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Kunstrasenplatz in Schwelm soll im Herbst fertig sein

Der Sportplatz An der Rennbahn soll bis zum Herbst vom Ascheplatz in einen Kunstrasenplatz umgebaut werden. Foto:Jens Pommerenke / AirPictures.de

Der Sportplatz An der Rennbahn soll bis zum Herbst vom Ascheplatz in einen Kunstrasenplatz umgebaut werden. Foto:Jens Pommerenke / AirPictures.de

Schwelm.   Die Verwaltung hat in der jüngsten Sitzung des Sportausschusses über den Planungsstand zum Umbau des Sportplatzes "An der Rennbahn" berichtet.

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Was den Umbau der Sportanlage An der Rennbahn betrifft, hat die Stadt Schwelm als Auftraggeber noch einmal ihre Taktik konkretisiert: Alle Planungen werden so geführt, dass spätestens am 30. März der Rat auch die Mittel für die auszuführenden Arbeiten freigibt. Aus gutem Grund: Spätestens im Herbst soll die Anlage fertig sein.

„Ende September muss der Platz in trockenen Tüchern sein“, erklärte Andreas Tolksdorf, Leiter des Fachbereiches Sport/Bildung bei der Stadt Schwelm, im Sportausschuss, wo der Umbau der „Rennbahn“ eines der Themen war. Und das mit den trockenen Tüchern sei durchaus wörtlich gemeint. Denn: Um auf den letzten Metern nicht noch Probleme mit dem Wetter zu bekommen, sollte die Abnahme der neuen Anlage „final im Oktober“ erfolgen, meinte Tolksdorf. Das ist dem Vernehmen nach gut zu schaffen, wenn im April/Mai mit dem Umbau begonnen würde, was genau so auch geplant ist, wie der Fachbereichsleichter im Ausschuss noch einmal bestätigte.

Zwei Kunstrasentypen werden in Betracht gezogen

Planerisch sei man gerade dabei, die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Aktuell werde die Entscheidung für einen von zwei in Betracht gezogenen Kunstrasentypen getroffen. Das Ergebnis könne er noch nicht sagen.

Die Firma Vennegeerts aus Herdecke, die mit den Planungen beauftragt wurde, habe dabei auch die umliegenden Bäume im Blick, erklärte Tolksdorf. Gemeint war damit, ob der ein oder andere Baum dem Sportplatzumbau weichen müsse. Das Ergebnis liegt laut Tolksdorf noch nicht vor. Zum Verständnis: Laub und kleine Äste können sich zwischen den Kunststoffhalmen des Kunstrasens festsetzen, was dem Belag zusetzt und auf Dauer schädigt. Ratsherr Johnnie Weidner (SPD) hatte das Thema in der Sitzung angesprochen.

Die technische Bodenuntersuchung ist vergangene Woche wie geplant erfolgt. Das Ergebnis, und damit die Antwort auf die Frage, ob der Untergrund beim Verlegen der neuen Drainage Probleme bereiten wird, liegt aber noch nicht vor. Dies erklärte am Donnerstag Thomas Striebeck vom zuständigen städtischen Immobilienmanagement. Als nächstes komme jetzt der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung, der das Areal untersuchen und dem ganzen Vorhaben Grünes Licht geben muss. Striebeck geht von einer zügigen Antwort aus Arnsberg aus.

Bis Ende März wollen die städtischen Planer auch die Frage geklärt haben, was mit dem Kabinentrakt wird, also ob er erweitert oder möglicherweise sogar neu gebaut werden muss. „Mein Wunsch ist es, im Bestand zu arbeiten“, erklärte noch einmal Striebeck. Das sei günstiger und schneller zu realisieren. Ergebnis der Gespräche mit den Vereinen und Sportlern war bekanntlich, dass in Zukunft vier statt jetzt zwei Kabinen zur Verfügung stehen müssen, um den Trainings- und Spielbetrieb im gemeinschaftlichen Nebeneinander auf der Sportanlage zu ermöglichen.

Gegenseitige Rücksichtnahme

Mit Vereinen, Stadtsportverband und Schulen abgestimmt ist inzwischen auch der spätere Belegungsplan. Montags bis freitags ist der Platz von 8.30 bis 16 Uhr für den Schulsport reserviert. Danach, ab 16.30 Uhr, startet der Trainingsbetrieb für die Fußballmannschaften bzw. am Montag für den Stadtsportverband bzw. fürs Sportabzeichen (bis 20 Uhr). Am Dienstag und Donnerstag teilen sich Fußballer und Leichtathleten den Platz. Bei verlängertem Schulbetrieb wird dies in Absprache mit den Vereinen koordiniert. Nachholspiele der Fußballer sollen mittwochs oder freitags ausgetragen werden, und generell gilt: Der Ballsport hat Rücksicht auf die Leichtathleten zu nehmen.

Untereinander abgesprochen ist auch die Belegung am Samstag und am Sonntag, wenn auf dem Sportplatz Meisterschaften und Wettkämpfe ausgetragen werden. Überschneidungen gibt es im Mai und September, wenn sowohl Fußballer wie auch Leichtathleten (Kadertraining) den Platz nutzen. Zu einem späteren Zeitpunkt noch zu klären, sind die Überschneidungen im Juli, wenn die Fußballer mit ihren Saisonvorbereitungen beginnen. Wie Fachbereichsleiter Tolksdorf noch einmal bestätigte, seien die Abstimmungen der Vereine und Sportler untereinander sehr konstruktiv und harmonisch verlaufen. Die Projektgruppe, in der auch die Schulen und die Verwaltung vertreten waren, hatte sich bisher dreimal getroffen.

Abgestimmt sind auch Lösungen während der Bauzeit. Die Schulen können mit ihrem Sportunterricht auf den Sportplatz Rote Berge ausweichen. Sportfeste oder andere größere schulische Veranstaltungen können im Bremenstadion in Ennepetal stattfinden. Die Klutertstadt habe das dankenswerter Weise angeboten, was bereits von zwei Schwelmer Schulen in Anspruch genommen wird, wie Fachbereichsleiter Andreas Tolksdorf erklärte.

Die SHS-Kickers kommen beim VfB Schwelm unter, während die Leichtathleten und der Stadtsportverband (Sportabzeichen) in der Bauzeit improvisieren müssen. Sie können zwar den Sportplatz Rote Berge mitnutzen und sollen während der Arbeiten den unteren kleinen Platz An der Rennbahn mehr in Anspruch nehmen. Die Lösung wird aber verbunden bleiben mit der Notwendigkeit eines Fahrdienstes und der Frage nach ausreichenden Umkleidemöglichkeiten.

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