Krankenhausgutachten

Krankenhaus Emmerich sieht sich gut für Zukunft aufgestellt

Das St. Willibrord-Spital in Emmerich.

Das St. Willibrord-Spital in Emmerich.

Foto: Thorsten Lindekamp / FUNKE Foto Services

Emmerich.  Pro Homine, die das Willibrord-Spital in Emmerich betreibt, nimmt Stellung zu den Plänen, die Zahl der Krankenhäuser in NRW zu reduzieren.

Das Gutachten zur Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen, das NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in der vergangenen Woche vorgestellt hat (die NRZ berichtete), sorgte für Sorgen und Verwirrungen bei den Patienten. Denn der Minister kündigte unter anderem an, dass die Zahl der Krankenhäuser reduziert werden könne.

Anker einer funktionierenden Gesundheitsversorgung

Pro Homine mit seinen Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen in Wesel, Emmerich und Rees nimmt nun zu den Aussagen Stellung. „Die Pro Homine ist mit ihren Einrichtungen und medizinischen Angeboten gut aufgestellt und leistet in der Region einen unverzichtbaren Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung“, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme des Gesundheits-Dienstleisters. „Gerade im ländlichen Raum sind die Krankenhäuser Anker einer funktionierenden Gesundheitsversorgung – das gilt auch für die Pro Homine mit ihren Häusern: Marien-Hospital Wesel und St. Willibrord-Spital Emmerich.“

12.000 stationäre Patienten im Jahr im Willibrord-Spital

Beide Häuser mit zusammen knapp 700 Betten seien gut ausgelastet, werden also „gebraucht“. Dies würden auch die jährlichen Patientenzahlen belegen: 20.000 stationär und 50.000 ambulant im Marien-Hospital, 12.000 stationär und 30.000 ambulant im St. Willibrord-Spital.

Holding schreibt schwarze Zahlen

Wichtig in diesem Zusammenhang: Die Holding schreibt schwarze Zahlen und ist zudem mit 3000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in der Region.

Die von Laumann ins Spiel gebrachten Reduzierungen, habe es am Unteren Niederrhein hingegen schon gegeben. In Emmerich wurde 2017 die Geburtshilfe geschlossen und mit der Geburtshilfe im Marien-Hospital zusammengeführt. In Rees gibt es keinen Krankenhausbetrieb mehr – früher war dort unter anderem die Geriatrie.

Emmerich punktet mit Wirbelsäulenchirurgie

Gerade das Willibrord-Spital in Emmerich könne mit seiner Wirbelsäulenchirurgie punkten. Schließlich handele es sich um die größte nicht-universitäre Einrichtung dieser Art in NRW (pro Jahr 2500 Patienten). Zudem investiert Pro Homine aktuell fünf Millionen Euro in das Emmericher Spital.

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