Ennepetalsperre: Frischluft für unser Trinkwasser

Ein seltener Anblick bot sich Spaziergängern und Radfahrer in dieser Woche an der Ennepetalsperre.   

Ein seltener Anblick bot sich Spaziergängern und Radfahrer in dieser Woche an der Ennepetalsperre.  

Foto: Bernd Henkel www.berndhenkel.com

Ennepetal.  Spaziergängern und Radfahrern bot sich diese Woche an der Ennepetalsperre ein seltener Anblick. Das steckt dahinter.

Taucher auf einem Ponton mitten auf dem Wasser, ein Baukran auf dem Weg, der normalerweise gesperrt ist: In dieser Woche bot sich Spaziergängern und Radfahrern an der Ennepetalsperre ein seltener Anblick.

AVU erneuert Belüftungsgerät

Die AVU erneuerte nämlich zusammen mit ihrer Wasserwerk-Tochterfirma VWW und Fachfirmen das Belüftungsgerät in der Ennepetalsperre.

Hintergrund: Die AVU entnimmt der Talsperre Wasser, um es im nahe gelegenen Wasserwerk Rohland zu Trinkwasser aufzubereiten. Im Sommer entstehen unterschiedliche Temperaturschichten, die einen Austausch des oberen wärmeren Wassers mit dem unteren kälteren Horizont verhindern. Daher kommt es im Spätsommer zu einem Mangel an Sauerstoff im Tiefenwasser - dort, wo das Rohwasser für das Wasserwerk entnommen wird.

Trinkwasserqualität sichergestellt

Bereits seit 1978 wird mit einer Anlage am Talsperrengrund das Tiefenwasser „belüftet“, um optimale Wasserqualität zu erreichen. Die rund 800 Kilogramm schwere und im Durchmesser 7,5 Meter große Anlage wurde in den letzten Monaten an Land generalüberholt. Diese Woche nun brachten VWW-Mitarbeiter und Spezialtaucher der Firma Moissl GmbH aus Köln die Anlage wieder an ihren Bestimmungsort in 30 Metern Tiefe zurück.

Mehrere Tauchgänge waren nötig, um den genauen Ort zu bestimmen, das Fundament freizulegen und die Belüftungsanlage zu verankern. Doch die Arbeit hat sich gelohnt, sagt Klaus Döhmen, VWW-Geschäftsführer: „Wir haben hier mit dem Talsperren-Wasser ideale Bedingungen für die Trinkwasser-Produktion. Und dank der Belüftungsanlage können wir das noch verbessern und so die Qualität des AVU-Trinkwassers sicherstellen.“

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