Kultur

Musikalischer Streifzug durchs Kino

Foto: WAZ FotoPool

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Gevelsberg. Schön – der Klang eines Saxophons. Noch schöner klingt ein ganzes Saxophonorchester. Diesem lauschten am Samstagabend die zahlreich erschienenen Besucher des Benefiz-Neujahrskonzerts in der Aula West in Gevelsberg.

Bereits zum vierten Mal hatte der Lions Club Ennepe-Ruhr e.V. mit dem Wuppertaler Saxophonorchester „Sax For Fun“ unter der Leitung von Thomas Voigt zu seiner Traditionsveranstaltung eingeladen. Die Einnahmen sind zugunsten behinderter Menschen, Migranten, Lernhilfen und des Kinderschutzbundes gedacht, was Gevelsbergs Bürgermeister Claus Jacobi – selbst Mitglied im Lions Club und sein amtierender Präsident – beim Entree noch einmal betonte. „Jetzt wollen wir aber Musik hören“, leitete er das musikalische Event ein, und Teil 1 des Konzerts konnte beginnen: Musik vom Konzertorchester.

Die Musiker verursachten mit ihren Instrumenten sogleich ein Brummen und einen wohligen, ausfüllenden Klang. Während der Boden in der Aula West vibrierte, zeigte Thomas Voigt, was in seiner Truppe steckt, und dirigierte „einen Querschnitt durch Film- und Fernsehmusik“. Nach den ersten Tönen scherzte er bereits mit dem Publikum: „Für den Anfang schon verdammt viele Töne auf einmal“.

Ja, und es sollten noch einige folgen. Das Konzertorchester gab unter anderem „La Strada“ zum Besten, ein Stück mit einer ins Ohr gehenden Melodie, sowie „The Mask of Zorro“ von James Horner. Für diejenigen, die sich gerne mal einen Ouzo gönnen, war auch etwas Griechisches dabei: „Zorba’s Dance“. Gar nicht so einfach zu spielen, wenn man bedenkt, dass es sich um ein immer schneller werdendes Stück handelt. Thomas Voigts „Sax For Fun“ feiert dieses Jahr sein zwanzigstes Jubiläum. „Es erfordert eine Menge Arbeit, Musik für unsere Instrumente umzuschreiben. Wir machen uns die Mühe“, erklärt sich Thomas Voigt den gebührenden Erfolg.

Kinderorchester „Concertino“

An Perfektion und musikalischer Hingabe stand auch das Kinderorchester „Concertino“ den Großen in nichts nach. Die 25 Kinder in rot-schwarzem Outfit, unter Leitung von Melanie Anker, spielten Stücke wie „The Pink Panther Theme“ und legten rhythmisch elegant das Thema von „Mission Impossible“ hin. Vom Schlagzeug begleitet und neben Schnips-Einlagen brillierte das Kinderorchester – eine Live-Aufnahme wäre soundtechnisch am Samstagabend wohl drin gewesen.

Das findet auch Besucher Hartmut Kuhn aus Wuppertal, der bisher jedes Mal für das Konzert in die Aula gekommen ist: „Es ist immer wieder schön, auch mit den Kids.“ Kurz vor Pausenende merkte dieser noch erwartungsvoll an: „Jetzt wird es bestimmt noch klangvoller“, womit das richtige Stichwort gefallen ist.

Klangvoll ist kaum ein Ausdruck dafür, was passiert, wenn das „Große Orchester“, „The Century-Fox Fanfare“ ertönen lassen. Die meisten werden dies wohl vom „Filmegucken“ kennen – nur in etwas leiser. „Ol‘ man river“ von Jerome Kern überzeugte die Zuhörer, genauso wie „Gladiator“ von Hans Zimmer und Lisa Gerrard. Die Besucher, die sich nicht recht auskannten, nahm Thomas Voigt interaktionsweise an die Hand, und zeigte wie vielseitig Saxophonmusik doch ist. Mit der Performance von „The Feather Song“ aus dem Film „Forrest Gump“ ist wohl bewiesen, dass ein so großes Blasorchester auch zärtlich spielen kann.

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