Kooperation

Jubiläum: Kalkar und Rees feiern Abwasserbehandlungsverband

Seit 25 Jahren arbeiten Kalkar und Rees als gemeinsamer Verband in der Abwasserbehandlung zusammen. Zum Jubiläum gab es einen Tag der offenen Tür und eine Bilddokumentation.

Seit 25 Jahren arbeiten Kalkar und Rees als gemeinsamer Verband in der Abwasserbehandlung zusammen. Zum Jubiläum gab es einen Tag der offenen Tür und eine Bilddokumentation.

Foto: Abwasserverband

Kalkar/Rees.  Seit 25 Jahren kooperieren Kalkar und Rees als gemeinsamer Verband in der Abwasserbehandlung. Zum Jubiläum gab es einen Tag der offenen Tür.

Seit 1994 arbeiten die Städte Kalkar und Rees bei der Abwasser- und Klärschlammbehandlung zusammen – als Abwasserbehandlungsverband Kalkar-Rees. Bei einem Tag der offenen Tür wurde nun das Jubiläum gefeiert. In dessen Rahmen stellte die stellvertretende Verbandsvorsteherin, Kalkars Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz, eine Bilddokumentation vor. Es kamen rund 100 interessierte Gäste.

Kapazitäten werden in Kalkar-Hönnepel gebündelt

Innerhalb dieser 25 Jahre hat sich die einst industriell orientierte Abwasserbehandlung des Verbandes zu einer größtenteils auf häusliches Abwasser spezialisierten Kläranlage entwickelt. Grund dafür sind einerseits Veränderungen in der Kalkarer Gewerbestruktur: Großbetriebe wurden geschlossen, mittlerweile gibt es viele kleinere und mittlere Betriebe. Außerdem wurde die – ebenfalls zum Verband gehörende – Kläranlage Rees-Haffen geschlossen, so dass die Klärwerkskapazitäten nun an der Anlage in Kalkar-Hönnepel gebündelt werden. Zudem schloss der Verband eine Kooperation mit der Lineg und dem Dienstleistungsbetrieb der Stadt Xanten, so dass in Kalkar-Hönnepel nun auch das Abwasser aus Marienbaum, Obermörmter und Vynen gereinigt wird.

Anlage ist energie-optimiert

Für Kalkar und Rees ist der Zusammenschluss eine Win-Win-Situation, die eine mittel- und langfristig wirtschaftliche Abwasserbehandlung garantiert. Außerdem hat sich der Verband schon früh ökologisch orientiert und die Kläranlage energie-optimiert ausgerichtet: So werden seit Mitte der Neunziger Jahre eine Windkraftanlage und ein Blockheizkraftwerk an der Kläranlage betrieben, die gemeinsam dafür sorgen, dass die Abwasserbehandlungsanlage seit 2013 durchgehend klimaneutral betrieben werden kann. Seit diesem Zeitpunkt wird über das Jahr gesehen mehr elektrische Energie produziert als verbraucht.

Neue Windkraftanlage und Wildblumenwiese geplant

Und auch in der Zukunft soll dieser Prozess weiter voran gebracht werden. Für Anfang 2021 ist angedacht, die vorhandene Windkraftanlage durch eine neue, in etwa gleich große Anlage zu ersetzen. Diese soll eine optimierte Leistung bei geringeren Immissionen bringen.
Ein weiteres umweltpolitisches Ziel des Verbandes ist die nachhaltige Bewirtschaftung der klärwerkseigenen Grünflächen. Derzeit wird ein Konzept erarbeitet, um geeignete Flächen auf dem Klärwerksgelände als Wildblumenwiesen zu gestalten. Dies soll die Fortsetzung der Anfang 2002 eingeschlagenen ökologischen Strategie zur nachhaltigen Entwässerung des anfallenden Klärschlamms mittels der Klärschlammvererdungsanlage mit Hilfe von Schilfpflanzen sein.

>>>DOKUMENTATION WIRD BIS JAHRESENDE GEZEIGT

Die Bilddokumentation über die 25-jährige Geschichte des Abwasserbehandlungsverbandes Kalkar-Rees ist noch bis zum Jahresende in den Räumen des Verbands während dessen Dienstzeiten zu sehen. Zudem gibt es eine neu aufgelegte Imagebroschüre.

Am Tag der offenen Tür stand außerdem Betriebsleiter Heinz Arntz bereit. Er erklärte den Gästen das Konzept der Behandlung und Verwertung von Klärschlamm und führte sie über die Kläranlage.

Anschließend tauschten sich die Gäste an Grill- und Getränkeständen weiter aus.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben