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Ennepetaler Fraueninitiative feiert Comeback

Nach 10 Jahren feiert die Ennepetaler Fraueninitiative ihr Comeback. Von links: Anke Velten-Franke, Ursula Bülow, Ulla Wetterling, Jutta Schlüter, Dagmar Rocholl gehören zu den Gründungsmitgliedern. Rechts: Starclub-Inhaber Yogi.

Nach 10 Jahren feiert die Ennepetaler Fraueninitiative ihr Comeback. Von links: Anke Velten-Franke, Ursula Bülow, Ulla Wetterling, Jutta Schlüter, Dagmar Rocholl gehören zu den Gründungsmitgliedern. Rechts: Starclub-Inhaber Yogi.

Foto: Ennepetaler Fraueninitiative

Ennepetal.   Jahrelang war es ruhig um die Initiative. Jetzt ist die Frauenpower zurück. Zum Neustart möchten es die Frauen ordentlich krachen lassen.

Themen und Ideen gibt es zur genüge, die Lust, sie gemeinsam anzugehen und umzusetzen, ist wieder vorhanden. Nach einigen Jahren Pause meldet sich die Ennepetaler Fraueninitiative zurück.

„Sie sind wieder da!“. Mit diesen Worten kündigt die Initiative, die ab den achtziger Jahren eine gehörige Portion organisierte Frauenpower nach Ennepetal brachte, nun ihr Comeback an. „Ich kann gar nicht mehr sagen, warum die Sache vor Jahren auf einmal auseinander ging“, erzählt Sabine Nölke im Rückblick.

Wiedersehen im Herbst

Sie weiß aber, wie es zu dem Neustart kam: „Wir hatten uns vergangenen Herbst mal wieder getroffen.“ Zehn Frauen seien das gewesen. Viele hätten sich lange nicht gesehen. „Das war unglaublich spannend“, sagt Sabine Nölke. Anke Velten-Franke habe vorgeschlagen, wieder etwas zusammen zu machen, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen. Es war ein Vorschlag, der gut ankam und auf den nun das Comeback folgt.

Anke Velten-Franke, Ennepetals ehemalige Gleichstellungsbeauftragte (ab 1987), Pressesprecherin (ab 2002) und zuletzt und bis zu ihrer Pensionierung (2016) Referentin der Bürgermeisterin, war es auch, um die herum sich in den achtziger Jahren die Initiative bildete. Aus der Friedensbewegung heraus entstanden ging es den Frauen um Emanzipation und um ihre eigenen Themen.

Unvergessen ist die große Informationsbörse im Haus Ennepetal, zu der damals alle Frauengruppierungen aus der Umgebung eingeladen waren und kamen. „Da ging es um alles, was Frauen berührte“, kann sich Sabine Nölke erinnern. Konkret fallen ihr Informationen zum Thema Scheidung ein. Das mag aus heutiger Sicht banal klingen, zeugt jedoch davon, wie die Zeit vor 30 Jahren war, in der die Frauen um ihre Interessen kämpften.

Ennepetaler Frauenkalender

Die Fraueninitiative wuchs und machte besonders in den neunziger Jahren durch zahlreiche öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen von sich reden. Eine davon war die Frauendisco in der Stadtbücherei. Anfang 2000 brachte die Fraueninitiative dann den Ennepetaler Frauenkalender heraus. Es war ein Kalender, der bedeutende und außergewöhnliche Frauen in der Geschichte der Klutertstadt porträtierte, und sich großer Beliebtheit erfreute.

Nun der Neustart, der in gewohnter Weise öffentlichkeitswirksam gefeiert werden soll. Dazu möchten es die Frauen richtig krachen lassen. Sie laden zu einer Tanzparty am Samstag, 4. Mai, unter dem Motto „Ennepetaler Fraueninitiative reloadet“. Allerdings wird „auswärts“ gefeiert, in Yogis Starclub in Gevelsberg, Kölner Straße 38. Los geht’s um 19 Uhr.

Für alle Frauen, egal welchen Alters

Eingeladen sind alle, die nach toller Musik einfach mal „abtanzen“ wollen. „Es ist eine Veranstaltung für alle Frauen, egal welchen Alters, die daran Spaß haben, zu tanzen, zu plaudern und abzurocken. Gespielt werden bekannte Oldies und aktuelle Hits“, so Anke Velten-Franke. „Mit dem Starclub haben wir eine Location gefunden, die den geeigneten Rahmen bildet. Starclub-Inhaber Jürgen Klein, der von seinen Freunden und Gästen auch liebevoll Yogi genannt wird, wird an diesem Abend Discjockey sein und für garantiert gute Stimmung sorgen.“

„Es gibt schon weitere Ideen, was wir machen können, aber die sind noch nicht spruchreif“, verrät Sabine Nölke und macht neugierig. Wer mitmachen möchte oder eigene Ideen hat: Auch hierfür ist die Tanzparty eine gute Anlaufstelle.

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