Politik

Gevelsbergs Grüne verteidigen Baumfäll-Aktion für Radweg

Über das Viadukt über dem Stefansbachtal soll der neue Radweg von Silschede nach Bahnhof-West einmal führen.

Über das Viadukt über dem Stefansbachtal soll der neue Radweg von Silschede nach Bahnhof-West einmal führen.

Foto: Hans Blossey

Gevelsberg  Für Grünen-Parteisprecher Achim Oldenbüttel sind die Kritiker keine Radfahrer: Mobilität nicht nur durch Windschutzscheibe sehen, fordert er.

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. „Natürlich sind gerade wir Grünen nicht glücklich, wenn ein Baum gefällt werden muss. Eingriffe in die Natur müssen ausgeglichen werden,“ erklärt Achim Oldenbüttel, Sprecher der Grünen in Gevelsberg. Er nimmt dazu Stellung, dass für den neuen Radweg von Silschede bis zum Bahnhof West auf der alten Eisenbahntrasse nach Angaben von Straßen-NRW 1500 Bäume gefällt werden müssen. Grundsätzlich sei seine Partei allerdings für die Verbindung.

„Man muss Straßen-NRW auch die Frage stellen, warum für einen drei Meter breiten Weg eine 10 Meter breite Schneise geschlagen wird“, stellt Oldenbüttel auch Fragen. Die Grünen sehen aber mehr die Vorteile für die Menschen: „Wenn der Weg in ein paar Jahren einmal durchgängig von Wengern nach Schwelm befahrbar sein wird, kann man auf angenehme Weise, abseits vom Straßenverkehr von Wuppertal bis zur Ruhr und zurück und noch weiter fahren.“ Natürlich – so der Parteisprecher – gebe es bis dahin noch einige Schwierigkeiten bezüglich Naturschutz oder Besitzverhältnisse zu lösen.

Nutzen nicht in Frage stellen

„Wahrscheinlich haben die Leser und Leserinnen, die sich negativ geäußert haben, die gleiche Diskussion beim sechsspurigen Ausbau der A1 nicht geführt. Wenn es ums Auto geht ist immer alles gerechtfertigt. Oder, wenn für ein Baugebiet eine Schlittenwiese weichen muss. Es ist eben alles eine Frage der Weltanschauung. Jeder hat eben seine eigene Wahrheit“, antwortet der Sprecher der Grüne auf Leserbriefe in der Westfalenpost und Westfälischen Rundschau.

Wer den Nutzen dieses Weges in Frage stellt, der sei sicher kein Radfahrer oder noch nicht die Trasse von Haßlinghausen nach Hattingen oder die Nordbahntrasse in Wuppertal gefahren. „Es profitieren übrigens nicht nur Asbecker, sondern auch Silscheder von diesem Weg. Der Anteil des Verkehrs, der mit dem Fahrrad zurückgelegt wird, ist, auch wegen der E-Bikes, in den letzten Jahren stetig gestiegen. Es gibt immer mehr Menschen, auch in unserem Gebiet, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren und wird weiter steigen. Das liegt natürlich bei jemanden, der Mobilität nur durch die Windschutzscheibe sieht, außerhalb der Vorstellungskraft“, so Grünen-Sprecher Oldenbüttel abschließend.

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