Wohnungsbau

Ennepetal: Gebau investiert in neue Häuser

Auf dem Grundstück der Gebau an der Kirchstraße 73-77a, gegenüber der Herz-Jesu-Kirche und dem Seniorenheim Haus Elisabeth finden bereits vorbereitende Arbeiten statt. In Kürze soll mit dem Bau eines dreigeschossigen Komplexes mit insgesamt 20 Wohnungen begonnen werden.

Auf dem Grundstück der Gebau an der Kirchstraße 73-77a, gegenüber der Herz-Jesu-Kirche und dem Seniorenheim Haus Elisabeth finden bereits vorbereitende Arbeiten statt. In Kürze soll mit dem Bau eines dreigeschossigen Komplexes mit insgesamt 20 Wohnungen begonnen werden.

Foto: Hartmut Breyer / WP

Ennepetal.  Genossenschaft errichtet 20 Wohnungen an der Kirchstraße. Für Grundstück auf Berninghausen gibt es ebenfalls Pläne. Fünf Prozent Dividende.

„Bei uns in Ennepetal und Breckerfeld ist dank zweier Genossenschaften ausreichend Wohnraum zu einer bezahlbaren Miete vorhanden!“ Das betonte der Aufsichtsratsvorsitzende der Gebau Wohnen eG, Klaus Baumann, in der Mitgliederversammlung der Wohnungsgenossenschaft. „Wir sind keine Miethaie und wir müssen keine Aktionäre bedienen.“ Die Gebau zahlt für das abgelaufene Geschäftsjahr auch wieder eine Rückvergütung in Höhe von 5 Prozent auf die Nettomieten sowie eine Dividende in Höhe von ebenfalls 5 Prozent auf die Genossenschaftsanteile.

„Es ist wichtig, dass wir dort Wohnraum schaffen, wo dieser auch von Mietern nachgefragt wird“, sagte Baumann. „Bisher haben wir dabei richtig gelegen.“ Der Aufsichtsratsvorsitzende betonte, dass man mit Projekten wie in der Vereins-, Kant- und Friedensstraße auch zur Quartiersentwicklung beitrage. Zudem trage man durch die Nutzung regenerativer Energie und das Bauen nach der Energieeinsparverordnung 2016 aktiv zum Klima und Umweltschutz bei.

Klaus Baumann teilte in der Versammlung mit, dass der Aufsichtsrat einstimmig beschlossen habe, den Vertrag mit Vorstand Michael Lendeckel um weitere fünf Jahre bis zum 30. Juni 2024, zu verlängern. Lendeckel führt die Gebau seit 2003.

Seine Vorstandskollegin Martina Cramer, die insbesondere für die Finanzen zuständig ist, stellte den Mitgliedern die Bilanz für das Geschäftsjahr 2018 vor. Insgesamt 3,4 Millionen Euro investierte die Genossenschaft in die Neubauten an der Friedensstraße 5 und 7 sowie an der Kantstraße 2 und 4. Insgesamt 26 Wohnungen entstanden dort. Für Instandsetzungen, Modernisierungen und bauliche Veränderungen des Wohnungsbestands wendete die Gebau im Jahr 2018 insgesamt etwa 2,4 Millionen Euro auf. Man habe wieder einen beachtlichen Jahresüberschuss in Höhe von 796.000 Euro erzielt, so Cramer. 80.000 Euro fließen in die gesetzliche Rücklage und 500.000 Euro in die freie Rücklage. Der Bilanzgewinn in Höhe von 249.000 Euro kommt den Genossenschaftsmitgliedern zum größten Teil als Dividende zugute.

Michael Lendeckel gab einen Ausblick auf die nächsten Bauvorhaben. An der Kirchstraße 73-77a, wo vor zwei Jahren die alten Gebäude abgerissen wurden, werde in Kürze mit dem Bau eines dreigeschossigen Komplexes mit 20 Wohnungen und 26 Garagen begonnen. Die 1,5 bis 3,5 Räume umfassenden Wohnungen würden Wohnflächen von 51 bis 115 Quadratmetern aufweisen. Ein Aufzug und barrierearme Bäder sowie die Nutzung von Erdwärme sind vorgesehen. „Wir haben schon jetzt 13 Reservierungen für das Gebäude“, betonte Lendeckel.

Ein weiteres Großprojekt soll Ende 2020. Anfang 2021 starten. An der Berninghauser Straße/Schillerstraße waren 2017 und 2018 insgesamt neun Häuser mit 53 Wohnungen abgerissen worden. Auf der nun freien Fläche sollen nun schrittweise neue Gebäude errichtet werden. Bis zu 40 Wohnungen in mehreren Baukörpern könnten dort entstehen, so Lendeckel. Auch für dieses Projekt sind der Einsatz von Wärmepumpen und Erdwärme vorgesehen.

Leerstandsquote bei 4,6 Prozent

Michael Lendeckel verwies auch auf die mit 4,6 Prozent nach wie vor geringe Leerstandsquote. 2017 sei mit 3,4 Prozent Leerstand das allerbeste Jahr gewesen. „Ich denke, dass die Quote 2019 wieder nach unten geht“, so der Vorstand. Im oberen und mittleren Segment sei die Nachfrage sehr hoch.

Die anwesenden Mitglieder genehmigten einstimmig den Jahresabschluss und die Berichte, beschlossen die Verwendung des Bilanzgewinns und entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat. Ebenfalls einstimmig wählten sie die turnusmäßig ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Klaus Baumann, Peter Gohlke, Andree Twardon und Gabriele Wasiak erneut in das Gremium.

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