Noch in diesem Jahr

Gevelsberg bekommt in der Bruchmühle neuen Spielplatz

Die Fläche der nicht mehr benötigten Haltestelle am Eingang zur Siedlung Bruchmühle soll für einen Spielplatz genutzt werden.

Die Fläche der nicht mehr benötigten Haltestelle am Eingang zur Siedlung Bruchmühle soll für einen Spielplatz genutzt werden.

Foto: Klaus Bröking

Gevelsberg.   Mit dem Wunsch nach einem Spielplatz für die Kinder in der Bruchmühle ist eine Frau ins Rathaus gegangen. Im Sommer soll er schon Realität sein.

Es lohnt sich schon, wenn eine Mutter mit ihren Ideen beim Gevelsberger Jugendamt vorbei schaut. Im Herbst 2016 hat eine Anwohnerin aus der Bruchmühle angeregt, in der Siedlung einen Kinderspielplatz anzulegen. Noch in diesem Jahr soll er Wirklichkeit werden.

Viele Kinder sind in der Bruchmühle groß geworden. Und dann kommt auch mal die Zeit, in der sie aus dem Haus gehen. Früher wurde auf der Straße, in den Gärten und Wäldern in der Bruchmühle gespielt. Vor Jahren stellte ein Grundstücksbesitzer an der Autobahn eine Wiese zur Verfügung, auf der zwei Tore aufgestellt wurden. Der Ball rollt hier seit Jahren nicht mehr.

61 Kinder wohnen dort

Aber, die Situation hat sich geändert, stellte das Gevelsberger Jugendamt nach dem Besuch der Mutter fest. Inzwischen ist wieder Kinderlachen in die Bruchmühle eingezogen. 61 Mädchen und Jungen im Alter bis sechs Jahren wachsen hier auf. Grund genug für den Rat der Stadt Gevelsberg, bereits 100 000 Euro in den Haushalt des vergangenen Jahres für einen geplanten Kinderspielplatz dort vorzusehen. Nur: Wo sollte der Platz hin? Laut einer Vorlage des Jugendamtes befinden sich die meisten Grundstücke in der Bruchmühle in Privatbesitz. Neben den Kosten, die durch den Erwerb auf die Stadt zukommen würden, müsste der Eigentürmer erst zum Verkauf bereit sein.

Grundstück im Besitz der Stadt

Nach längerem Suchen wurde dann aber doch noch ein Stückchen gefunden, das sich bereits im Besitz der Stadt befindet: Dort, wo an der Bruchmühle die inzwischen überflüssig gewordene Haltestelle mit Wartehäuschen für den Nahverkehr und eine verwilderte Fläche dahinter ist. 35 Elternteile aus der Bruchmühle – die Kinder nicht mitgezählt – haben sich die Fläche im Frühsommer des vergangenen Jahres angesehen und sie für gut befunden. Das teilte Tobias Schneider, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Bruchmühle, der Stadtverwaltung mit.

Nun soll dort der Spielplatz gebaut werden, die Wertstoffcontainer für Papier, Glas und Altkleider aber erhalten bleiben. Trotzdem stehen einem Gartenarchitekten für die Planung eines Kinderspielplatzes immerhin 200 von insgesamt 420 Quadratmetern zur Verfügung. „Die Fläche ist in etwa so groß wie der Spielplatz zu Beginn der Fußgängerzone in der Innenstadt“, erläuterte Gevelsbergs Jugendamtsleiter Manuel Ashauer in der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses.

Erste Rodungsarbeiten

Erste Rodungsarbeiten auf der Fläche sind bereits vorgenommen worden. Weitere Mittel wurden in den Haushalt 2018 eingestellt und eine Spende in Höhe von 30 000 Euro der Hans-Grünewald-Stiftung hat das Projekt ein gutes Stück der Realisierung näher gebracht. Im Augenblick werden Bodenproben ausgewertet und festgestellt, ob Nist- oder Brutplätze von Vögeln durch die Baumaßnahmen betroffen sind.

Sobald erste Planungen vorliegen – so das Jugendamt – sei ein Beteiligungsverfahren beabsichtigt, bei dem die Kinder und natürlich auch ihre Eltern die Gelegenheit erhalten sollen, ihre Vorstellungen zur Gestaltung des neuen Spielplatzes einzubringen. Wenn alles klappt, wie es sich die Stadtverwaltung vorstellt, dann soll der Nachwuchs in der Bruchmühle bereits im kommenden Sommer auf dem völlig neu gestalteten Platz am Eingang der Siedlung an der Stadtgrenze zu Sprockhövel spielen können.

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