Weihnachtsmarkt

Altbekannte und auch neue Stände auf Schwelmer Markt

Eine Kundin betrachtet Antiquitäten des Stands „Antikes und Schönes“ in Schwelm. Seit zwei Jahren verkauft das Ehepaar Sicks Sammlerstücke.

Eine Kundin betrachtet Antiquitäten des Stands „Antikes und Schönes“ in Schwelm. Seit zwei Jahren verkauft das Ehepaar Sicks Sammlerstücke.

Foto: Antonia Jovic / WP

Schwelm.  Der Weihnachtssternzauber in Schwelm sorgt für eine gemütliche Atmosphäre in der Fußgängerzone. Auch einige neue Stände sind in diesem Jahr dabei.

Der Weihnachtssternzauber ist aus Schwelm nicht mehr wegzudenken. Seit 36 Jahren dürfen sich Bürger jährlich über die Budenstadt im Herzen der Stadt freuen. In diesem Jahr gibt es 29 Stände. Vor Ort sind wieder alte Bekannte: Die Adventwerkstatt, Heintges Imbiss und die Dachorganisation der Schwelmer Nachbarschaften (Dacho). Neu dabei sind dieses Mal vier Stände: Schwaaba, Rene’s Pfannenspezialitäten und Claudias Zauberfaden sowie ein Asiatischer Imbiss nehmen zum ersten Mal teil. Die 29 weihnachtlichen Hütten werden von verschiedenen Vereinen und Organisationen, aber auch privat betrieben.

Seit 36 Jahren dabei

Die Schwelmerin Marlis Gevelhoff ist immer beim Schwelmer Weihnachtsmarkt dabei – und sonst bei keiner anderen Veranstaltung.

Sie erinnert sich noch an die ersten Jahre. „1983 fand der Weihnachtsmarkt noch auf dem Märkischen Platz statt“, sagt Gevelhoff. „Über die Jahre wurde dann der Ort gewechselt. Vor einigen Jahren kamen wir dann in der Fußgängerzone an.“ Der Weihnachtsmarkt sei schon in der Brauereigasse und auf dem Alten Markt gewesen. Seit 36 Jahren ist Marlis Gevelhoff eine Institution an ihrem Glühweinstand.

Zu Anfang habe sich noch die Werbegemeinschaft der Stadt Schwelm um den Adventsmarkt gekümmert. Mittlerweile liegt die Organisation bei dem Stadtmarketing. „Herr Schnittka von der Werbegemeinschaft kam damals in meine Gaststätte“, sagt die Schwelmerin. Er fragte, ob sie Lust hätte, am Adventsmarkt teilzunehmen. Sie sagte zu. Seitdem freue sich Marlis Gevelhoff jedes Jahr auf die intime Atmosphäre des Weihnachtssternzaubers. „Man kennt sich und es ist immer ein schönes Erlebnis.“

Einnahmen für das Heimatfest

Einige Meter weiter ist der Stand der Dacho, nur einen Steinwurf entfernt auch die Bude der Nachbarschaft Aechte de Muer. Seit mehr als zehn Jahren verkauft die Dacho Getränke und Waffeln auf dem Weihnachtssternzauber. „Wir können hier Ansprechpartner für die Bürger sein“, sagt Christiane Sartor, Vorsitzende der Dacho.

Erinnerungen wecken

Die Einnahmen werden auf die einzelnen Nachbarschaften verteilt und für das Heimatfest verwendet. Auch der Erlös des Punschstandes der Nachbarschaft Aechte de Muer fließt in das Heimatfest.

Auf den alljährlichen Weihnachtsmarkt freuen sich die Verkäufer beider Hütten. „Der Markt ist kleiner hier, anders als in den Großstädten“, sagt Lena Marie Marten von der Nachbarschaft Aechte de Muer. „Alle sind beisammen und man kennt sich.“ Es gibt aber nicht nur Leckereien zu kaufen, sondern auch Handwerkskunst und Antiquitäten.

Seit zwei Jahren sorgt das Ehepaar Sicks für nostalgische Gefühle bei den Besuchern. „Antikes und Schönes“ bietet Sammlerstück wie englisches Silber, Figuren und Nussknacker. „28 Jahre war ich mit meinem Imbissstand bei dem Schwelmer Adventsmarkt“, sagt Dirk Sicks. „Jetzt stehe ich hobbymäßig mit meinen Sammlerstücken und Antiquitäten hier.“ Seit 40 Jahren ist das Sammeln die Leidenschaft von ihm und seiner Frau Irene.

„Jetzt möchten wir unser Hobby aufgeben“, sagt Irene Sicks. Sie verkaufen ihre „gesammelten Werke“ nur auf dem Weihnachtssternzauber und auf Flohmärkten. „Die Schwelmer sind einfach besonders liebevoll. Wir sind hier sehr zufrieden“, sagt Irene Sicks. Sie könne sich mit jedem unterhalten. „Die Arbeit macht Spaß, weil unsere Werke bei vielen Kunden alte Erinnerungen wecken“, sagt ihr Mann. „Wir hören dann viele schöne Geschichten von den älteren Damen und Herren.“

Köstliches und Handgemachtes

Der Schwelmer Weihnachtssternzauber hat vieles zu bieten: Köstliche Leckereien, Handgemachtes und Sammlerstücke. Die besondere Atmosphäre der Budenstadt und die Besucher des Weihnachtsmarkts ziehen nicht nur Besucher und Besucherinnen in den Bann. „Wir sind einfach an dieser Stadt hängengeblieben“, sagt Dirk Sicks vom Stand „Antikes und Schönes“.

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