Stadtgeschichte

Im Spaziergang durch die Stadtgeschichte

Hans Hermann Pöpsel und Helma Fischer-Pöpsel präsentieren gemeinsam mit Bürgermeisterin Imke Heymann (Links) ihr Buch „Ein historischer Stadtrundgang durch unser schönes Ennepetal" .

Foto: Hartmut Breyer

Hans Hermann Pöpsel und Helma Fischer-Pöpsel präsentieren gemeinsam mit Bürgermeisterin Imke Heymann (Links) ihr Buch „Ein historischer Stadtrundgang durch unser schönes Ennepetal" .

Ennepetal.   Neues Buch von Helma Fischer-Pöpsel und Hans Hermann Pöpsel führt die Leser durch die Ortsteile

Mit einem neuen Buch laden Helma Fischer-Pöpsel und Hans Hermann Pöpsel zu besonderen Spaziergängen durch die Stadtteile ein. „Ein historischer Stadtrundgang durch unser schönes Ennepetal“ ist das bilderreiche Werk betitelt, das geschichtliches Wissen über viele sehenswerte Orte und Gebäude vermittelt.

Die Idee zu dem Werk hatte Helma Fischer-Pöpsel, als sie nach einer Knieoperation wieder langsam ans Laufen kam. „Immer nur über Meininghausen war langweilig“, erzählt sie. Das Buch „20 Wanderungen im Ennepe-Ruhr-Kreis“ habe sie dann darauf gebracht, dass man häppchenweise auch durch Ennepetal streifen könnte. Und so machte sie sich mit ihrem Mann, der Vorsitzender des Arbeitskreises Stadtgeschichte ist, ans Werk.

Orte, Gebäude und Ereignisse

Gegliedert nach Stadtteilen nimmt das Autorenpaar den Leser mit auf die Reise. An Haltepunkten, vom Kruiner Tunnel bis zum Felsenkeller, in dem der Klutert-Käse reift, stellen beide Dutzende Orte und Gebäude vor, über die es geschichtlich Interessantes zu berichten gibt. Zahlreiche historische Ansichten aus dem Fundus des Stadtarchivs sowie einige aktuelle Fotos, die Helma Fischer-Pöpsel beisteuerte, bebildern das Buch.

„Die Stadtteile führen immer noch ihr Eigenleben“, meint Hans Hermann Pöpsel. Es habe Spaß gemacht, sich damit zu beschäftigen. „Ich hatte vieles unter anderem aus meiner beruflichen Tätigkeit noch im Kopf“, erklärt der Historiker und langjährige Redakteur der Westfälischen Rundschau. „Wir haben aber auch vieles nachlesen müssen“, sagt er. Einiges habe er in den „Ennepetaler Forschungen“ gefunden, die der Arbeitskreis Stadtgeschichte herausgibt. „Ich wohne seit 27 Jahren hier und kenne Ennepetal noch nicht ganz so genau“, erzählt seine Frau. „Für mich war es selber interessant, einige Dinge zu erfahren.“

Die Rundgänge sind so zusammengestellt, dass man sie im jeweiligen Stadtteil bequem ablaufen könne, schreiben beide in ihrem Vorwort. In welchem Ortsteil man beginne, sei jedem selber überlassen. „Natürlich können die hier vorgestellten historischen Punkte nur eine Auswahl sein und selbstverständlich spiegelt das Buch subjektive Einschätzungen – andere Mitbürger oder Sie als Leser hätten vielleicht andere Orte oder Ereignisse beschrieben“, erklären die Autoren.

Die Eugen-Dicke-Parkanlage mit der markanten Villa am Milsper Bahnhof, der Bauernhof Haus Lohmann in Altenvoerde, die Evakuierung Voerdes, der historische Ortsteil Verneis (Hasperbach), der Lebensraum Breckerfelder Straße in Oberbauer, der Rüggeberger Marktplatz, die Ausflugslokale in Königsfeld sowie der alte Büttenberg und seine Straße sind einige Beispiele für die Gebäude, Orte und Ereignisse in den Stadtteilen, die die Autoren in den Blick genommen haben.

„Ich habe mich sehr gefreut, als ich dieses Buch gesehen habe“, meinte Bürgermeisterin Imke Heymann gestern, als sie das Werk mit Helma Fischer-Pöpsel und Hans Hermann Pöpsel vorstellte. Viele der beschriebenen Orte sehe man, mache sich aber keine Gedanken darüber. Nun fahre sie mit einem ganz anderen Blick daran vorbei. „Es ist wichtig, dass es Menschen gibt, die solches Wissen bewahren und dazu auch recherchieren“, so die Bürgermeisterin.

Das Buch ist das achte Werk zur Ennepetaler Stadtgeschichte von Hans Hermann Pöpsel. Vier davon gab er gemeinsam mit seiner Frau heraus. Das Buch knüpft von der Gestaltung her an das zuvor erschienene Buch „Interessante Menschen aus Ennepetal“ an.

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