Herausforderung bewältigt

570 Teilnehmer: Rekord beim Lauf- und Wandertag in Ennepetal

Hochbetrieb herrscht bei sommerlichen 30 Grad an den Verpflegungsstationen entlang der Strecke – wie hier am Bahnhof Ennepetal.

Hochbetrieb herrscht bei sommerlichen 30 Grad an den Verpflegungsstationen entlang der Strecke – wie hier am Bahnhof Ennepetal.

Foto: Angelika Trapp / WP

Ennepetal.  570 Wanderer, Walker und Läufer waren beim Lauf- und Wandertag in Ennepetal dabei. Die Organisatoren freuen sich über den neuen Teilnehmerrekord.

Ein neuer Rekord wurde aufgestellt: Denn es waren 570 Teilnehmer und damit weit mehr als die 500, die im Vorjahr beim Lauf- und Wandertag gezählt worden waren. Da schlugen die „Wanderherzen“ der Veranstalter höher: zum einen, weil man sehe, dass die Aktion beliebt ist, und zum anderen, weil diese hohe Zahl eine große Herausforderung dargestellt habe, so Mitorganisator Jost Störring. „Die Online-Anmeldung mussten wir am Freitag aus organisatorischen Gründen um Mitternacht abschalten; da waren wir hart an den 300 Anmeldungen.“

Bei hochsommerlichen Temperaturen hatten sich Wanderer, Läufer und Walker auf die Socken gemacht. „Es ist unbeschreiblich schön, wenn in Beyenburg die Sonne aufgeht“, schwärmte Bürgermeisterin Imke Heymann von ihrem frühmorgendlichen „Ausflug“ ab der Heilenbecke Talsperre, dem Start in den Bürgermeister Lauf- und Wandertag.

Um 6 Uhr morgens gestartet

Der 13. EN Bürgermeister Lauf- und Wandertag fand am Sonntag statt und ab 6 Uhr standen viele Mitwanderer an der Talsperre in den Startlöchern. Heinz Ehmann, der ehemalige Marathonläufer Joachim Deglerk (Sportfreunde Ennepetal), Gerd Maschner, Wilhelm Wiggenhagen und Jost Störring, die die Startgruppe führten, machten sich mit auf den Weg, um die erste Teilstrecke bis Meier am Külchen zu bewältigen. Die fünf Begleiter gingen auf die gesamte Strecke von 58 Kilometern; zwei Kilometer mehr als die Jahre zuvor wegen einer Umgehung durch Sperrung eines Privatgrundstückes in Ebinghausen. „Nun ja, da haben diejenigen, die die Gesamtstrecke bewältigten, eben noch eine Schippe mehr drauflegen müssen“, bemerkte Störring. „Die aktiven Teilnehmer sind entspannt und tolerant, wie Sportler eben sind: angenehme Menschen.“ Gut gelaunt kamen die Frühaufsteher dann an der Pausenstation Bahnhof an.

Tage vor der Veranstaltung hatten sich schon 293 Aktive online angemeldet. „Das zumindest ist absoluter Rekord“, erklärte Jost Störring, der mit Wilhelm Wiggenhagen als „Besenmann“ am Ende der Wandertruppe ging, damit niemand auf der Strecke blieb. „Unsere Organisation hat auch ihre Grenzen, aber: Am Ende hat alles gepasst. Wir haben es gepackt“, betonten Störring und Heinz Ehmann, dessen Ehefrau Marion – wie seit 13 Jahren – 100 Frikadellen zubereitet und an der Station Peddenöde ausgegeben hatte.

DRK ebenfalls im Einsatz

An den Verpflegungsstationen gab es auch Getränke und frisches Obst. Am Bahnhof wurden die Teilnehmer beispielsweise von Mitgliedern der Skigemeinschaft betreut. Im Einsatz war auch das DRK. Die Rettungskräfte begleiteten das Teilnehmerfeld, trafen Absicherungsmaßnahmen an bestimmten Streckenabschnitten, erklärte Lehrrettungsassistent Carsten Meyer. „Perfekt aufgestellt, kompetent ausgebildet, fachlich fundiert, mit besten Ortskenntnissen – wir sind dankbar, dass das DRK-Team Jahr für Jahr im Einsatz ist“, sagte Störring.

„Hervorzuheben ist sowieso die hohe Kontinuität der Helfer jedes Jahr. Viele Positionen, sei es bei vorbereitenden Arbeiten wie Packen der Pkw für die Pausenstationen, das Platzieren der Wagen oder die Besetzung der Pausenstände, werden immer wieder durch das identische Personal besetzt. Jeder hat seinen Part, jeder kennt seine Aufgaben. Das erleichtert die Organisation“, erklärte Jost Störring. So ist unter den 70 Helfern auch Linde Sichelschmidt seit 13 Jahren ab 9 Uhr am Bremenstadion dabei, um die Aktiven mit Kuchen und Waffeln zu versorgen. „Den Waffelteig machen wir selbst.“ Und dann verarbeitet die Seniorin flott 10 Kilo Mehl und 40 Eier.

Heinz Ehmann und Jost Störring hatten an drei Tagen mit dem Fahrrad die Strecke kontrolliert und dort, wo Wanderzeichen fehlten, temporäre Zeichen angebracht, damit sich keiner verläuft. Unverzichtbar sei Helfer Klaus Abel, der „Mann der Pläne und Zeiten“, erzählte Jost Störring. „Bei ihm laufen viele Fäden zusammen.“ Abel habe über die Jahre den Busfahrplan, das Herzstück der Veranstaltung, angelegt. Alle Zeiten seien darauf ausgerichtet, dass nur kurze Wartezeiten entstehen bei den Abfahrten zu den Startpunkten und dem Zurückbringen zum Bremenstadion. Im „Wandererbus“ sitzt ganztägig Rainer Schumacher, der sagte, dass es viel Freude mache, wenn man sehe, dass alles wie am Schnürchen klappe.

Bereits im März wache das Orga-Team aus seinem Winterschlaf auf und beginne mit den Vorbereitungen für den nächsten Lauf- und Wandertag, berichtete Jost Störring, der betonte, dass die Gemeinschaftsveranstaltung nur funktionier durch Mitwirkung der Sportfreunde, der Skigemeinschaft, des TuS Ennepetal, der Stadt und der Wandergruppe „Rund um Ennepetal“. „Nun, nach 13 Veranstaltungen, können wir sagen, dass sich unsere Organisationsform bestätigt hat“, freute sich das gesamte Team über den erneuten Erfolg.

Die Läufergruppe, die am Spätnachmittag an der Heilenbecke einlief, 58 Kilometer zurückgelegt hatte, hatte immer noch kleine Scherze auf Lager. Nur als es hieß: Beine heben, um in den Bus zu steigen, hörte man hier und da leichtes Stöhnen. „Die gesamte Strecke zu schaffen, ist die Krone, das Größte, das Schönste, das Herrlichste – das, was am meisten beflügelt“, schwärmte Störring von der Sonntags-Aktivität in der Natur.

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