht. Da eine Straftat nicht ausgeschlossen werden kann, hat die Polizei die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung aufgenommen. Ergebnisse werden in den folgenden Tagen erwartet.

Während am Mittwochabend um 22.08 Uhr das „Heute Journal“ im ZDF die Menschen über die neuesten Ereignisse in Deutschland und auf der Welt informierte, heulten in Schwelm die Sirenen. Für die Mitglieder der Feuerwehr war an Schlafen nicht mehr zu denken. Sie wurden zu einem Zimmerbrand in ein Mehrfamilienhaus in der Römerstraße gerufen. Der Einsatzbefehl: „Wohnungsbrand - Menschenleben in Gefahr“ .

Beim Eintreffen der Wehr hatten sich zum Glück bereits die vier Bewohner des Fachwerkhauses selbst in Sicherheit bringen können. Auch ein Hund konnte aus einer Erdgeschosswohnung des verrauchten Mehrfamilienhauses, das insgesamt von vier Menschen bewohnt wird, gerettet werden. Das Wohn- und Geschäftshaus wurde nach Abschluss der Löscharbeiten von der Polizei versiegelt, die vier betroffenen Bewohner kamen laut Auskunft der Feuerwehr noch in der Nacht bei Freunden und Bekannten unter.

Vollalarm für die Feuerwehr Schwelm

Die 35-jährige Schwelmerin war laut Polizeibericht zum Ausbruch des Brandes nicht zu Hause. Bei ihrer Rückkehr gegen 22 Uhr stellte sie ein Feuer im Wohnzimmer fest. Sie verständigte daraufhin die Nachbarn, verließ mit ihnen das Haus und informierte die Rettungskräfte. Als diese eintrafen, brannte die Wohnung im 2. Obergeschoss bereits in voller Ausdehnung. Da anfänglich noch Personen in der Brandwohnung und den weiteren Wohnungen des Hauses vermutet wurden, löste die Feuerwehr Vollalarm aus und im Stadtgebiet heulten die Sirenen.

Ein Zimmer zur Straßenseite stand beim Eintreffen der Feuerwehr im Vollbrand. Einsatzleiter Peter Mielke ordnete die Einsatzstelle in zwei Abschnitte. Sofort gingen Angriffstrupps unter Atemschutz mit C-Rohren zur Brandbekämpfung vor und durchsuchten die Wohnungen nach Personen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung mussten alle Wohnungen kontrolliert und dazu teilweise die Wohnungstüren gewaltsam geöffnet werden. Parallel wurde mit der Drehleiter ein Außenangriff vorbereitet sowie das Dach kontrolliert. Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Da es auch im Nachbarhaus zu einer leichten Verrauchung kam, erfolgte auch hier eine Kontrolle durch Trupps unter Atemschutz. Gleichzeitig wurde eine Überdruckbelüftung aufgebaut, um den Brandrauch aus dem Gebäude zu entfernen. Durch den schnellen Einsatz konnte ein Übergreifen des Feuers auf das Dachgeschoss oder andere Wohneinheiten vermieden werden.

Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 46 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen vor Ort. Weitere Einsatzkräfte standen zur Sicherstellung des Grundschutzes an der Feuer- und Rettungswache in Bereitstellung. Einsatzkräfte der Kreisfeuerwehrzentrale aus Gevelsberg-Silschede unterstützten mit der Bereitstellung von Atemschutzgeräten. Eingesetzt waren ehrenamtliche Einsatzkräfte aller Löschzüge, der Einsatzführungsdienst sowie die hauptamtliche Wachbesatzung. Der Einsatz war gegen 1.45 Uhr beendet.

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