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Das Millionen-Konzept fürs neue Gevelsberger Kaufland-Center

So soll das Kaufland-Center vom Vendômer Platz gesehen einmal aussehen.    

So soll das Kaufland-Center vom Vendômer Platz gesehen einmal aussehen.    

Foto: Claus-Michael Lappe

Geveklsberg.   Arbeiten beginnen am 8. März 2019. Nach anderthalb Jahren Bauzeit soll die Millionen-Investition am Vendômer Platz dann abgeschlossen sein.

Eigentlich gab es nur eine virtuelle Fahrt durch das neue Parkhaus nach dem Umbau des Kaufland-Centers zu sehen. Aber doch wurden die ersten Einzelheiten über die Millionen-Investition im Ausschuss für Stadtentwicklung bekannt. Den Ratsmitgliedern stellten Ingo Kuhne und Rico Einbrodt vom Eigentürmer ANH-Hausbesitz aus Arnsberg, Patrick Sontag von Kaufland sowie der Architekt Claus-Michael Lappe die Pläne vor.

Der Zeitplan

Ganz konkret wurde schon über den Zeitplan gesprochen. Nicht zum 1. Januar des nächsten Jahres, wie bisher immer gesagt, sondern am Samstag, dem 9. März 2019, sollen die Bauarbeiten am Vendômer Platz beginnen. Nach Angaben von Ingo Kuhne werden die umfangreichen Renovierungsarbeiten länger als bisher vorgesehen, etwa anderthalb Jahre, dauern: „Wir hoffen, im Sommer 2020 eröffnen zu können.“

Dann möchte die Stadt Gevelsberg, so Fachbereichsleiter Björn Remer, auch mit der Neugestaltung des Vendômer Platzes fertig sein, obwohl hier die Bauarbeiten wesentlich später beginnen. Einerseits können die Fördergelder erst Anfang des kommenden Jahres beantragt werden. Ohne die geht es nun mal nicht. Andererseits braucht Kaufland den Platz auch für Bauunternehmen, die ihre Maschinen und Materialien unterbringen müssen. „Erst wenn die außen fertig sind und nach drinnen gehen, können wir anfangen“, betont Remer.

Das Angebot

Nach dem Umbau wird Kaufland eine Fläche von 2600 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Tatsache ist aber auch: „Die Verkaufsfläche in dem Center wird sich nach dem Umbau in etwa halbieren“, sagt Patrick Sontag von Kaufland-Immobilien. Das Angebot wird sich auf das Erdgeschoss konzentrieren. Wo früher der Optiker Helmholz seinen Laden hatte, wird der Bäcker aus der ersten Etage einziehen. Es wird auch eine Außengastronomie – Tische und Stühle auf dem Vendômer Platz geben. Auch der Lotto- und Zeitschriftenladen zieht eine Etage tiefer. Die Apotheker wird in die Räumlichkeiten, in der er auch im Augenblick untergebracht ist, zurückkehren.

Kein Platz mehr ist im neuen Kaufland-Center für das Spielcasino und den 1-Euro-Laden. Die Betreiber seien davon schon vor längerer Zeit unterrichtet worden, so Björn Remer.

Das Eiscafé

Den Platz im Kaufland-Center verlieren wird auch das Eiscafé, für das sich besonders Axel Mertins von der SPD in der Sitzung des Ratsausschusses eingesetzt hat: „Es ist ein richtiger Eyecatcher für den Vendômer Platz.“ Unterstützung erhielt Mertins von Bürgermeister Claus Jacobi: „Wir müssen da eine intelligente Lösung finden.“ Es gehe auch darum eine „verstärkte Aufenthaltsqualität“ auf dem Vendômer Platz zu schaffen. Ins Spiel gebracht wurde ein Pavillon mit umfangreicher Außengastronomie als neue Heimat eines Eiscafés. Das würde Kaufland sogar begrüßen, so Sontag.

Die Parketage

Oberhalb der Verkaufsräume wird es drei Parketagen mit insgesamt 256 Pkw-Stellplätzen gegeben. Die Parkbuchten sollen wesentlich großzügiger als im Augenblick werden. Auch in der ersten Etage, wo jetzt Kaufland seine Verkaufsfläche hat, wird Raum für Autos geschaffen. Versorgungsleitungen, die heute beim Einparken hinderlich sind, seien als Problem erkannt worden, so Architekt Claus-Michael Lappe. Die Zufahrt zu den Parketagen wird verändert. Über den Aufzug geht es dann hinab in die Verkaufsetage.

Die Praxisräume

Im obersten Stockwerk bleiben die Praxisräume und Büros nach dem Umbau erhalten.

Der Vendômer Platz

Die Stadtverwaltung hat in den vergangenen Tagen erste Gespräche mit den Anwohnern des Vendômer Platzes geführt. „Die Diskussion war sehr konstruktiv. Alle waren sehr offen“, beschreibt Bürgermeister Jacobi die Atmosphäre. „Mit unseren Überlegungen, wie der Platz später einmal aussehen wird, sind wir aber noch relativ am Anfang“, sagt Fachbereichsleiter Björn Remer.

Trotzdem gibt es die eine oder andere Überlegung, die schon konkreter im Gespräch ist. So wird es sicherlich den Brunnen in dieser Form nicht mehr geben,. Auch die Treppe von der Wittener Straße hinab zum Platz soll verschwinden.

Axel Mertins, kritischer Beobachter der Bebauung in der Gevelsberger Innenstadt, bedankte sich nach der Präsentation bei Kaufland für die Bereitschaft „einen modernen Markt in unserer Stadt zu installieren“, der auch in Zukunft ein anderes und damit attraktiveres Aussehen habe als bisher.

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