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Krankenschwester aus Ennepetal grüßt von Bussen und Plakaten

„… und für wen schlägt Dein Herz?“ Das Bild von Sandra Benfer aus Ennepetal prangt groß auf Bussen und auf Plakaten.

„… und für wen schlägt Dein Herz?“ Das Bild von Sandra Benfer aus Ennepetal prangt groß auf Bussen und auf Plakaten.

Foto: Privat / WP

Ennepetal.  Krankenschwester Sandra Benfer aus Ennepetal ist momentan auf vielen Plakaten und Bussen zu sehen. Sie hat uns ihre Geschichte erzählt.

Wenn Sandra Benfer morgens mit dem Pkw von Milspe zum Agaplesion Allgemeines Krankenhaus (AKH) am Buschey in Hagen fährt, dann kann sie sich oft mehrmals sehen. Ihr Bild prangt von vielen Bussen der Hagener Straßenbahn, auch an denen, die den Milsper Busbahnhof oder den Bahnhof Gevelsberg anfahren. Und passiert Sandra Benfer den Haupteingang des großen Krankenhauses, sieht sich fast lebensgroß. Auch jeder Besucher, der dort rein oder rausgeht, kann sie nicht übersehen. Und in einigen Büros des Hospitals lächelt sie von der Wand – immer mit einem großen blauen Herzen in der Hand. Dieses Blau ist die Farbe des Agaplesion AHK.

Krankenschwester aus Ennepetal vor der Kamera

Das Motto der Aktion, die da lautet „...und für wen schlägt dein Herz?“ ist eine groß angelegte Personalpflegekampagne. Das Krankenhaus sucht Mitarbeiter. „Komm in unser Team“, heißt es unter dem Foto. Acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus ganz verschiedenen Bereichen des Hagener Krankenhauses, darunter auch die Ennepetaler Krankenschwester Sandra Benfer (44), standen vor der Kamera der Fotografin Julia Wormstall.

Wie kam Sandra Benfer dazu? Ein Team des Krankenhauses ging auf Gesichtersuche. Maren Esser (Leiterin Unternehmenskommunikation Regionalleitung NRW) fragte schließlich die Krankenschwester aus Ennepetal: „Würdest Du dich fotografieren lassen?“ Ohne lange zu überlegen antwortete Sandra Benfer: „Mach‘ ich!“

Geschminkt wie ein Model

Im Januar ging es los. Fotografin Julia Wormstall hatte einen Raum im Krankenhaus zum Fotostudio umgewandelt. „Als ich eintrat, wurde es mit schon mulmig“, erzählt Sanda Benfer. „Diese Scheinwerfer, diese Technik.“ Mehrere Stunden lächelte sie mit neuer Dienstkleidung versehen, teils mit Kolleginnen und einem Kollegen für Gruppenfotos, oft aber solo in die Kamera und hielt das blaue Herz. „Das hatte ein ganz schönes Gewicht“, sagt sie heute.

Professionell geschminkt wurde sie von einer Visagistin. Von „Supermodels“ schreibt später die Mitarbeiterzeitung „AHK aktuell“. Als Sandra Benfer noch geschminkt als Model nach Hause in die Heimstraße kam, war es Ehemann Marcus, der auf den Auslöser seiner Kamera drückte. Sandra Benfer lacht und sagt: „Ich schmink’ mich ja sonst nicht, wenn ich zum Dienst fahre oder zurück komme.“

Als das Ehepaar im April mit dem Pkw durch Haspe fuhr, entdeckten die Benfers zum ersten Male ein großes Foto am Heck eines Busses der Hagener Straßenbahn AG. „Es war schon komisch“, sagen beide übereinstimmend. Felix, der fast 18-jährige Sohn, freut sich auch über die Aktion. Und Meike und Karl-Heinz Reisberg, die in Voerde wohnenden Eltern von Sandra Benfer, sowie die in Haspe lebende Oma, freuen sich ebenso, wenn sie das Foto entdecken. Meike Reisberg war ebenfalls Krankenschwester im AKH.

Blickfang am Krankenhaus

Seit dem 11. November ist Sandra Benfer auch Blickfang am Krankenhaus-Gebäude direkt an der Hauptverkehrsstraße. Wo bis vor kurzem noch das alte AKH-Emblem angebracht war, sorgt jetzt Sandra Benfer für Aufmerksamkeit und wirbt für den Pflegeberuf.

Freunde der Familie rufen die Benfers an und beglückwünschen Sandra. „Auch meine Kolleginnen und Kollegen finden das toll“, sagt die Krankenschwester, die sich keinen schöneren Beruf vorstellen kann. Im AHK fühle sie sich wohl. „Nach einem Praktikum habe ich da auch meine Ausbildung gemacht“, erzählt sie. Heute leitet sie als Krankenschwester eine Station.

Ehemann Marcus sagt es so: „Sandra ist eine taffe Frau und mit ganzem Herzen als Krankenschwester tätig.“

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