125 Jahre Blasmusik

Herrliches Musikfest zu 125 Jahre Blasmusik in Isselburg

Zum 125-jährigem Jubiläum der Blasmusik in Isselburg nahmen am Samstag rund 500 Musiker an einem musikalischen Familienfest teilgenommen.

Zum 125-jährigem Jubiläum der Blasmusik in Isselburg nahmen am Samstag rund 500 Musiker an einem musikalischen Familienfest teilgenommen.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Isselburg.  Viele Besucher feierten am Samstag beim Musikfest 125 Jahre Blasmusik in Isselburg. Rund 500 Musiker beteiligten sich. Sternenmarsch begeisterte.

Isselburg und die Blasmusik gehören zusammen wie Sommer und Sonne, Herz und Seele und wie Mond und Sterne. Sie prägt seit nunmehr 125 Jahre das kulturelle Leben in der kleinen Stadt an der Issel. Mit vielen Veranstaltungen – etwa mit dem Frühlingskonzert oder der Ausstellung „Klingende Luft“ – wurde dieses Jubiläum in Isselburg gefeiert.

Am Samstag hatte das Blasorchester zu einem großen musikalischen Familienfest im Schatten des alten Stadtturmes geladen. Sehr viele Isselburger, Gäste und Musikfreunde aus Nah und Fern waren bei strahlendem Sonnenwetter dieser Einladung gefolgt, denn auf sie wartete ein vielversprechendes Programm mit Live-Musik.

„Es soll ein Fest der Musik werden und nicht der vielen Worte“, versprach Heinz Streuff, der 1. Vorsitzende des Blasorchesters, „und zwar mit der Musik, mit der wir das ganze Jahr immer wieder für sie unterwegs sind“. Das war kein loses Versprechen.

Gelungener Sternmarsch

Denn schon bald trafen im Sternmarsch mit Musik die geladenen Musikvereine – Tambourcorps (TC) Vehlingen, Grenzland TC Anholt, Blasorchester Bislich, TC Millingen, Blasorchester Rhede, TC und Fanfahren Lackhausen, TC Liedern und das Blasorchester Haldern auf dem Platz an der Issel ein.

Das Isselburger Blasorchester hatte sich vom Schützenfestplatz gemeinsam mit dem TC Heelden und den Emsland Highlander Pipes & Drums, deren Uniformen schon ein Augenschmaus waren, auf den Weg gemacht. Schon bald waren es etwa 500 Musiker, die am alten Turm eingetroffen waren und die Herzen der Musikfreunde höher schlugen ließen.

Musik für die Menschen der Stadt

Mit dem Evergreen „Higland Cathedral“, eine der beliebteste Dudelsackmelodiene, die von den Deutschen Ulrich Roeer und Michael Korb 1982 anlässlich von Highland Games in Deutschland komponiert wurde, eröffneten die Emsland-Highlander das Musikfest. Mit „Preußens Gloria“ begeisterten danach alle Musikvereine die Zuhörer.

Auch Bürgermeister Michael Carbanje nutzte die Gelegenheit, ein paar Worte zu sagen und bedankte sich dafür, was das Blasorchester auf die Beine gestellt hatte. „Wir spielen für die Menschen der Stadt und versuchen sie mit unser Musik zu begeistern“, fügte Streuff hinzu.

Emsland Highlander sorgen für Gänsehaut

Mit einem außergewöhnlichen Konzert der Highlander mit „Green Hills of Tyrol, „Made of Orleans“ und vielen traditionellen und modernen Stücken eroberten diese dann die Herzen der Gäste. „Einmalig was das Isselburger Blasorchester da auf die Beine gestellt hat“, lobte dann auch Gerd Zimmermann, „und die Musik der Emsland Highlander hat bei mir und meiner Frau Gänsehaut verursacht.“ Mit dem Volkslied „Muss i denn“ verabschiedete sich die Pipes und Drums.

Den musikalischen Übergang in den Abend übernahmen danach die Isselmusikanten, die noch lange die Zuhörer mit ihren Darbietungen begeisterten.

>> Die Historie der Blasmusik in Isselburg

Laut Chronik taten sich vor ungefähr 125 Jahre 16 Musiker zusammen, um gemeinsam Blasmusik zu machen. Aus diesen entwickelte sich das mittlerweile weithin bekannte Isselburger Blasorchester, das seit 1957 als eingetragener Verein diesen Namen trägt.

Am 4. Adventssonntag, 22. Dezember, findet dann in der Werther Stadthalle mit dem Weihnachtskonzert das Jubiläumsjahr ein Ende.

Auch die Kinder kamen auf ihre Kosten – tummelten sich auf der Hüpfburg, ließen sich schminken und warteten geduldig bis die Ballonkünstlerin Bellinda Balloon ihre kleinen Kunstwerke fertig hatte, um diese zu verschenken.

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