Kalkar on Wheels

Grenzenloser Jubel für „Wunderland Kalkar on Wheels“-Konvoi

Etliche Besucher an der Rheinpromenade in Emmerich winken den Kindern in den Lkw zu. Die Charity-Tour von Wunderland Kalkar on Wheels fuhr erneut hier lang.

Etliche Besucher an der Rheinpromenade in Emmerich winken den Kindern in den Lkw zu. Die Charity-Tour von Wunderland Kalkar on Wheels fuhr erneut hier lang.

Foto: Jens Uwe Wachterstorm

Emmerich.  100 Lkw, in denen krebskranke und behinderte Kinder sitzen, rollten über die Emmericher Promenade. Es ist so emotional, dass Tränen fließen.

Ja, auch große Männer dürfen weinen. Erst recht, wenn sich so ein emotionales Bild bietet. Krebskranke und behinderte Kinder im Führerhaus der auf Hochglanz polierten 100 Lkw ließen die Herzen am Samstag höherschlagen. Zum vierten Mal ging die Charity-Tour Wunderland Kalkar on Wheels über die Rheinpromenade.

„Jungs und Mädels, ich finde es klasse, dass ihr dabei seid. Für die Kinder sind es ein paar Stunden, in denen sie ihre Krankheit vergessen können. Ihr werdet es sehen“, so Emmerichs Tourismus-Chefin Dr. Manon Loock-Braun am Willkommensbogen, den die THW-Jugend (23-köpfig!) mit ihren Betreuern in Höhe der Stadtplatte aufgebaut hat. Zuvor schrauben und hämmern Jarne Wezendonk und Co. noch um alles für die Truck-Durchfahrt vorzubereiten.

Mit Emmerich-Fähnchen dem Konvoi zuwinken

Zu dieser Zeit geben sich am Infocenter Besucher die Klinke in die Hand. „Sie haben ja eigentlich noch geschlossen“, heißt es von einer Dame als sie mit Emma eintritt. Flugs hat das kleine Mädel zwei Emmerich-Fähnchen in der Hand und Buffy Damen erklärt: „Fähnchenabholer sind bei uns immer willkommen.“ Schnell noch in die Spendenbox einige Euros gepackt – und ab geht es gute Plätze sichern.

Kurze Zeit später ist die Infocenter-Mitarbeiterin mit Kollegin Karin Roes auf der Flaniermeile mit zig hunderten von rot-weißen Fähnchen mit Stadtwappen unterwegs. Keiner soll zum Zujubeln und Zuwinken leer ausgehen. Kurz nach zehn weiß THW-Zugführer Frank te Kempel: „Der Konvoi hat sich in Kalkar in Bewegung gesetzt.“

Hupkonzert auf der anderen Rheinseite zu hören

Es dauert nicht lange bis von Annemarie Ostereschs schön geschmückten Balkon Wunderland-Sprecherin Carolin Semelka ruft: „Ich kann sie sehen.“ Von Weitem, über den Deich aus Grieth kommend, hört man das laute Hupkonzert der schweren Brummis.

Leo, der mit Papa Maik und Oma Angela und Opa Lothar Blum an der Stadtplatte ist, wirbelt kräftig mit seinen Fähnchen. Sozusagen Aufwärmen für einen besonderen Moment. Dabei schaut der kleine Knirps begeistert zum Feuerlöschboot auf dem Rhein, das Wasserfontänen nur so sprudeln lässt. Die THW-Jugend macht sich startklar.

Live-Musik und Ballonkünstlerin im Rahmenprogramm

Grenzenloser Jubel als die ersten Trucks angeführt von der Emmericher Firma Bekker Logistik die Promenade passieren. Blaulicht-Alarm und ein rot-weißes Fahnenmeer überall zur Begrüßung. Die Kinder in den Führerhäusern winken, lächeln und auch das ein oder andere Emmerich-Fähnchen ist mit an Bord.

Während bei Himmers Bistro 852 Tribal Voice und auf der Sommerterrasse vorm Info-Center die Juca-Band Crazy Infection spielen, hüpft Ballonkünstlerin Dannilein vom Niederrhein als Paradiesvogel Frieda vor Freude hin und her. Jänne Janssen bringt es wohl für alle Besucher auf den Punkt: „Ich finde das hier ein ganz tolle Idee.“ Und Dr. Manon Loock-Braun verspricht im Anschluss nachdem die Lkw mit Hupkonzert nach ‘s-Heerenberg weiterfahren: „Wenn die Anfrage kommt, sind wir im nächsten Jahr wieder dabei.“

Besonderes Hallo der Feuerwehr

Einen besonderen Einsatz hatte die Emmericher Feuerwehr – inklusive Drehleiter - am Samstagmorgen. Der Löschzug Stadt hatte sich mit seinen aktiven Kameraden, der Kinder- und Jugendfeuerwehr direkt vor den Probat-Werken versammelt. Schließlich wollte man den Kindern in den Trucks helfen einen unvergesslichen Tag zu bereiten.

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