Bauen mit der Sonne

Ennepetal: Straßenausbau erfolgt häppchenweise

Die Otto-Hühn-Straße hat noch keine Bürgersteige, ist nicht gepflastert. Laut des Zeitplans der Stadtbetriebe soll der Ausbau 2021 stattfinden.

Die Otto-Hühn-Straße hat noch keine Bürgersteige, ist nicht gepflastert. Laut des Zeitplans der Stadtbetriebe soll der Ausbau 2021 stattfinden.

Foto: Stefan Scherer

Ennepetal.   Stadtbetriebe legen Zeitplan für Fertigstellung der Fahrbahndecken und der Gehwege im Gebiet „Bauen mit der Sonne“ vor. Arbeiten bis 2023.

Einige der schmucken Einfamilienhäuser sind seit vielen Jahren bereits bewohnt. Die Dekoration steht in den Fenstern, selbst die Gärten sind längst fertig. Die Einfahrten zu den Garagen und Stellplätzen hingegen haben die Bauherren oftmals noch ruhen lassen. Mit gutem Grund rollen viele Bewohner des Gebiets „Bauen mit der Sonne“, das sich links und rechts entlang der Hembecker Talstraße erstreckt, noch über Schotter in ihre Garagen: Der Straßenbau ist noch nicht abgeschlossen, es gibt keine Gehwegen, kein Pflaster und damit auch noch kein Niveau, an das eine Einfahrt anschließen könnte. Bis der Ausbau beendet ist, wird auch noch einiges an Zeit ins Land streichen. Laut den aktuellen Planungen wird dieser erst im Jahr 2023 abgeschlossen sein.

Nachdem die Politik in der vergangenen Sitzung des Verwaltungsrats der Stadtbetriebe Ennepetal (SBE) einen verbindlichen Zeitplan für die Fertigstellung der Straßen gefordert hatte, legte SBE-Vorstand Joachim Hübner diesen nun vor. Endgültig hergestellt und gewidmet sind bisher nur der Dr.-Fritz-Textor-Ring und die Walter-Sondermann-Straße. Für die Otto-Hühn-, Gerhard-Dessel-, Ewald-Rettberg-, August-Born-Straße und Mönninghof steht dies noch aus und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Das Jahr 2019

Für das laufende Jahr planen die SBE keine ausführenden Arbeiten mehr. Für 246.000 Euro werden Vermessungen durchgeführt, die Objektplanung soll ausgeschrieben und beauftragt werden. Außerdem, so planen Hübner und Vorstandssprecher Tim Strathmann, soll die August-Born-Straße in Eigenregie geplant werden.

Das Jahr 2020

Ab dem kommenden Jahr beginnen schließlich die Arbeiten. Für etwa 355.000 Euro bauen die SBE die August-Born-Straße in Eigenregie aus. „Den Eigenausbau machen wir zunächst selbst, damit wir Erfahrungen darin sammeln, bevor wir die weiteren Straßen ausbauen lassen“, sagte Joachim Hübner. Die erste Straße, die von einer externen Firma in ihren endgültigen Zustand versetzt werden soll, ist die Gerhard-Dessel-Straße, für die etwa 365.000 Euro eingeplant worden sind.

Das Jahr 2021

Im übernächsten Jahr wird die Stadt 595.000 Euro in die Hand nehmen. Davon fließen laut Kostenschätzung der Stadtbetriebe etwa 355.000 Euro in den Endbau der Ewald-Rettberg-Straße, 240.000 Euro in die Otto-Hühn-Straße.

Das Jahr 2022

In drei Jahren wird auch an der Hembecker Talstraße gearbeitet. Für 555.000 Euro wird ein Kreisverkehr an der Hembecker Talstraße, Dr.-Fritz-Textor-Ring/Otto-Hühn-Straße entstehen. Außerdem wird ein Gehweg entlang der Hembecker Talstraße zwischen Otto-Hühn-Straße und Mönninghof gebaut. Kostenschätzung: 132.000 Euro. Zur Verkehrsberuhigung sind dort bereits zum Kindergartenneubau ein Tempolimit auf 30 Stundenkilometer sowie diverse Barrieren auf beiden Fahrbahnseiten der Hembecker Talstraße errichtet worden.

Das Jahr 2023

Im letzten Jahr der Planung soll schließlich für 91.000 Euro ein Mini-Kreisverkehr im Kreuzungsbereich Hembecker Talstraße, Wuppermannstraße und Mönninghof entstehen. Der Mönnighof soll zudem für 510.000 Euro seinen Endausbau zwischen Hembecker Talstraße und Walter-Sondermann-Straße erhalten.

Am Ende der Maßnahme werden so knapp 2,6 Millionen Euro in den Endausbau der Straßen geflossen sein, dann können die Anwohner auch ruhigen Gewissens ihre Einfahrten fertigstellen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben