Volkssternwarte

Planeten des Sonnensystems auf einen Blick

Hendrik Wölper, Geschäftsführer der Volkssternwarte, erklärte die Handhabung des Telekops.

Hendrik Wölper, Geschäftsführer der Volkssternwarte, erklärte die Handhabung des Telekops.

Foto: WP

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Ennepetal.  Pluto steckt auf dem AVU-Windrad in Herminghausen bei Rüggeberg, Saturn auf einem WDR-Sendemast in Hasperbach, Neptun in Zurstraße und in der Dorma-Krone auf dem Dorma-Hochhaus in Voerde hat sich Uranus seinen Platz erobert. Sie gehören zum Planetenmodell der Volkssternwarte Ennepetal auf dem Hinnenberg in Voerde und waren auch bei Nieselwetter am Wochenende vom Gelände der Volkssternwarte aus mit Teleskopen gut zu erkennen.

Die Erklärung dazu gab Hendrik Wölper, 2. Vorsitzender und Geschäftsführer der Volkssternwarte e.V. Obwohl das Wetter es mit den Sternguckern nicht gut meinte, kamen doch zahlreiche Besucher zum Hinnenberg. In schöner Atmosphäre gab es viele Informationen, Kaffee, Kuchen und Würstchen, und der Kinderschutzbund bot ein Programm für ganz junge Besucher – man beging das 40jährige Bestehen der Volkssternwarte.

Planeten hinter Wolken versteckt

Klaus Becker, der Vorsitzende des Sternwartevereins, erklärte in kindgerechten Vorträgen alles über unsere Sonne. Nur durch das große Teleskop konnten die Besucher die Sonne nicht ins Visier nehmen, auch die Galaxien, Monde und Planeten blieben unentdeckt, weil eine dicke Wolkendecke sie verbarg.

Schon am Samstagmorgen hatten die Mitarbeiter der Volkssternwarte festgestellt, dass das Programm anlässlich des 40-jährigen Bestehens umgeworfen werden musste, „nachdem uns der Sommer letzte Nacht verlassen hatte“. So wurden laufend Vorträge mit Bildern und Filmen angeboten, Klaus Becker erzählte die Geschichte des Vereins, und wer sie in Bildern erleben wollte, konnte das auch. In Endlosschleife waren sie zu sehen.

Hendrik Wölper hielt Vorträge über das Planetensystem, das am Samstag offiziell vorgestellt wurde. Der stellvertretende Bürgermeister Jens Knüppel war dabei, als die erklärende Tafel am Vereinsheim enthüllt wurde.

Wer übrigens den zum Modell gehörenden Jupiter sehen will, braucht kein Teleskop der Volkssternwarte nutzen. Mit guten Augen sieht man ihn abseits der Volkssternwarte vom Hinnenberg aus am Rande eines Waldes in Richtung Gevelsberg/Haspe. Klaus Becker und Hendrik Wölper führten Gästegruppen zum Aussichtspunkt. Der Mars übrigens befindet sich direkt am Gelände auf einer Wiese, hinterm Zaun.

Hendrik Wölper kennt alle Planetenstandorte aus nächster Nähe. Er brachte die kleinen Schilder an, unter anderem mit Hubwagen. Wölper stand auf dem Dach des Dorma-Hochhauses und kletterte auf Funkmasten, selbstverständlich mit Genehmigung. Das Projekt zeige bildhaft das Sonnensystem und mache wohl manchen Betrachter nachdenklich über unsere Mutter Erde“, erklärt Wölper.

Wer zu Fuß zum Hinnenberg gekommen war, erlebte noch etwas Schönes: Nebelschwaden stiegen aus den Tälern, und beim Bauernhof Böllhoff gegenüber stand ein Pferd schattenhaft auf der Wiese. So schön kann unser Planet sein.

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