Polizeibericht

Tankbetrüger raste über Emmericher Rheinbrücke davon

Die Polizei verfolgte den flüchtigen Tankbetrüger – ohne Erfolg.

Die Polizei verfolgte den flüchtigen Tankbetrüger – ohne Erfolg.

Foto: Friso Gentsch / dpa

Emmerich.  Mit hohem Tempo flüchtete ein Tankbetrüger im Auto von Kleve über die Rheinbrücke in Richtung Niederlande. Polizei sucht Zeugen.

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Um sich der Überprüfung durch die Polizei zu entziehen, hat sich am Dienstagabend ein bislang noch unbekannter Autofahrer aus den Niederlanden in halsbrecherischer Fahrweise von der Rheinbrücke aus in Richtung des alten Grenzübergangs ‘s-Heerenberg entfernt und entkam schließlich unentdeckt.

Ausgangspunkt war ein um 18.40 Uhr gemeldeter Tankbetrug in Kleve durch die Insassen eines roten Kleinwagens mit niederländischem Kennzeichen. Eine Emmericher Funkstreife konnte das Fahrzeug im Bereich der Rheinbrücke feststellen und sich dahinter setzen.

Fluchtauto raste mit 130 km/h in Richtung Niederlande

Trotz eingeschalteten Blaulichts und Anhaltezeichen setzte das Fahrzeug die Flucht unbeirrt über die B 220 in Richtung Landesgrenze fort, wobei es trotz erheblichen Verkehrs zu rücksichtslosen Überhol- und Ausweichmanövern kam. Dabei betrug die Geschwindigkeit anstatt der erlaubten 70 km/h bis zu 130 km/h.

Im Kreuzungsbereich der B220/Weseler-/Ostermayerstraße zwängte sich das Fluchtfahrzeug zwischen bei Rotlicht wartende Fahrzeuge hindurch, schaltete seine Beleuchtung aus und raste weiter in Richtung Landesgrenze. An dieser Stelle wurde insbesondere aufgrund der Gefährdungssituation Unbeteiligter die Verfolgung durch die Polizei abgebrochen.

Nur durch glückliche Umstände kam es zu keinem schweren Unfall

Letztmalig durchfuhr das flüchtige Fahrzeug die Ampel an der Autobahnauffahrt ungebremst und bei Rot, bevor es Richtung Grenze nach links abbog. Offenbar ist es nur äußerst glücklichen Umständen zu verdanken, dass es zu keinem schweren Verkehrsunfall gekommen ist. Die Fahrweise des Pkw-Führers muss von einer Vielzahl anderer Verkehrsteilnehmer beobachtet worden sein.

Zeugen werden daher dringend gebeten, sich mit der Polizei in Emmerich, Telefon 02822-7830, in Verbindung zu setzen. Zwischenzeitlich liegen im übrigen zwei weitere gleich gelagerte Anzeigen wegen Tankbetrugs vom 3. und 9. November 2019, hier jeweils begangen an der Tankstelle auf der Ostermayerstraße in Emmerich, bei der Polizei vor.

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