Heiligenhäuschen

Kaputtes Heiligenhäuschen in Rees/Heeren wird aufgebaut

Dietrich Schwiening (re.) und sein Mitarbeiter Walter Lach bauen das schon wieder durch einen Verkehrsunfall zerstörte Heiligenhäuschen an der Kreuzung Halderner Straße, Ecke Herkener Weg auf.

Dietrich Schwiening (re.) und sein Mitarbeiter Walter Lach bauen das schon wieder durch einen Verkehrsunfall zerstörte Heiligenhäuschen an der Kreuzung Halderner Straße, Ecke Herkener Weg auf.

Foto: Gerd Hermann

Heeren-Herken.   Das durch einen Verkehrsunfall zerstörte Heiligenhäuschen in Heeren-Herken wird jetzt aufgebaut. Spätestens am 4. September soll es fertig sein.

Während Maurermeister Dietrich Schwiening und sein Mitarbeiter Walter Lach Stein auf Stein setzen, um das Heiligenhäuschen an der Kreuzung Halderner Straße/ Herkener Weg wieder aufzubauen, rauschen ständig Trecker und Autos vorbei.

„Schön, dass des jetzt voran geht“, sagt Jürgen Teloh, Geschäftsführer des Heimatvereins Haldern. Vor gut einem Jahr war das Heiligenhäuschen durch einen Verkehrsunfall zerstört worden -- zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit.

Versicherung hat endlich grünes Licht gegeben

Nachdem die Versicherung endlich grünes Licht gegeben hatte, so Teloh, damit der Wiederaufbau in Angriff genommen werden kann, wird seit vergangener Woche gearbeitet. „Wir haben erst einmal ein Gerüst gebaut, Steine hieher gebracht, Schienen aufgesetzt und den Bauzaun errichtet“, sagt Schwiening. Der 53-Jährige hatte schon den ersten Wiederaufbau übernommen.

Und auch jetzt kostet das Projekt viel Geld. „Sehr viel“, betont der Geschäftsführer, nennt aber keine Summe. Und schmunzelt. War doch gerade eben die Autofahrerin vorbei gekommen, die mit ihrem Wagen gegen das Heiligenhäuschen gekracht war. Sie lächelt freundlich, fährt zügig weiter.

Während der Maurermeister mit der Flex hantiert und Steine passend macht, erzählt Teloh Details zum anvisierten Zeitplan. „Allerspätestens am 4. September zur Irmgardis-Wallfahrt muss das Heiligenhäuschen fertig sein“, stellt er klar.

Nachbarn sind dabei

Dass das zu schaffen ist, daran zweifelt keiner der gerade an der Baustelle anwesenden Personen. „Nach uns kommt der Zimmermann, bringt den Eichen-Dachstuhl an, dann muss das Dach noch verschiefert werden, bevor wir wieder mauern können“, erklärt Schwiening, der auch Beton-Meister ist und in Sichtweite sein Bauunternehmen hat.

Der Termin für die erneute Einweihung nach dem Wiederaufbau steht noch nicht fest. Sicher sei aber, dass die Nachbarschaften aus Heeren-Herken und Aspel dabei sind.

Wallfahrt wird wieder an der Kapelle halten

Und alle freuen sich auf die Prozession am 4. September, an der unter anderem die Kirchengemeinde Haldern, die KAB, auch die Schützen von Haldern kommend vorbei an der Kapelle nach Aspel ziehen werden. Wie jedes Jahr.

An der Kapelle wird kurz halt gemacht, gebetet und gesungen. Gut 50 Personen werden dann wohl das neue Heiligenhäuschen, das ursprüngliche wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut, bestaunen.

Gedenken an Gefallene und Vermisste im 2. Weltkrieg

Übrigens wird auf der angebrachten Sandstein-Tafel, die bei dem Unfall ebenfalls leicht in Mitleidenschaft gezogen wurde und wieder angebracht wird, unter anderem der Gefallenen und Vermissten im Zweiten Weltkrieg gedacht, die aus dem Ort kamen.

Während Teloh erzählt, sind die beiden Maurer weiter fleißig. Am Ende, wenn die Gedenkstätte hergerichtet ist, werden die beiden, so schätzen sie, an die 200 Stunden daran gearbeitet haben.

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