Straßenbau

Brücken an der L 699 durchs Ennepetal werden saniert

Die Ennepe-Brücke an der Peddenöde soll im kommenden Jahr ausgetauscht werden. Im Hintergrund ist das Wohnhaus am Krenzer Hammer zu sehen.

Foto: Hartmut Breyer

Die Ennepe-Brücke an der Peddenöde soll im kommenden Jahr ausgetauscht werden. Im Hintergrund ist das Wohnhaus am Krenzer Hammer zu sehen.

Ennepetal/Breckerfeld.   An der L 699 durchs Tal der Ennepe sollen 2018 und 2019 neun Brückenbauwerke saniert werden. Zwei davon müssen komplett ausgetauscht werden.

An der L 699 zwischen Ennepetal und Breckerfeld soll in diesem und im nächsten Jahr der letzte Feinschliff erfolgen. Neun Brückenbauwerke werden saniert, davon müssen zwei komplett ausgetauscht werden. Auf Ennepetaler Stadtgebiet betrifft das die Ennepe-Brücke an der Peddenöde, nahe dem Krenzer Hammer. Insgesamt etwa 1,1 Millionen Euro wird der Landesbetrieb Straßen NRW noch einmal in die Strecke investieren, die durch das Tal der Ennepe verläuft und einen großen Teil der Radstrecke „Ennepe Runde“ bildet. Auf Sicht soll die Landesstraße – wahrscheinlich zur Kreisstraße – herabgestuft werden.

„Ingesamt befinden sich auf diesem Abschnitt neun Brückenbauwerke, die jeweils zwischen zwei und zehn Metern lang sind“, erklärt Dirk Stiepert, Abteilungsleiter Straßenbau der Regionalniederlassung Südwestfalen des Landesbetriebs. „In diesem Jahr werden sieben Brücken saniert.“ Dabei, so erklärt Stiepert weiter, handele es sich im Wesentlichen aber um kleinere Maßnahmen. „Das geht los bei Geländern, die neu gestrichen werden müssen“, so der Abteilungsleiter weiter. Eine Vollsperrung der Strecke sei nicht erforderlich. Es könne lediglich sein, dass an einzelnen Brücken ein Fahrstreifen gesperrt werden und der Verkehr dann mit einer Baustellenampel geregelt werden müsse.

Straße fit machen für Herabstufung

Anders werde das im Jahr 2019. „Dann werden wir zwei Brückenbauwerke komplett ersetzen“, erläutert Stiepert. Maßnahmen, die jeweils mehrwöchige Sperrzeiten auf der beliebten Ausflugsstrecke erforderlich machen und für die Anwohner Belastungen mit sich bringen. Neben einem Bauwerk auf Breckerfelder Stadtgebiet wird die Brücke an der Peddenöde, nur wenige Meter vom Krenzer Hammer entfernt, ausgetauscht.

Karl-Josef Fischer, Medienbeauftragter der Regionalniederlassung erklärt, dass man voraussichtlich im Frühjahr 2019 mit den Arbeiten für den Brückenaustausch beginnen werde. Mit etwa drei bis fünf Monaten Bauzeit je Brücke müsse man ungefähr rechnen. „Wenn Fertigteilbrücken eingebaut werden können, kann es auch schneller gehen“, sagt Fischer. Ob man beide Bauwerke im Jahr 2019 ersetzen könne, hänge nicht zuletzt davon ab, ob es Umfahrungsmöglichkeiten für die betreffenden Baustellenbereich gebe. Falls für beide eine Vollsperrung notwendig sei, könne man die Brücken nur nacheinander ersetzen, betonte Karl-Josef Fischer. Andernfalls würde man einen ganzen Abschnitt für einen längeren Zeitraum ganz vom Verkehr abschneiden.

Der Straßen NRW-Medienbeauftragte erklärte, dass man mit der geplanten Investition die L 699 fit machen wolle, damit sie irgendwann einmal abgestuft werden könne. Naheliegend wäre eine Herbstufung zur Kreisstraße. In diesem Fall müssten der Landesbetrieb und der Ennepe-Ruhr-Kreis die Vereinbarung treffen, dass die Straße in die Verantwortung des Kreises übergeht. „Dafür muss sie vorher in Ordnung gebracht sein“, erläutert Karl-Josef Fischer.

INFO:

Etwas mehr als 14 Kilometer misst die L 699 zwischen Ennepetal-Altenvoerde und dem Wengeberg in Breckerfeld.

Die Fahrbahn war in den Jahren 2013 und 2015 nach jahrelangem Drängen der Kommunen in jeweils zwei Abschnitten komplett saniert worden. Seither ist aus der denkwürdig schlechten Rumpelpiste eine glatte Straße geworden.

Im Sommer 2015 war die Strecke für vier Wochen gesperrt worden. Das Auftragsvolumen lag bei 680 000 Euro.

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