Klartext

Kita-Beiträge: Eitelkeiten der Politik sind fehl am Platz

NRZ-Redakteur Marco Virgillito ärgert sich, dass die Politiker das Thema Kita-Beiträge

NRZ-Redakteur Marco Virgillito ärgert sich, dass die Politiker das Thema Kita-Beiträge

Foto: Thorsten Lindekamp

Die Senkung der Kita-Beiträge in Emmerich ist ein wichtiges Thema. Politik fällt durch Eitelkeiten und Profilierungen auf. Das ist überflüssig.

Was für ein Kindergarten! Sagt man heute so im Volksmund. Leider ist diese Aussage für ein Kindergarten-Thema zutreffend: Nämlich die geplante Senkung der Kita-Beiträge in Emmerich. Den Kindergarten im übertragenen Sinne veranstalten die Politiker.

Die jüngste Posse: Jetzt sind CDU und UWE pikiert, dass Bürgermeister Peter Hinze öffentlich zwei Alternativen zum Antrag von BGE und CDU vorgeschlagen hat, wie man die Kita-Beiträge senken könnte. Er lud zum Pressegespräch einen Tag, nachdem er den Fraktionsvorsitzenden seine Ideen vorlegte mit der Bitte um Rückmeldung.

Transparenz ist doch zu begrüßen

Aus Sicht der Fraktionen hätte der Bürgermeister (SPD) bis zur Jugendhilfeausschuss-Sitzung am 23. Mai still halten sollen. Warum? Die Sitzung ist öffentlich. Transparenz vorab ist zu begrüßen. Andere Parteien gehen auch gerne mit Themen frühzeitig an die Öffentlichkeit.

Dieses Thema ist zu ernst, als das es für Profilierungen und Eitelkeiten geeignet wäre. Auch die Hinweise der SPD vor einigen Wochen, dass sie ja als erste auf die Notwendigkeit der Senkung hingewiesen hätten (ohne einen Antrag zu stellen), war schon überflüssig. Wichtiger ist eine Diskussion in der Sache. Darauf können sich die Politiker konzentrieren.

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