Jubiläum

Ennepetal: TuS Haspetal feiert 100-jähriges Bestehen

Sie werden für ihre weit mehr als 50-jährige Mitgliedschaft vom TuS-Vorsitzenden Markus Pennecchi (rechts) geehrt: Ruth Glaser, Gisela Morgenroth, Renate Niemczewski, Brigitte Fischer, Volker Apitius und Dietmar Gruneberg (von links).

Sie werden für ihre weit mehr als 50-jährige Mitgliedschaft vom TuS-Vorsitzenden Markus Pennecchi (rechts) geehrt: Ruth Glaser, Gisela Morgenroth, Renate Niemczewski, Brigitte Fischer, Volker Apitius und Dietmar Gruneberg (von links).

Foto: Hans-Jochem Schulte

Ennepetal.  Die Anfänge des TuS Haspetal vor 100 Jahren wirken heute aus mehreren Gründen ungewöhnlich. Nun feierte der Ennepetaler Verein sein Jubiläum.

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In Gold leuchtete die Zahl 100 von der Bühne der Mehrzweckhalle Hasperbach, links davon war die Traditionsfahne des TuS Haspetal nicht zu übersehen. Der aktuell 320 Mitglieder starke Verein feierte sein 100-jähriges Bestehen in einer festlich-fröhlichen Veranstaltung mit tollen Vorführungen, Ehrungen und einem außergewöhnlichen Rückblick.

Es war eine von Janine Kniese gestaltete Multivisionsshow, die das Leben des TuS Haspetal zeigte, von der Gründung bis zur Gegenwart. Es waren Heinrich Gillkötter, Walter Tacke und Walter Heimhardt, die damals zur Vereinsgründung aufriefen. Mit einer ungewöhnlichen Idee wurden die Bürger des damaligen Voerder Ortsteils auf das Ereignis aufmerksam gemacht. Zwei junge Burschen besuchten alle Haushalte im Tal. Hans Spelsberg lief von der Schule bis zur Hasper Stadtgrenze und Walter Heimhardt bis zur Voerder Grenze – mit Erfolg. Zur Vereinsgründung am 29. Juni 1919 kamen viele Menschen. Rund 50 wurden direkt Mitglied. Der Verein hieß bei der Gründung „Spiel- und Sportverein Haspetal“. Die Turnstunden fanden im Klassenraum der vierten Klasse der Volksschule statt, die zur „Turnhalle“ umfunktioniert wurde, so die Chronik.

Rückblick auf die Anfänge

In ihrem Grußwort wurde Bürgermeisterin Imke Heymann ganz persönlich, als sie sagte: „Ihr habt mich immer herzlich willkommen geheißen.“ Der TuS Haspetal, der 30 Jahre älter sei als die Stadt Ennepetal, sei der „Klebstoff im heutigen Stadtteil“. Im Verein würden Freundschaften geschmiedet. „Ihr seid für alle da und jede Veranstaltung von euch ist besser als die vorherige“, sagte die Bürgermeisterin. „Die Stadt ist stolz auf euren Verein“. Warum das so ist, zeigte die von Janine Kniese geschaffene Bildershow: Sie zeigte historische Fotos von Schlagball- und Faustballmannschaften (das war damals Volkssport und Fußball eine Randsportart; die Red.), von Turnwettkämpfen und Handballerfolgen (bis zur Landesliga), vom Bau des Sportlerheims an der Hagener Straße im Jahre 1976 und immer wieder von Veranstaltungen mit fröhlichen Menschen.

Der TuS-Ehrenvorsitzende und Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt, Volker Rauleff – er führte 25 Jahre den Verein – plauderte über das 100-jährige Vereinsgeschehen und erzählte unter anderem wie 1925 mit Pferd und Wagen unter Musikbegleitung ein Barren von Gevelsberg „ins Tal“ transportiert wurde. Bisher turnte man an Leihgeräten von der TG Voerde. Wie groß der Zusammenhalt in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten war, schilderte Rauleff: „Wenn einer seinen Beitrag nicht bezahlen konnte, dann sprangen Mitglieder ein, die etwas mehr Geld hatten.“

Die Turnhalle in Hasperbach wurde 1966 eingeweiht, die darunter befindliche Mehrzweckhalle 1979. Volker Rauleff würdigte den Einsatz seiner Amtsvorgänger, vor allem Gustav-Adolf Kraft, der unwahrscheinlich viel für den Verein und für den Stadtteil erreicht habe. Der Vorsitzende des TuS Haspetal, Markus Pennecchi, nahm auf der Bühne zahlreiche Gratulationen entgegen.

Dank und Ehrungen

Der Vorsitzende des Stadtsportverbandes und gleichzeitig Chef der Milsper Turnvereinigung, Dirk Baunscheidt sprach von einem „lebendigen Verein“, Fred Lotz vom Turnverein Rüggeberg erinnerte an die gute Zusammenarbeit der Turnvereine in Ennepetal („das ist ein Zusammenhalt“) und Florian Budnick von der TG Voerde würdigte im „schönen Tal“ das „menschliche Miteinander im TuS auch in geschichtlich schweren Zeiten“.

Geschäftsführer Achim Spannagel von der Baugenossenschaft „die Voerder“ betonte: „Wir haben 300 Wohnungen in Hasperbach. Bei der Zusammenarbeit mit dem TuS geht es uns auch um das Quartier.“ Zu Beginn der Veranstaltung hatte Markus Pennecchi auch das Ehrenmitglied Hans-Peter Bazzanella, den Ehrenbürgermeister Michael Eckhardt, den CDU-Fraktionsvorsitzenden Daniel Heymann und den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, Bodo Bongen, begrüßt.

TuS-Vorsitzender Pennecchi ehrte mit Präsenten auch die Mitglieder, die weit mehr als 50 Jahre dem Verein treu sind: Gisela Morgenroth, Renate Niemczewski, Ruth Glaser, Brigitte Fischer, Volker Apitius und Dietmar Gruneberg. Später holte Markus Pennecchi noch Janine Kniese, Ingrid und Volker Rauleff sowie Karin Riebeling auf die Bühne. Grund: Sie haben, so der Vorsitzende, für das 100-Jährige, besonders viel gearbeitet. „Aber ich danke allen anderen auch“, so Pennecchi. Zum Festabend gehörte auch eine bunte Show. Die jungen vereinseigenen TH-Dancers zeigten ihr turnerisches und tänzerisches Können. Einen Ausschnitt aus ihrer Arbeit bot die Musicalgruppe des Vereins. Da standen die Besucher des Festes auf und applaudierten. So gab es mehrere Zugaben. DJ Reiner Zuchowski legte später alles auf, was die Gäste auf die Tanzfläche lockte.

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