Verbandsversammlung

Ennepe-Ruhr mit 7 Stimmen im neuen Ruhrparlament vertreten

Hier geht es zum Urnengang: Bei der Kommunalwahl am Sonntag hatten die Stimmberechtigten auch über die Zusammensetzung des neuen Ruhrparlamentes entschieden.

Hier geht es zum Urnengang: Bei der Kommunalwahl am Sonntag hatten die Stimmberechtigten auch über die Zusammensetzung des neuen Ruhrparlamentes entschieden.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Ennepe-Ruhr.  Nach der Wahl steht jetzt fest: Sieben Sitze im neuen Ruhrparlament werden durch Vertreter des Ennepe-Ruhr-Kreises besetzt.

91 Sitze waren in der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR), dem Ruhrparlament. zu vergeben, nach dem vorläufigen Wahlergebnis gingen 7 an Bewerber aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis. 3 von ihnen zogen für Bündnis90/Die Grünen in das Gremium ein, 2 für die CDU und je einer für SPD und Die Linke.

Gemeinsam für die Interessen der Metropole Ruhr eintreten sollen ab der für Dezember geplanten konstituierenden Sitzung: Olaf Schade (Hattingen, SPD), Sabine Mayweg (Wetter, CDU), Ulrich Oberste-Padberg (Witten, CDU), Jörg Obereiner (Breckerfeld, Bündnis 90/Die Grünen), Kirsten Deggim (Herdecke, Bündnis 90/Die Grünen), Jost-Benedikt Rudloff-Wienhold (Witten, Bündnis 90/Die Grünen) und Eleonore Lubitz (Schwelm, Die Linke).

Bei der ersten Direktwahl des Ruhrparlaments hatten sich SPD und CDU ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Am Ende erhielten die Sozialdemokraten 29 Sitze (Stimmenanteil 29,4 Prozent) und die Christdemokraten 27 (27,2 Prozent). Drittstärkste Kraft wurde Bündnis 90/Die Grünen, sie verfügen künftig über 20 Sitze (20,3 Prozent). Ebenfalls vertreten sein werden die AfD (7 Sitze, 7,1 Prozent), Die Linke (4 Sitze/4,1 Prozent) und die FDP (4 Sitze, 3,7 Prozent).

Um den Einzug beworben hatten sich 21 Parteien, 6 von ihnen konnten mit den Stimmen der rund 4 Millionen wahlberechtigten Bürger aus 4 Kreisen und 11 kreisfreien Städten die Sperrklausel von 2,5 Prozent überspringen. Die Wahlbeteiligung lag bei 47 Prozent.

Der RVR hatte die erste Direktwahl zur Verbandsversammlung mit einer breit angelegten Informations- und Motivationskampagne begleitet. Unter dem Motto „Mach es zu deinem Revier“ wurden die Menschen in der Metropole Ruhr über das Ruhrparlament, die Arbeit des RVR und die Wahl aufgeklärt und motiviert, ihre Stimme abzugeben.

Der Regionalverband Ruhr mit Sitz in Essen ist die politisch administrative Klammer der Metropole Ruhr. Dazu gehören neben dem Ennepe-Ruhr-Kreis drei weitere Kreise sowie elf kreisfreie Städte mit zusammen 5,1 Millionen Menschen. Er hat ein breites Spektrum an regionale Aufgaben, eine zentralen Aufgaben ist die Erarbeitung und Fortschreibung des Regionalplans Ruhr.

Auf Handlungsfeldern wie Umwelt und Grüne Infrastruktur, Mobilität, Kultur, Tourismus und Freizeit, Bildung und Wissenschaft, Wirtschaft, Energie und Abfall agiert der Verband als Netzwerker, Impulsgeber, Projektträger und Stimme der Region.

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