Umbau zu Naturerlebnisbad

Harte Arbeit statt Erfrischung im Ennepetaler Freibad

Das ehemalige Nichtschwimmerbecken wird derzeit bearbeitet. Es bildet das Fundament für den neuen Badebereich mit Sandstrand.

Das ehemalige Nichtschwimmerbecken wird derzeit bearbeitet. Es bildet das Fundament für den neuen Badebereich mit Sandstrand.

Foto: Hartmut Breyer

Ennepetal.  Eine erfrischende Abkühlung gibt es in diesem Jahr im Ennepetaler Freibad nicht. Dafür schwitzen Arbeiter beim Umbau zum Naturerlebnisbad.

Da, wo sonst bei Temperaturen wie in diesen Tagen Hunderte Erfrischung im kühlen Nass genießen und sich von der Sonne bräunen ließen, da schwitzen aktuell bedauernswerte Bauarbeiter. Das Freibad des „Platsch“ wird zum Naturerlebnisbad mit ökologischer Wasseraufbereitung umgebaut. Und so muss der Freibadbesuch in Ennepetal in diesem Jahr ausfallen, damit das neue Bad pünktlich zum Start der Saison 2020 in Betrieb genommen werden kann.

Es hat sich während der vergangenen Wochen schon einiges getan auf dem Gelände in Ahlhausen. „Wir liegen zeitlich im Plan“, erklärt Lutz Winter, der die Bauleitung für das von der Kluterthöhle und Freizeit GmbH & Co. KG beauftragte Unternehmen Eko-Plant inne hat. Beim ehemaligen 50-Meter-Schwimmerbecken sind die Beckenköpfe abgeschnitten und dann aufgemauert und geglättet worden. Hier wird die große biologische Filteranlage errichtet. Tonnenweise Sand und Kies mit unterschiedlichen Körnungen lagern derzeit auf dem Parkplatz vor dem Schwimmbad.

In der übernächsten Woche wolle man mit der Befüllung beginnen. Insgesamt 2500 Tonnen Filtermaterial werden mit einem „Telebelt“, einem großen Förderband, vom Parkplatz zur Grube transportiert und dort dann aufgeschichtet. Das „abgebadete“ Wasser, sprich: das Schmutzwasser, wird in Zukunft durch die Sand- und Kiesschichten rieseln und gereinigt. Unten wird es aufgefangen und wieder in das Schwimmbecken zurück gepumpt. Momentan wird der Boden des Filterbereichs mit Kunststoffabdeckungsbahnen überzogen. „Die Bahnen sind schwarz und momentan so heiß, dass unsere Arbeiter sie nicht mit bloßen Händen anfassen können“, macht Lutz Winter deutlich, wie sehr das Wetter den Kollegen zu schaffen macht.

Am ehemaligen Sprungbecken ist eine Betonwand errichtet werden. Der so abgetrennte Teil wird künftig die Technik für das Bad beherbergen. Bis diese installiert ist, werden noch einige Wochen vergehen. Ein Abschnitt des alten Schwimmerbereichs wird zum Beachvolleyballfeld. „Am alten Beckenrand wird es einen Sitzbereich geben“, erklärt Badleiter Volker Külpmann. Das neue Feld solle professioneller werden als das alte.

Eröffnung für Pfingsten 2020 geplant

Ebenfalls schon viel bewegt wurde im und am früheren Nichtschwimmerbecken. Dort wurden ebenfalls der Beckenrand frei gelegt und die alte Beckenrinne abgeschliffen. Nun wird zum Teil aufgemauert. Die Treppe, die an der einen Seite als Einstieg diente, ist nur noch als Fragment erkennbar. Hier wird der Sandstrand angelegt, der in den Nichtschwimmerbereich führt. Im weiteren Verlauf wird die große Wasserfläche tiefer und einen Schwimmerbereich bieten. Neben dem Badesee wird eine Wellenrutsche installiert.

Sind die Arbeiten für den Schwimmbereich und die Filteranlage erledigt, geht es daran, die Rohrleitungstrasse durch das Gelände zu ziehen. Das wir voraussichtlich im September der Fall sein. „Wir wollen noch in diesem Jahr einen ersten Probelauf für die Technik starten“, betont Lutz Winter. Und Volker Külpmann ergänzt: „Das Gelände soll noch in diesem Jahr modelliert werden. Die Bepflanzung und die Restarbeiten folgen dann im kommenden Frühjahr.“ Unter anderem wird ein Teil des Umkleidebereichs künftig zum Sommerbistro umgebaut. Daneben wird es die Umkleiden und die Sanitärbereiche für Damen und Herren sowie die Umkleiden für Menschen mit Behinderung geben.

Wenn alles weiter im Zeitplan bleibt, dann wird das moderne Naturerlebnisbad im kommenden Jahr pünktlich zu Saisonbeginn den Betrieb aufnehmen. „Wir haben uns den 1. Juni 2020 als Stichtag gesetzt“, erklärt Volker Külpmann. Weil dieses Datum auf den Pfingstmontag fällt, sei es wahrscheinlich, dass das Bad bereits am Samstag zuvor eröffnet wird. Erst nach dem Ende der ersten Saison wird dann noch ein weiterer Meilenstein für das „Platsch“ gesetzt: Im Außenbereich, zwischen dem Badebereich und dem Hallenbad wird ein Solebecken installiert, das ganzjährig genutzt werden kann.

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