Standort Rettungswache

Nun kommt die Rettungswache Emmerich doch zum Großen Wall

Die Reppco Geschäftsführer und Architekten, Christiane Behrens (re.) und Thomas Euwens (2.v. links), die Wessels vertreten und hier planen, zeigen gemeinsam mit  Landrat Wolfgang Spreen (2.v. rechts) und Volker Hildebrand (li.) von Kaufland, wo die neue Rettungswache gebaut werden soll. Im Hintergrund die Polizeiwache am Großen Wall.

Die Reppco Geschäftsführer und Architekten, Christiane Behrens (re.) und Thomas Euwens (2.v. links), die Wessels vertreten und hier planen, zeigen gemeinsam mit Landrat Wolfgang Spreen (2.v. rechts) und Volker Hildebrand (li.) von Kaufland, wo die neue Rettungswache gebaut werden soll. Im Hintergrund die Polizeiwache am Großen Wall.

Foto: Thorsten Lindekamp

Emmerich.   Die Grundstücke werden neu zugeschnitten, so dass der Kreis ein Grundstück für die Rettungswache Emmerich erwerben kann. Den Rest behält Kaufland.

Wenn Landrat Wolfgang Spreen über den Rhein kommt, dann meist, wenn er große Botschaften im Gepäck hat. Gestern verkündete er die frohe Nachricht: „Die Rettungswache wird auf dem Steintor-Gelände neben der Polizeiwache am Großen Wall erbaut. Noch in diesem Jahr soll der Neubau starten.“

Mitgebracht hatte er zum Pressegespräch in der Emmericher Polizeiwache Volker Hildebrand, Immobilienbeauftragter von Kaufland, und die Geschäftsführer von Reppco, Christiane Behrens und Thomas Euwens. Nicht zu diesen Gespräch eingeladen waren gestern Vertreter von der Stadt Emmerich.

Neue Anforderungen an die Wache

Seit drei Jahren sucht der Kreis Kleve als Bauherr ein geeignetes Grundstück für die Rettungswache, die am Pesthof aus allen Nähten zu platzen droht. „Als wir Anfang 2000 die Rettungswache in Emmerich planten, waren dort 21 Personen beschäftigt, heute sind es 40“, begründete Spreen den Neubau auch damit, dass die Anforderungen an den Rettungsdienst gestiegen seien, man beispielsweise Platz für eine Schleuse zwecks Dekontaminierung benötige, sowie für einen Ausbildungsraum, einen Raum für die Mitarbeiter und ein Büro für die Wachleitung. In 2011 habe es 2080 Einsätze gegeben, in 2016 rückte der Rettungswagen 3151-mal aus.

Die Stadt Emmerich hatte ebenfalls diesen Standort in Nachbarschaft zur Polizeiwache präferiert und auch der Rat hatte dem Kauf eines Teilabschnittes des Grundstückes zugestimmt. Erst als der Kauf konkret wurde, erfuhr die Verwaltung, dass der Eigentümer gar nicht an die Stadt verkaufen darf, weil Kaufland eine Kaufoption habe.

Das Blatt änderte sich, als vor zwei Wochen die Geschäftsleiter von Reppco beim Landrat vorsprachen mit dem Vorschlag, mittels einer Flurbereinigung die Grundstücke so zuzuschneiden, dass für die Rettungswache ein 3250 Quadratmeter großes Grundstück neben der Polizeiwache entstehen könnte. „Ich bin den beiden Eigentümern, der Familie Wessels und der Firma Kaufland, dankbar für die Bereitschaft, ihre Grundstücke zu angemessenen Konditionen zu verkaufen. Was ich als Gemeinwohl orientiertes Angebot von Kaufland zur Kenntnis nehme“, lobte Spreen.

Kaufland hält 14.500 Quadratmeter

Übrig bleiben von dem Steintor-Gelände 14.500 Quadratmeter, die sich nun Kaufland in Gänze mittels Kaufoption gesichert hat und weiterhin an seinen Plänen festhält, hier ein modernes Warenhaus zu bauen.

Das Einzelhandelskonzept der Stadt Emmerich schließt an dieser Stelle allerdings einen Supermarkt aus. „Ein Einzelhandelskonzept ist kein Gesetz, sondern nur eine Handlungsanweisung, die man auch wieder ändern kann, wenn die Politik dieses wünscht“, sieht Hildebrand optimistisch in die Zukunft.

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