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EN-Wohnen legt in Schwelm Erfolgsbilanz vor

EN-Wohnen investiert wie hier in der Hegelstraße in Schwelm in energieeffizientere Gebäude. „Das hilft den Mietern, weil die Betriebskosten sinken. Das ist gleichzeitig unser Beitrag zum Umweltschutz“, sagt Geschäftsführer Manfred Kühn.

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EN-Wohnen investiert wie hier in der Hegelstraße in Schwelm in energieeffizientere Gebäude. „Das hilft den Mietern, weil die Betriebskosten sinken. Das ist gleichzeitig unser Beitrag zum Umweltschutz“, sagt Geschäftsführer Manfred Kühn. Foto: privat

Schwelm.   EN-Wohnen übertrifft die Vorgaben des Fünf-Jahres-Plans. Die Bilanz für 2016 weist einen Jahresüberschuss von 991000 Euro aus.

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Wohnen geht immer! Und wenn der zu vermietende Wohnraum auch attraktiv ist, dann lässt sich damit immer noch gutes Geld verdienen. Das zeigt ein Blick in die Jahresbilanz von EN-Wohnen. Die Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft der Kreises, Alexander Dyck und Manfred Kühn, legten zum Ende des alten Fünf-Jahres-Planes Zahlen vor, von denen die Gesellschafter im Jahr 2011 nicht zu träumen gewagt hätten. Die Bilanzsumme im Jahr 2016 ist auf 37 Millionen Euro angewachsen. Geplant waren „nur“ 36 Millionen Euro. Noch besser hat sich mit ca. 8,9 Millionen Euro das Eigenkapital entwickelt. Der Planwert hierzu: ca. 4,5 Millionen Euro.

„Es ist uns vieles gelungen, aber noch nicht alles. Wir sind auf einem guten Weg“, freut sich Alexander Dyck. Bis zum Jahr 2010 sei das Unternehmen in einer Abwärtsspirale gewesen. „Die ist durchbrochen.“ Damit das auch so bleibt, investiert EN-Wohnen jeden Euro, der verdient wird, in die Entwicklung des Wohnungsbestandes. Die Bürger im Ennepe-Ruhr-Kreis wissen das zu honorieren. „Unsere Wohnungen sind gefragt, wir haben teilweise Wartelisten“, sagt der Geschäftsführer und betont nicht ohne Stolz: „Wir haben es aus eigener Kraft geschafft, eine solide Grundlage aufzubauen.“

Energieeffizientere Gebäude und erneuerbare Energien

Das sieht auch sein Geschäftsführerkollege Manfred Kühn so. Ein wesentlicher Bestandteil der Sanierungsmaßnahmen zielt auf energieeffizientere Gebäude und erneuerbare Energien ab. „Das hilft den Mietern, weil die Betriebskosten sinken. Das ist gleichzeitig unser Beitrag zum Umweltschutz“, sagt Kühn. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht für EN-Wohnen bezahlbarer Wohnraum. 13 Prozent des Bestands fällt unter das Stichwort „Sozialer Wohnungsbau“. Sanierten Wohnraum bietet die Wohnungsgesellschaft für durchschnittlich 5,50 Euro pro Quadratmeter an. Der Vergleichswert für den EN-Kreis: 5,84 Euro/qm. „Dies ist vor allem wichtig für unsere Mieter mit mittleren und geringen Einkommen und für Transfereinkommensbezieher, die bei uns ihr zu Hause haben.“

Das Geschäftsbericht 2016 weist einen Jahresüberschuss in Höhe von 991000 Euro (Vorjahr: 656000 Euro) aus. Der Verkauf von Bestands-Reihenhäusern in Wetter und Gevelsberg hat einen Ergebnisbeitrag von 541000 Euro (Vorjahr: 456 000 Euro) geleistet. Im Portofolio von EN-Wohnen befinden sich jetzt nur noch sechs weitere Reihenhäuser am Nordhang in Gevelsberg, die im laufenden Jahr veräußert werden sollen. „Dann haben wir unser Portfolio bereinigt“, sagt Alexander Dyck.

Die Gesellschaft verwaltete zum 31. Dezember 2016 insgesamt 1.427 (Vorjahr: 1.434) Wohnungen, 6 Gewerbeeinheiten und 238 Garagen mit einer Wohn- und Nutzfläche von 89.223 Quadratmetern (Vorjahr: 89.565 Quadratmetern).

Nur 22 Wohnungen stehen leer

Ausgezahlt haben sich auch die Bemühungen des Wohnungsunternehmens, die Leerstände zu reduzieren. Am Bilanzstichtag waren lediglich 22 Wohnungen nicht vermietet. Das sind 1,5 Prozent (Vorjahr: 4,8 Prozent) des Wohnungsbestandes. In 2016 fanden 139 (Vorjahr: 183) Mieterwechsel statt, dies entspricht einer Fluktuationsquote von 9,7 Prozent (Vorjahr: 12,8 Prozent).

Die durchschnittliche monatliche Sollmiete (vor Erlösschmälerungen) wurde von 5,01 Euro um 0,13 Euro auf 5,14 Euro je qm Wohn- und Nutzfläche entwickelt. Hierdurch haben sich die Sollmieten gegenüber dem Vorjahr um 115 000 Euro erhöht. Die Belastung der Gesellschaft durch die Erlösschmälerungen ist im Vergleich zu den Vorjahren erheblich zurückgegangen. Für die Instandhaltung, Instandsetzung und Großinstandhaltung wurden 2.037 Millionen Euro (Vorjahr: 1.894 Millionen Euro), das sind 23,69 Euro je qm Wohn- und Nutzfläche, in den Wohnungsbestand investiert.

Den zweiten Fünf-Jahres-Plan von EN-Wohnen hat die Gesellschafterversammlung am 6. Dezember 2016 verabschiedet. Er sieht Modernisierungen über 12,3 Millionen Euro, Instandhaltungskosten von 9 Millionen Euro und Investitionen für Neubauten in Höhe von 8 Millionen Euro vor.

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