Gerbracht

Kreative Expansion nach Goldener Schallplatte

Die Schwelmer Firma Gerbracht freut sich über ihre erste Goldene Schallplatte: Olaf Reinwald, Marc Sieper, Matthias Kampschulte, Viola Kampschulte Rainer Schmidt und Andreas Fink (von links)). Übrigens ist nicht alles Gold, war glänzt: Der Grundkörper der Goldenen Schallplatte ist eine echte Vinyschallplatte, die mit einer hauchdünnen Schicht Messing bedampft worden ist.

Die Schwelmer Firma Gerbracht freut sich über ihre erste Goldene Schallplatte: Olaf Reinwald, Marc Sieper, Matthias Kampschulte, Viola Kampschulte Rainer Schmidt und Andreas Fink (von links)). Übrigens ist nicht alles Gold, war glänzt: Der Grundkörper der Goldenen Schallplatte ist eine echte Vinyschallplatte, die mit einer hauchdünnen Schicht Messing bedampft worden ist.

Foto: WP

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Schwelm.  Goldene Schallplatte für Firma Gerbracht Industrieschilder: Viola und Matthias Kampschulte freuen sich über diese Auszeichnung. Aber das Singen haben der Geschäftsführer der Firma Gerbracht und seine Frau deshalb nicht angefangen. Die Scheibe gab es vielmehr für 150.000 verkaufte Hörbücher der Hörspielreihe Geisterjäger John Sinclair (diese Zeitung berichtete). Und die war diesmal nicht in einem normalen Rahmen eingebettet, sondern wurde, stilecht für einen Geisterjäger, in einem kleinen Holzsarg überreicht. Ein Anreiz für die Schwelmer Firma in einer Nische zu expandieren.

Kampschulte sieht Potenzial

Die Goldene Schallplatte ist quasi ein Produkt Made im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis. Marc Sieper verantwortet den Hörbuchbereich des Bastei-Lübbe-Verlags und ist gebürtiger Ennepetaler. Olaf Reinwald stammt ebenfalls aus der Region und spielt bei der Schwelmer Band Sixpack Schlagzeug. Durch seine persönliche Bekanntschaft mit Matthias Kampschulte lag eine Zusammenarbeit nahe.

Die Holzarbeiten stammen aus der Schreinerei des Ennepetalers Thomas Holberg (wir berichteten). Und Plakette und Skeletthände aus Aluminiumguss stammen aus dem Schwelmer Unternehmen Gerbracht, das seine Brötchen gewöhnlich mit der Anfertigung von Industrie-Gussschildern verdient. Verschiedene Karnevalsorden sind schon in dem Betrieb mit Sitz am Ochsenkamp und der Verwaltung in der Mittelstraße 21 entstanden. Auch die Schilder zum Zeichen der Städtefreundschaft zwischen Schwelm und Fourqueux stammen unter anderem von Gerbracht. „Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Kreativbereich weiter ausbaufähig ist“, sieht Matthias Kampschulte in dieser Nische Wachstumspotenzial für sein Unternehmen.

An kreativen Köpfen mangelt es den Schwelmern nicht. Rainer Schmidt, Designer und Modellbauer bei Gerbracht, hat mit Unterstützung des Verlags die entsprechenden gießfertigen Entwürfe geliefert, die dann im Betrieb umgesetzt wurden. Eine besondere Herausforderung stellten die Skeletthände dar. „Hier musste unser Andreas Fink sein gesamtes gusstechnisches Know-how einbringen, um die Hände vernünftig darstellen zu können“, sagt Matthias Kampschulte. Um den perfekten Sitz an der Sargoberfläche sicherzustellen, passte zum Schluss Rainer Schmidt noch einmal die Hände an.

Matthias Kampschulte lobt die gute Zusammenarbeit mit Thomas Holberg und das perfekte Timing zwischen allen Beteiligten. Die Verlagsvertreter Marc Sieper und Olaf Reinwald hätten allen Beteiligten freie Hand gegeben und jederzeit mit Rat und Hilfestellung zur Seite gestanden. „Wir sind stolz darauf und freuen uns, dass der Verlag uns ebenfalls für unseren Beitrag mit der Verleihung einer Goldenen Schallplatte auszeichnet“, so Matthias Kampschulte. Das gute Stück wird nun die Büros in der Verwaltung an der Mittelstraße zieren.

THW kommt in die Nachbarschaft

Das Unternehmen Gerbacht Industrieschilder mit 17 Mitarbeitern blickt auf eine lange Tradition zurück. Es wurde 1949 gegründet, feiert im kommenden Jahr sein 65-jähriges Bestehen. 2012 wurde die Gießerei von Sundern-Armecke zurück nach Schwelm geholt. Dafür hatte Gerbracht am Standort Ochsenkamp 1500 Quadratmeter zusätzliche Fläche gekauft, damit am Standort Schwelm das Firmengeschäft konzentriert werden konnte.

In direkter Nachbarschaft wird übrigens im September 2015 das Technische Hilfswerk (THW) Quartier beziehen. Zurzeit ist das THW-Ortsverband Schwelm noch auf dem Josefshof an der Königsfelder Straße in Ennepetal an der Stadtgrenze zu Schwelm zu Hause.

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