Geburtstag

Pfarrer i.R. Martin Bauer feierte 80. Geburtstag in Emmerich

Nach dem Gottesdienst in der Christuskirche gratulierte Klaus Günther Remter, ein alter Weggefährte, Martin Bauer (li.) zum 80. Geburtstag.

Nach dem Gottesdienst in der Christuskirche gratulierte Klaus Günther Remter, ein alter Weggefährte, Martin Bauer (li.) zum 80. Geburtstag.

Foto: Jens Uwe Wachterstorm / Funke Foto Services GmbH

Emmerich.  Martin Bauer, lange Jahre evangelischer Pfarrer in Emmerich, wurde 80 Jahre alt. Den Geburtstag feierte er gestern in „seiner“ Christuskirche.

Martin Bauer, lange Jahre evangelischer Pfarrer in der Rheinstadt, wurde am gestern 80 Jahre alt. Diesen besonderen Geburtstag feierte er gemeinsam mit vielen anderen in „seiner“ Christuskirche am Geistmarkt. Der er selbst unverwechselbare Fensterbilder beschert hat. Daran erinnerte Rosemarie Schalck während des Gottesdienstes.

Bei einem Silute-Besuch im Jahre 1992 hatte Bauer in einer Turnhalle ein Glasfenster entdeckt, das ihm gut gefallen hatte. „Schnell hatte er den Künstler Eimutis Markunas aus Kaunas ausfindig gemacht. Der Gedanke war geboren, dass dieser die Fenster in der Christuskirche gestalten sollte.“ Bauers Verbundenheit zu Silute in Litauen wurde auch beim anschließenden Empfang im Gemeindesaal betont.

Hilfsgüter-Transporte nach Silute

Jürgen Born aus Vrasselt, der Bauer seit 1954 aus alten CVJM-Zeiten aus Moers kennt, berichtete von einem Anruf Bauers, ob ein Hilfsgütertransport, den Born begleitete, nicht eine große Rolle Luftpolsterballen mit nach Litauen nehmen könne. „Darin hat der Künstler dann die einzelnen Teile der Fensterscheiben verpackt“, erinnerte Born.

Auch Claudia Beckschaefer, die Bauer im Namen des Presbyteriums gratulierte, hatte ein Döneken parat. Sie habe als Schülerin der Realschule Pfarrer Bauer, der dort Religionsunterricht gab, in der Pause nach Silute gefragt: „Da habe ich gemerkt, welch großes Anliegen ihm das war und welche Freude er daran hatte. Die Pause war längst zu Ende, und er redete immer noch.“

„Wir haben hier eine gute ökumenische Zusammenarbeit gehabt“

Werner Gerhardt gratulierte für den Freundeskreis Emmerich-Silute, zu dessen Mitgründern Bauer zählte. Auch Martin Bauer blickte zurück: „Wir haben hier eine gute ökumenische Zusammenarbeit gehabt.“ Während in vielen Orten nur geredet würde, würde die Ökumene in Emmerich praktiziert. Bauer über sich selbst: „Ich bin ein katholischer Christ evangelischen Bekenntnisses.“

Wohl aus diesem Grunde hatte Pfarrerin Anke Mühlenberg-Knebel „das ökumenischste Glaubensbekenntnis, das es gibt“ für den Gottesdienst ausgesucht: das Nizäa-Konstantinopel, das Bauer zu seiner aktiven Zeit oft hatte beten lassen. Überhaupt war der vom evangelischen Kirchenchor mitgestaltete Gottesdienst ein schönes Geschenk an Bauer: Die Motette „Jesus meine Freude“ von Johann Sebastian Bach erklang.

Martin Bauer wurde in Witten geboren

„Sie enthält viele Glaubensaussagen, die Martin Bauer immer wichtig waren“, so die Pfarrerin. Martin Bauer wurde in Witten/Ruhr geboren. Er wuchs im Lipperland und in Bielefeld auf, ohne Vater, der Pastor war und in Russland vermisst wurde. Nach dem Abitur studierte er Theologie in Erlangen, Tübingen, Hamburg und Bonn. Er wirkte von 1968 bis 2004 als Pfarrer in Emmerich. Seit 1967 ist er mit Anna verheiratet. Die beiden haben zwei Töchter, Annette und Katharina.

>>>Bewerbungen für Presbyter-Wahlen 2020

Sputen muss sich, wer noch für die anstehenden Presbyter-Wahlen 2020 in Emmerich antreten möchte. Bewerbungen sind zu richten an die beiden Pfarrer, Dr. Martin Neubauer oder Anke Mühlenberg-Knebel bzw. an die amtierenden Presbyter. Das Höchstalter beträgt 75 Jahre. Bewerbungen sind noch bis zum 26. September 2019 möglich.

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