Politik

Haushalt 2020 in Gevelsberg: Keine Steuererhöhung

Gevelsberg, Rathaus, Gevelsberger Rathausvorplatz, Vorplatz, 2018, Herbst

Gevelsberg, Rathaus, Gevelsberger Rathausvorplatz, Vorplatz, 2018, Herbst

Foto: Carmen Claudia Thomaschewski / WP

Gevelsberg.  Auch wenn der Haushalt der Stadt Gevelsberg für das kommende Jahr ein Defizit aufweisen wird: Steuererhöhungen sind nicht geplant.

Die gute Nachricht: 2020 kommen keine Steuererhöhungen auf die Bürger in Gevelsberg zu. Die schlechte: Auch der Haushalt für das Jahr 2020 weist ein Defizit aus. Kämmerer Andreas Saßenscheidt rechnet mit einem Minus von 3,2 Millionen Euro, versichert aber, dass keine Haushaltssicherung droht. Investiert werden soll trotzdem, und das in erheblichem Umfang – nämlich 36,26 Millionen Euro.

Der Bau der neuen Feuerwache, die Freibadsanierung, die Umsetzung der ersten Maßnahmen des Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzeptes: Die Stadt hat im kommenden Jahre einiges vor. Der Kämmerer betonte aber in der Ratssitzung, in die er den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr einbrachte: „Es bleibt natürlich planerisch sehr eng und Spielräume sind faktisch nicht gegeben.“ Er mahnte an, dass „ein knapp kalkuliertes Defizit und alle planerischen Unwägbarkeiten unserer stetigen Aufmerksamkeit bedürfen.“

Planerisch sehr eng

Sowohl der Kämmerer Andreas Saßenscheidt als auch Bürgermeister Claus Jacobi formulierten das Bestreben und die Hoffnung, dass sich die Zahlen im Laufe des Jahres noch verbessern. Positives Beispiel sei der Haushalt 2018, dessen Ergebnis jetzt vorliegt. Ausgegangen war die Verwaltung von einem Defizit in Höhe von 3 Millionen Euro. Nach den Schlussrechnungen schlägt nun aber einen Plus von 1,4 Millionen Euro zu Buche.

Für das laufende Jahr sind die Prognosen nicht so optimistisch. Der Kämmerer geht davon aus, dass in diesem Jahr das Ergebnis wohl nicht nach oben korrigiert werden kann. Das geplante Defizit liegt bei 6 Millionen Euro, „und die aktuelle Bewirtschaftungslage gibt nicht die Hoffnung, dass dieses unterschritten werden kann“, so Saßenscheidt.

Das 814 Seiten umfassende Druckwerk wird jetzt in den jeweiligen Fachausschüssen beraten. In der Ratssitzung am 28. November soll ein Beschluss gefasst werden.

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