Offener Brief

Hier hakt es mit der Fahrradfreundlichkeit in der Stadt Rees

In Sachen „Fahrradfreundliche Stadt

In Sachen „Fahrradfreundliche Stadt

Foto: Kai Kitschenberg

Rees.   Nach der Prämierung beim Fahrradklimatest übt ein Reeser Radfahrer in einem Brief an den Bürgermeister Kritik. Das sind seine Kritikpunkte.

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Norbert Müsch hat einen Offenen Brief an den Reeser Bürgermeister Christoph Gerwers geschrieben. Darin greift er das Abschneiden der Stadt Rees beim Fahrradklimatest 2018 auf.

Der Tenor: In den vergangenen Jahren habe sich viel in Sachen Fahrradfreundlichkeit getan, es gebe allerdings noch Luft nach oben. Wo angesetzt werden kann, nennt der Reeser in seinem Schreiben.

Tendenziell hat sich Rees positiv entwickelt

„Inzwischen wohne ich seit fast 21 Jahren in Rees und habe grundsätzlich den Eindruck, dass sich in dieser Zeit manches für Fahrradfahrer positiv entwickelt hat“, erklärt Müsch in seinem offenen Brief.

Als Beispiele nennt er die Reduzierung der allgemeinen Geschwindigkeit in der Innenstadt durch die Tempo 20-Zone, die Befahrbarkeit mehrerer Einbahnstraßen in beide Richtungen und auch eine gegenseitige Beachtung und Rücksichtnahme von Fahrrad- und Autofahrern, die aus seiner Erfahrung die Regel sei.

„Nichtsdestotrotz möchte ich Sie mit Ihrer Aussage“, so wendet er sich an den Reeser Bürgermeister, „’Das schöne Ergebnis ist für uns ein Ansporn, die Rahmenbedingungen für den Radverkehr in der Stadt Rees weiter zu verbessern’ beim Wort nehmen, denn da ist aus meiner Sicht noch genug Luft nach oben“.

Hier hakt es unter anderem für Radfahrer in Rees

Natürlich nennt Müsch konkrete Aspekte, die er im Brief auflistet:

•Die teils asynchrone Schaltung von Auto- und Fußgänger-/Fahrradfahrerampeln für den Verkehr in der gleichen Richtung. Negativbeispiele sind hier die Kreuzungen Grüttweg /Westring und Weseler Landstraße/Rauhe Straße, an denen man als Fahrradfahrer immer wieder ausgebremst wird, während der Autoverkehr durchfährt.

•Teils sehr schmale Radwege, auf denen man gezwungen ist, zum Überholen anderer Radfahrer entweder auf den Fußgängerweg oder auf die Straße auszuweichen (z.B. Grüttweg).

Vorhandene Radwege wurden abgeschafft

•Teils sehr eng angelegte Sperren am Beginn bzw. Ende eines Fahrradweges, die Rädern, die über die normalen Maße hinausgehen wie z.B. Parallel-Tandems, Dreiräder, Lastenfahrräder, Räder mit Anhängern das Durchqueren erschweren bzw. teils sogar unmöglich machen (z.B. Fahrradweg an der Stelle am Deich, wo die Rauhe Straße in die Deichstraße übergeht).

•Die Abschaffung von vorhandenen Radwegen, durch die Fahrradfahrer keine andere Möglichkeit haben, als auf zügig befahrenen Straßen zu fahren (z.B. Wardstraße).

Erst einmal Abhilfe schaffen

„Wenn diesbezüglich Abhilfe geschaffen würde, würde sich bei einer erneuten Befragung die Benotung von einem bisher leider nur berechtigten ‘befriedigend’ hoffentlich in Richtung von ‘gut’ oder gar ‘sehr gut’ entwickeln“, so Müsch.

Und damit würde seines Erachtens die Stadt Rees wahrlich zum Tragen des Titels „Fahrradfreundliche Stadt“ berechtigt sein.

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