Unfall

Ennepetal: 9-Jähriger nach Unfall weiter in ernstem Zustand

Symbolbild. Bei einem Unfall in Ennepetal wurde ein Neunjähriger schwer verletzt. Sein Zustand sei noch immer ernst, hieß es.

Symbolbild. Bei einem Unfall in Ennepetal wurde ein Neunjähriger schwer verletzt. Sein Zustand sei noch immer ernst, hieß es.

Foto: Christoph Reichwein

Ennepetal.   Nach dem Unfall auf der Kölner Straße in Ennepetal, bei dem ein Kind schwer verletzt wurde, wirft eine Zeugenaussage nun Fragen auf.

Der Neunjährige, der am vorvergangenen Freitag auf der Kölner Straße in Ennepetal von einem Auto erfasst wurde, befindet sich weiter in einem gesundheitlich ernsten Zustand, schwebt aber nicht in Lebensgefahr, wie die Kreispolizei mitteilte. Die Umstände des Unfalls beziehungsweise der Hinweis eines Augenzeugen werfen viele Fragen auf.

Ereignet hat sich der Unfall am späten Freitagabend gegen 23 Uhr in Höhe der Einmündung zum Lidl-Parkplatz. Nach Angaben der Polizei hielt sich der Neunjährige dort gerade mit seiner 49 Jahre alten Großmutter und seiner elfjährigen Schwester auf dem von der Lidl-Einmündung gegenüberliegenden Gehweg auf, als er mit seinem Roller auf die Fahrbahn fuhr und von einem in Richtung Gevelsberg fahrenden Fahrzeug erfasst wurde. Die Ampel dort war zum Unfallzeitpunkt deaktiviert. Der Junge kreuzte den Fahrweg des herannahenden Fahrzeugs so unvermittelt, dass die 28 Jahre alte Fahrzeugführerin aus Gevelsberg nicht mehr bremsen konnte.

Junge soll mehrfach Straße mit Roller überquert haben

Warum der Junge mit seinem Roller vom Gehweg auf die Fahrbahn fuhr, ist nach Angaben der Polizei unklar. Auch, aus welchem Grund sich die Großmutter mit ihren Enkelkindern zu dieser späten Tageszeit dort aufhielt.

Fragen zu den Umständen wirft vor allem dies auf: Laut Polizeisprecherin soll es einen Zeugen geben, der unmittelbar am Unfallort gegenüber den Polizisten ausgesagt habe, den Jungen dabei beobachtet zu haben, wie er unmittelbar vor dem Zusammenstoß mehrere Male mit seinem Roller die Kölner Straße hin und her überquert habe. Stimmt das, stünde die Frage einer Aufsichtspflichtverletzung im Raum. Die Polizei wollte dies nicht kommentieren, sondern wartet nun auf die schriftliche oder mündliche Aussage durch den Zeugen im Zuge der weiteren Vernehmung ab.

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