Gemeindearbeit

Im Escape Room in Rees sitzt ein Verräter am Tisch

Lisbeth Kleipaß, Anna Opgen-Rhein, Kristina Labs, Katrin Jansen, Frieda Jansen, Annkatrin Braem und Andrea Plückelmann stellen den Escape-Room im Piushaus an der Kapitelstraße 11 vor.

Lisbeth Kleipaß, Anna Opgen-Rhein, Kristina Labs, Katrin Jansen, Frieda Jansen, Annkatrin Braem und Andrea Plückelmann stellen den Escape-Room im Piushaus an der Kapitelstraße 11 vor.

Foto: Konrad Flintrop / FUNKE Foto Services

Rees.  Ein Raum, ein Team, eine Aufgabe, zwölf Kuscheltiere. Beim Escape Room der Pfarrgemeinde Rees wird der Verräter beim letzten Abendmahl gesucht.

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Der Tisch ist festlich gedeckt für das Abendmahl – das letzte. Es gibt kein Entkommen mehr – weshalb der Saal im Piushaus in den nächsten Wochen Escape-Room genannt wird. Denn gesucht wird der Verräter, der Jesus verraten hat. Wer das laut Bibel war, gehört zum Allgemeinwissen. Doch hier geht es darum, den Bösewicht unter den Jüngern auszumachen, aber auch Entlastungsmaterial für die übrigen zu finden.

Die Kuscheltiere spielen die Hauptrolle

Die kleine Frieda, die ihre Mutter zur Vorbesprechung begleitet hat, kann überhaupt nicht verstehen, warum sie eines der zwölf Kuscheltiere, die sich auf der Coach tummeln, nicht mit nach Hause nehmen darf. Besonders der dicke lila Elefant hat es ihr angetan.

Doch gerade die Stofftiere sind die Hauptpersonen, sie spielen die Jünger beim Live Escape Room Bibel Spiel, das die jungen Frauen unter Leitung der Pastoralassistentin Kristina Labs jetzt anbieten. Sie alle sind Mitglieder im Pfarreirat und möchten die Gemeinde noch näher zusammenbringen. Mal etwas ganz Neues wollen sie machen.

Als sie den Escape Room über die Pfarrnachrichten bekannt machten, waren sie von der Resonanz überrascht. „Escape Rooms sind im Moment sehr gefragt, es gibt sie zu den verschiedensten Themen, auch zur Bibel. Wer bei uns mitmacht, muss aber nicht zwangsläufig bibelfest sein“, erklärt Kristina Labs.

Als Vorabinformation können die Teilnehmer die Textstelle aus dem Matthäus Evangelium zum Letzten Abendmahl noch einmal nachlesen. Dann begibt sich die Gruppe in den Escape Raum, um nach Hinweisen zu suchen.

Jedes Detail spielt bei der Suche eine Rolle

Wer sitzt wo und warum? Jedes Detail, das sich im Raum rund um den Tisch befindet, spielt bei der Tätersuche eine Rolle. Ein Mosaikteilchen fügt sich an das andere. Aber es ist Eile geboten, denn innerhalb einer Stunde muss der Fall gelöst sein. Wenn nicht? Werden vielleicht noch einige weitere Minuten gewährt. Überhaupt halten sich immer mindestens zwei Organisatorinnen im Hintergrund auf. Schließlich will man Panikattacken vermeiden und die ein oder andere Hilfestellung geben.

Bereits 19 Gruppen haben sich angemeldet

Tatsächlich haben sich bereits 19 Gruppen angemeldet. Sie sind von drei bis acht Personen stark. Und nicht, wie man denken könnte, wollen nur Jugendliche teilnehmen. Kfd-Mitarbeiterinnen haben sich ebenso angemeldet wie eine Gruppe Personaler der Lebenshilfe, die anstelle einer Weihnachtsfeier erst gemeinsam essen und dann in unseren Escaperaum kommen‘, erklärt Katrin Jansen. Gemeinsam haben die jungen Frauen das Material nach einer Buchvorlage zusammengestellt, Kuscheltiere und Requisiten gesammelt, Hinweise laminiert und Verstecke ausgesucht. Nun können die Teilnehmer kommen.

Da NRZ-Leser immer einen Wissensvorsprung haben sollten, wird hier verraten, dass auch das Toilettenpapier nicht grundlos in Tischnähe positioniert ist. Und auch Frieda kann beruhigt sein, der Elefant wird auf keinen Fall auf dem Friedhof der Kuscheltiere landen.

>>DAS MACHT MAN IN EINEM ESCAPE_ROOM

Beim Escape-Room-Spiel müssen im Team Indizien gesucht, Hinweise kombiniert, Codes geknackt und Rätsel gelöst werden, um schließlich das Geheimnis des Raumes zu lüften.

Weitere Anmeldungen und Terminabsprachen zum Escape Room-Spiel vom 11. November bis 1. Dezember werden angenommen unter oder im Pfarrbüro unter (0 28 51) 967 104 100.

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