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Bäume müssen Umbau von Bushaltestelle in Schwelm weichen

Auch die Bushaltestelle im Möllenkotten wird barrierefrei umgebaut. Dafür müssen drei Bäume gefällt werden, um Platz für den Umbau zu schaffen.

Foto: Bernd Richter

Auch die Bushaltestelle im Möllenkotten wird barrierefrei umgebaut. Dafür müssen drei Bäume gefällt werden, um Platz für den Umbau zu schaffen. Foto: Bernd Richter

Schwelm.  Bis zum Jahr 2022 müssen auch in Schwelm alle Bushaltestellen barrierefrei gestaltet sein. Den Anfang macht die Stadt im Möllenkotten.

Der Öffentliche Personennahverkehr wird auch vor Ort behindertenfreundlicher: Bis zum 1. Januar 2022 müssen alle öffentlichen Nahverkehrshaltestellen barrierefrei ausgebaut sein.

So hat es der Gesetzgeber ins Gesetz geschrieben. Der Fachbereich 6 (Planen und Bauen) der Stadt Schwelm hat jetzt für die ersten zwölf der 21 Richtungshaltenstellen im Stadtgebiet im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung den Fahrplan vorgestellt.

Erster Bauabschnitt 630 000 Euro

Für Schwelm besitzen diese folgenden sechs Haltestellen, jeweils in beide Fahrtrichtungen, die höchste Priorität: „Schwelm Markt“, „Kreishaus“ , „Möllenkotten“, „Potthoffstraße“, „Nordstraße“ und „Friedhof“. Das Fachbüro Stadtverkehr in Hilden hat für alle zwölf Richtungshaltestellen Entwurfsplanungen und Kostenschätzungen erstellt. Die Baukosten werden auf etwa 630 000 Euro brutto geschätzt. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) als Zuschussgeber hat am 4. Januar 2018 schriftlich seine Zustimmung zum vorzeitigen förderunschädlichen Maßnahmenbeginn erteilt.

Bereits am Mittwoch sollen erste Vorarbeiten beginnen. Um Platz für den Umbau schaffen zu können, werden die Technischen Betriebe Schwelm (TBS) im Auftrag der Stadt Schwelm im Bereich der Bushaltestelle Hauptstraße/Möllenkotten (Fahrtrichtung Innenstadt) drei Bäume fällen. „Die neue Busbucht erfordert mehr Platz, so dass die vorhandenen, im Hochbeet stehenden drei Baumhaseln (Corylus colurna), gefällt werden müssen“, begründet TBS-Grünflächenfachmann Achim Stockermann die Maßnahme. Nach Umbau der Haltestelle würden durch die Stadt Schwelm im Umfeld geeignete Ersatzstandorte für klimaangepasste Neupflanzungen gesucht und entsprechend durchgeführt. TBS und Stadt bitten um Verständnis, dass es im Rahmen der Fällungen im Möllenkotten zu Behinderungen des Verkehrs kommen kann.

L 527 wird 2018 saniert

Darüber hinaus plant der Landesbetrieb Straßen.NRW für dieses Jahr die Sanierung der Fahrbahndecke der L 527 (Winterberger Straße – Frankfurter Straße – Möllenkotter Straße – Hauptstraße bis zur Einmündung Freiherr-von-Hövel-Weg). Deshalb beabsichtigt die Stadt Schwelm die Haltestellen „Nordstraße“ (beide Fahrtrichtungen) sowie „Möllenkotten“ (nur Fahrtrichtung Innenstadt) in Abstimmung mit dem Landesbetrieb im laufenden Jahr umzubauen. Die Ausbaupläne hierfür werden derzeit erstellt. Mit der Straßensanierung werden auch die tiefen Fahrspuren im Asphalt vor der Ampelanlage an der Einmündung zur Hagener Straße der Vergangenheit angehören.

Parallel zu den zuvor genannten Umbaumaßnahmen werden für die übrigen neun Richtungshaltestellen die Planungen weiter konkretisiert. „Es ist beabsichtigt, die Ausbauarbeiten in den Jahren 2018 und 2019 durchzuführen. Im städtischen Haushalt sind zunächst sowohl für dieses als auch für nächstes Jahr Mittel zum Ausbau der Haltestellen vorgesehen“, ist der Mitteilung des Fachbereichs zu entnehmen.

Im Vorfeld wurde ein Haltestellenkataster für den Ennepe-Ruhr-Kreis erarbeitet. Rund 75 Prozent aller Haltestellen entsprechen nicht den Vorgaben. Kreisweit müssen mehr als 600 Haltestellen barrierefrei ausgebaut werden. 190 von 855 Haltestellen im Kreis EN sind barrierefrei.

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