Förderverein

Ennepetal: Zeichen für Erhalt des Wichernhauses

Das Wichernhaus Ennepetal am Büttenberg. Der Förderverein setzt sich für den Erhalt des Gotteshauses der evangelischen Kirche ein.

Das Wichernhaus Ennepetal am Büttenberg. Der Förderverein setzt sich für den Erhalt des Gotteshauses der evangelischen Kirche ein.

Foto: Stefan Scherer

Ennepetal.  Seit neun Jahren kümmert sich der Förderverein Wichernhaus um den Erhalt des Hauses. Zuletzt sah es nicht gut aus um die Fortsetzung der Arbeit.

„Mit einem vorsichtigen Blick nach vorn und Freude im Gesicht gehe ich gleich nach Hause“, sagte Bernd Meyer, 1. Vorsitzender des Fördervereins Wichernhaus. Der Verein hat sich seit neun Jahren zur Aufgabe gemacht, das Haus am Büttenberg in der Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Milspe-Rüggeberg zu erhalten. Seit Dienstagabend ist klar: Der Förderverein setzt weiter für das Ziel ein. Was war geschehen? Noch zu Beginn der Versammlung wurde über mangelnde Mitarbeit geklagt und auch, so hieß es aus der Versammlung heraus, seien mit Ausnahme des Wichern-Cafés die durchgeführten Veranstaltungen nicht gut besucht.

Als ein Grund wurde mangelnde Kommunikation ausgemacht. Vorsitzender Bernd Meyer machte eine überraschende Mitteilung. Hatte der Förderverein am Dienstagmorgen noch 108 Mitglieder, so waren es um 12.30 Uhr schon 110. Wie sich später herausstellte, hatte der ehemalige Büttenberger Pfarrer Dr. Detlef Holinski „Klinken geputzt“ und für den Verein geworben. In der Versammlung rief Holinski dazu auf, Freunde und Nachbarn anzusprechen. „Werben Sie für den Erhalt des Wichernhauses und für eine Mitgliedschaft im Förderverein.“ Er sagte weiterhin ganz deutlich: „Es geht hier um Geld.“ 36 Euro koste der Jahresbeitrag. „Wir müssen aber auch vor den Menschen Respekt haben, die das Geld nicht aufbringen können.“

Der sich jetzt im Ruhestand befindliche Pfarrer Achim Härtel – er war auch am Büttenberg tätig – gab wertvolle Hinweise zur Öffentlichkeitsarbeit. Die wird jetzt im Förderverein Martin Wawrzyniak übernehmen. Als Beisitzerinnen in den Vorstand gewählt wurden die Leiterin des Ev. Kindergartens Wichernhaus, Enja Külpmann, und Anne Mönch, die auch dem Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Milspe-Rüggeberg angehört.

Gegen Ende der Versammlung war eine Aufbruchsstimmung zu spüren. Nur zwei Enthaltungen gab es bei der Abstimmung über die weitere Arbeit des Fördervereins. Prof. Dr. Reinhard Döpp kommentierte erfreut: „Wir sind auf einem guten Wege.“ Weil das Wichernhaus derzeit nicht zur Disposition steht, werden dort wohl auch 2020 Gottesdienste stattfinden. In diesem Herbst wird es sogar einen ökumenischen Gottesdienst geben, kündigte Dr. Detlef Holinski an. Hubert Korioth, ehemaliger Leiter der Katholischen Grundschule in Ennepetal, und Pfarrer i.R. Holinski werden den Gottesdienst halten. Bernd Meyer hatte schon zuvor in seinem Bericht die bisherigen Gottesdienste erwähnt: „Sie waren fast alle gut besucht.“

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